100% Finanzierung

Mit der 100% Finanzierung gibt es tatsächlich ein Mittel, ohne einzusetzendes Eigenkapital die Finanzierung einer Immobilie zu bewerkstelligen. Sie steht unter bestimmten Voraussetzungen und ist beispielsweise daran geknüpft, dass ausreichend Sicherheiten gegeben sind. Auch wird bankintern nach einem Rasterverfahren geprüft, ob und bis zu welcher Kreditsumme die Vermögenssituation von Privatleuten für eine solche 100% Finanzierung ausreicht.

Baufinanzierungsrechner

In der Praxis zählt diese Finanzierungsart nicht zum standardisierten Kreditgeschäft, es gibt also nur wenige Vergleichsmöglichkeiten. Auch haben manche Institute weitere Grundsätze, etwa der, dass lediglich langjährige Stammkunden in Genuss dieser Kreditvariante kommen. Tatsächlich muss zwischen zwei Arten der 100% Finanzierung unterschieden werden. Bei Variante 1 übernimmt die Bank tatsächliche alle Kosten des Hauserwerbs, also beispielsweise Maklergebühren, Notarkosten, Gerichtskosten und eventuelle Grunderwerbsteuern. Variante 2 führt dazu, dass der Kreditnehmer lediglich die reinen Nettoerwerbskosten finanziert bekommt. Die Nebenkosten, die regelmäßig um zehn oder mehr Prozent liegen, müssen selbst getragen werden.

Wie wird das Darlehen getilgt?

Die 100% Finanzierung funktioniert im Grunde wie ein klassisches Annuitätendarlehen, wo sich die monatliche Rate aus dem Tilgungs- und dem Zinsanteil zusammensetzt. Je nachdem, welche Variante gewählt wurde, kann der tatsächliche Kaufpreis bei bis zu 110 Prozent des Immobilienwertes liegen. Es fallen die üblichen Kosten einer Finanzierung an, wie mögliche