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Der Bungalow - individuelle Akzente auf nur einer Ebene

Bungalows - individuell auf einer Ebene

Bungalow - Baustile

Im Laufe des 20. Jahrhunderts kamen immer wieder Baustile auf, die den Status Quo veränderten und das Familiäre sowie Private des Wohnens betonten. Der Bungalow gilt als einer der beliebtesten Bautypen. Vor allem in ländlichen Gebieten mit weiten Freiflächen wird dieser Immobilientyp angetroffen. Aber auch Ferienhäuser oder Kurzzeitdomizile, wie Sommer- und Winterhäuser, basieren bevorzugt auf diesem Bautyp.

Unabhängig vom Typ des Daches, üblicherweise ein Flachdach, werden auch eingeschossige Häuser mit Unterkellerung als Bungalow bezeichnet. Durch den fließenden Übergang zum Garten und die Verknüpfung verschiedener Wohnräume, bieten Bungalows ein Mehr an Individualität und Wohnambiente. So werden in einigen Gebieten höhere Quadratmeterpreise als für klassische Einfamilienhäuser erzielt. Auch aus Anlegersicht kann dieser Bautyp also von Interesse sein.

Inhalt

Freie Wohnraumgestaltung und variable Grundrisse – Vorteile des Bungalows

Insbesondere jene Bauherren, deren Augenmerk stärker auf bauliche Details gerichtet ist und weniger auf ein Maximum an Wohnfläche, profitieren vom minimalistischen Ansatz dieses Bautyps. Was sich sonst nur mit Architektenhäusern oder zum Teil mit Villen oder freistehenden Einfamilienhäusern verwirklichen lässt, kann mit dem Bungalow in kostengünstiger Weise realisiert werden.

  • Platzverluste, etwa durch Treppenaufgänge, gibt es beim Bungalow nicht. Im Gegenteil, das Raumkonzept lässt sich variabel verändern und ausbauen. Mittlerweile setzen viele Bauherren auf gebogene Dachformen oder spitz zulaufende Varianten. In ihnen verbirgt sich, wenn auch kein Vollgeschossdach, der wesentliche Stauraum der Immobilie. Eine mögliche Unterkellerung bietet somit die weitere Unterteilung in Wohn- und Freizeitbereiche, ohne hierfür die Gegebenheiten der Bauform beachten zu müssen.

 

  • Der zusätzliche finanzielle Aufwand, der mit dem größeren Grundstück einhergeht, wird durch die kostengünstigere Bauweise auf einer Ebene oftmals ausgeglichen. Veränderungen, wie Erweiterungen oder Anpassungen der Baustruktur, lassen sich flexibler umsetzen. So kann den jeweiligen Bedürfnissen im Alter ausreichend Rechnung getragen werden, alles ganz im Sinne der Barrierefreiheit.

 

  • Ein fließender Übergang von Wohnräumen zum Garten- oder Außenbereich ermöglicht, ungeachtet irgendwelcher Problematiken bezüglich der Statik, die Verknüpfung von Wohn-, Arbeits- und Erholungsräumen. Wo bei klassischen Einfamilienhäusern ein Wintergarten notwendig wäre, erfüllt der Bungalow typischerweise diese Funktion mit Leichtigkeit. Solche Bereiche, die zur Außengrenze zugunsten der Privatsphäre abgeschirmt werden müssen, lassen sich durch natürliche Barrieren unpassierbar machen. Das sind keine Trennwände oder Mauern, wie bei Reihen- oder Reihenendhäusern üblich. Es handelt sich vielmehr um Gestaltungselemente wie Teichanlagen, Skulpturen und Gewächshäuser.
Bungalow - Wohnraumgestaltung

Bungalow kaufen oder mieten?

Wichtig ist auch, sich eingangs die Frage zu stellen, ob ein Bungalow gemietet oder doch lieber gekauft werden soll. Die Vor- und Nachteile sind ähnlich wie bei einem herkömmlichen Hauskauf.

Wenn Sie einen Bungalow mieten, bleiben Sie natürlich flexibler hinsichtlich eines Auszugs und müssen sich nicht um einen langwierigen Verkauf kümmern. Pflege und Instandhaltungsarbeiten bleiben dem Besitzer überlassen. Auch finanziell birgt ein Bungalow zur Miete weniger Risiken.

Wer sich dafür entscheidet einen Bungalow zu kaufen, der trifft auch gleich Vorkehrungen für die eigene Altersvorsorge. Wenn Sie Schon in den Bau des Bungalows involviert sind, haben Sie viele Möglichkeiten eigene Wünsche mit einfließen zu lassen. Der Bungalow zum Kauf wird also später genau wie in Ihren Vorstellungen aussehen.

Ob Sie also einen Bungalow mieten oder kaufen, hängt ganz davon ab, was Ihnen wichtig ist.

Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Die Wohnstruktur eines jeden Bungalows ist unterschiedlich, sodass die Bewertung unter Berücksichtigung einiger Faktoren vorgenommen werden muss. Im Zweifelsfalle vermeiden Käufer von Bungalows somit hohe Kosten für Anpassungen oder Erweiterungen.

  • Viereckige Bungalows mit zentralistischem Aufbau, also einem Wohnbereich in der Mitte des Gebäudes, eignen sich nur bedingt für Familien oder kinderlose Paare. Hier kann nur über Außenanlagen die Wohnfläche erweitert werden. Auch sind die Raumgrößen oftmals so bemessen, dass alle Zimmer in etwa dieselbe Größe aufweisen. Hobbyzimmer, das große Elternschlafzimmer oder andere Räume lassen sich nicht flexibel unterbringen.

 

  • Objekte mit Baujahren zwischen 1960 und Ende der 1970er sind oftmals nicht energetisch gedämmt und aufgrund seinerzeit fehlender Energiesparverordnungen häufig undicht. Das Investitionspotential sollte durch einen fachlich versierten Baugutachter oder Sachverständigen abgeschätzt werden. Zum Teil kann auf Fördermaßnahmen staatlicher Banken, wie etwa der KfW, zurückgegriffen werden. Auch müssen die energetischen Sanierungsmaßnahmen immer in Relation zur Dach- und Wandfläche gesehen werden, was aus einem „günstigen“ Objekt oftmals ein „Fass ohne Boden“ werden lässt.

 

  • Die U-Form wird zwar selten umgesetzt, bietet jedoch einen Terrassen- und Gartenbereich weitgehend geschützt vor Blicken unliebsamer Nachbarn oder angrenzender Wege. Allerdings können solche Objekte weniger flexibel erweitert werden, wie das bei Bauten der L- oder Rechteck-Form der Fall ist. Familienplanungen sollten also bei der Auswahl geeigneter Objekte nicht außer Acht gelassen werden.
Das gilt es beim Bungalow-Kauf zu beachten

Planungstipps für den Neubau

Die Kosten für den Bau eines Bungalows müssen stets im Kontext der Anpassungsfähigkeit und Barrierefreiheit gesehen werden. Das sind alles Begriffe, die im Laufe der Abnutzung eines Objektes mit hohen Zusatzkosten verbunden sind. Beim Bungalow hingegen sind derartige Maßnahmen nicht nötig, die Erhaltungsmaßnahmen beziehen sich lediglich auf die energetische Sanierung, die Leitungen sowie die Gestaltung der Außenflächen.

  • Wählen Sie die L-Form mit Eingangsbereich im unteren oder oberen Bereich des senkrechten Teils, um die Flexibilität der Erweiterung offen zu halten. Hier kann, unabhängig von einer möglichen Unterkellerung, bei sich ankündigenden Nachwuchs oder anderen Ereignissen vorgegangen werden.

 

  • Die verhältnismäßig große Grundfläche sorgt für einen höheren Anteil der Erwerbskosten von Grund und Boden. Gleichermaßen verhält es sich bei der Unterkellerung. In vielen Fällen lohnt bereits die teilweise Unterkellerung, da sich durch die Dachform zusätzlicher Stauraum ergibt.

 

  • Oftmals große Fensterfassaden spenden im Frühjahr und Sommer ausreichend Licht, sodass nur in Ausnahmefällen (U-Form) beleuchtet werden muss. Allerdings sollte die Vielzahl der Fenster in Richtung Süden ausgerichtet werden. Abschattung gelingt dann mittels Sicht- und Sonnenschutzmodulen. Zusätzlich verbessert eine Begrünung der Dachflächen die Ökobilanz, und damit zwangsläufig auch die laufenden Kosten des Objektes.

 

  • Moderne Varianten eines Bungalows werden gerne in Z-Form gebaut. Das hat den Vorteil, dass bei gleichbleibender Grundfläche, unterschiedlich große und über alle Räume zugängliche Grünflächen (Außenflächen) kombiniert werden können. Es gibt demnach nicht mehr einen zentralen Wohnbereich mit Gartenanschluss, sondern gleich mehrere. Dieses offene Raumkonzept eignet sich besonders für Familien mit Kindern, die ihren eigenen Bereich erweitern können.

 

  • Es gilt zu beachten, dass eine Vielzahl an Zugangswegen auch einen entsprechenden Sicherungsaufwand vor Einbrüchen mit sich bringt. Mithilfe einer angepassten Bauweise und –form lässt sich das Risiko eindämmen. Empfehlenswert ist bei der L-Form ein durchgehender Flur mit jeweils einem Zugang an den Enden, alternativ ein überdachter Bereich ähnlich einem Wintergarten im Anschluss an das Wohnzimmer.

Mit guter Planung ans Werk gehen – diese Nachteile lassen sich vermeiden

Der Bungalow hat, wenn dieser auch gerade Familien ein Maximum an Gestaltungsfreiheit bietet, einige Nachteile. Sie beziehen sich in erster Linie auf den flächenmäßigen Ausbau innerhalb der Grundstücksgrenzen selbst, aber auch bei energetischen Sanierungen sowie witterungsbedingten Schäden aufgrund der Dachform.

  • Selbstredend ist der Bedarf an Grundstücksflächen höher, wenn wie beim Bungalow üblich, sämtliche Wohnbereiche auf einer Ebene untergebracht werden. Das bedeutet zunächst, in Abhängigkeit zur Region, einen höheren finanziellen Aufwand für Grund und Boden. So kann es in Zeiten boomender Immobilienmärkte zu der Situation kommen, dass Vorteile einer günstigeren Bauweise aufgewogen werden, da die Grundstückspreise im Vergleich hierzu noch höher liegen. Allerdings bietet der Bungalow hinsichtlich der Barrierefreiheit im Alter und der Ausbaufähigkeit eine Reihe enormer Vorteile gegenüber klassischer Bautypen, die es abzuwägen gilt.

 

  • Eigentümer älterer Gebäude, gerade aus der starken Wachstumsperiode der 1960er und anschließenden 1970er Jahre, stehen vor einem anderen Problem. Die energetische Sanierung und Modernisierung, im Wohneigentum wichtiger als bei Anlageobjekten, ist weitaus kostspieliger. Der Grund liegt in den weitaus größeren Dach- sowie Außenflächen, also jenen neuralgischen Punkten, die bei mangelnder Dämmung angegangen werden müssen.

 

  • Flachdächer mit zu geringer Neigung, die gerade bei einfachen Modellen Anwendung fanden, können die Anstauung von übermäßigem Regenwasser verstärken. Diese Kraftauswirkung kann die darunterliegende Dämmung beeinträchtigen und aufwendige Ausgleichsmaßnahmen nötig machen. Analog zu Wärmeschutzmaßnahmen, kann es bei Modellen mit Baujahr vor den ersten Energiesparverordnungen, zu undichten Stellen kommen.

Mit der L-Form einen Innenhof gestalten

Die gute Vermietbarkeit von Bungalows liegt auch darin begründet, weil sich aufgrund der variablen Grundfläche eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt. Das muss zwangsläufig nicht mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden sein, denn Annehmlichkeiten können mithilfe einer veränderten Grundfläche realisiert werden. Die L-Form eignet sich besonders für Familien, die dadurch eine Art zweiten Garten umsetzen können. Zentral angesetzt, kann der Zugang über die Küche oder den Wohnbereich gelegt werden. Dadurch erhält jeder Wohnraum sein eigenes Maß an Privatsphäre und ist dennoch ohne Barrieren erreichbar.

Dasselbe, als eine Art Anhang, lässt sich mit dem viereckigen Grundriss umsetzen. Derart geformte Bungalows versprechen, bei entsprechendem Grundstück, einen umfassenden Panoramablick aus beinahe jedem Zimmer. Das Haus kann dann so strukturiert werden, dass entweder eine Seite als allgemeiner Wohnbereich dient oder als Kreuzform die Zugänge über Flure gestaltet werden. Dieser Bautyp wird gerne bei gewerblich genutzten Objekten gewählt, da er das Zentrum der Immobilie als Treffpunkt für Ruhezonen ausweist.

Bungalows aus der Sicht des Anlegers

Aus der Sicht eines Anlegers sind Bungalows vor allem dann gefragte Objekte, wenn es sich um solche in gehobenen Wohngegenden handelt und diese auf dem neuesten energetischen Stand sind. Mittlerweile zählen sie zu den Haustypen, die auch zur Miete verstärkt angeboten werden. Dadurch erschließt sich eine größere Zahl an potentiellen Interessenten, denn das Thema Barrierefreiheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ältere, in der Regel finanzstarke Menschen suchen, ob nun als Wohn- oder Ferienimmobilie, insbesondere Bungalows in L-Form. Hier ist jeder Außen- und Innenbereich leicht und barrierefrei erreichbar. Auch ergibt sich durch die oftmals größeren Glasfronten ein entsprechender Lichteinfall. Hierdurch wird bei den Energiekosten eingespart.

Eine höhere Rendite fördernd ist auch der Umstand, dass Bungalows in der „Herstellung“ meist günstiger sind als vergleichbare Massivhäuser in Fertigbauweise. Es kann also ganz nach Bedarf eine Raumaufteilung umgesetzt werden. Gerade in strukturschwachen Regionen, die derzeit noch am Subventionstropf hängen, lohnt sich das Investment. Der geringere Kaufpreis für das Grundstück, parallel zu den niedrigeren Baukosten in Fertigbauweise, senkt die Erwerbskosten drastisch.

Wohnhaus oder Ferienhaus?

Bungalow: Wohnhaus oder Ferienhaus

Bungalows - individuell auf einer Ebene

Der Begriff „Bungalow“, ursprünglich im Indogermanischen Sprachgebrauch mit dem Wortstamm „baṅglo“ oder „bāṃlā/bāṃlo“ verbunden, entwickelte sich über die in England vorherrschende Alltagssprache ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. Als urtümliche Wortbedeutung konnte darunter das „Sommerhaus“ verstanden werden, also eine Art Rückzugsort an der Küste, am Binnensee oder in einem Kurort. Eine Kombination daraus, nunmehr mit soliden Wänden und mit allen üblichen Anschlüssen versehen, wurde seit den frühen 1960ern in Deutschland populär. Allerdings bezog sich dieser Boom auf Vorortgebiete größerer Städte und Metropolen, in Innenstadtlagen sind derartige Bautypen nur äußerst selten anzutreffen.

Der Bungalow kann sowohl Wohnhaus als auch Ferienhaus sein, wobei bei Letzterem insbesondere aus Kostengründen auf diesen Bautyp gesetzt wird. Unterschiede werden hinsichtlich der Dachform vorgenommen, vor allem Bauten der 1980er-Jahre wurden vorzugsweise in Walmdachbauweise errichtet und mit anderen Bautypen in Einfamilienhaussiedlungen vermischt. Heutzutage wird ein Großteil der neu errichteten Bungalows in Fertigbauweise produziert. Die Preisspanne liegt bei Ferienobjekten im niedrigeren Bereich, bei Wohnimmobilien hingegen nahe dem allgemeinen Preisniveau für mehrgeschossige Einfamilienhäuser. Die Verteilung der Wohnfläche auf einer Ebene, gegebenenfalls mit Unterkellerung, gibt Bauherren jedoch ein weitaus höheres Maß der Gestaltung. Auch wirken Bungalows repräsentativer und werden deshalb zunehmend ebenso als Gewerbeimmobilie genutzt.

Fazit

Der Objekttyp Bungalow zeichnet sich durch eine flexible Wohnflächennutzung aus und sichert insbesondere im Alter die Grundlagen für barrierefreies Wohnen. Familien und Paare können ganz nach eigenem Belieben mit individuellen Grundrissformen ihren Traum vom Eigenheim erfüllen. Die im Regelfall niedrigeren Baukosten, vor allem dank eines modularen Aufbaus, erweitern den Spielraum für größere Wohnflächen und damit verschiedene Nutzungsarten. Allerdings sind viele Altobjekte noch unter marginalen oder gleich ganz fehlenden Energiesparverordnungen und anderen Grundsätzen errichtet worden – ein Investitionsstau ist die Folge, wodurch sich die Erwerbskosten unverhältnismäßig erhöhen können.

Zudem erfordert die ungünstige Wärmebilanz, gerade aufgrund der ebenerdigen Bauweise, höhere Investitionen in den Wärme- und Dämmschutz. Dieser richtet sich nach der Wand- und Dachfläche und ist daher ein nicht unwesentlicher Teil der Folgekostenrechnung.

Durch die Kombination respektive den fließenden Übergang zu Garten- und Außenflächen vereint der Bungalow auch repräsentative Zwecke. Aus diesem Grunde bieten sich Entwicklungschancen für Anleger vor allem im peripheren Raum einer größeren Agglomeration oder in den Vororten an. Die Nachfrage kommt in erster Linie von Gewerbetreibenden und Angehörigen der freien Berufe. Eigentümer können Wünschen der Mieter näher entsprechen, da die Fertigbauweise (modularer Aufbau) eine problemlose Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse ermöglicht. 

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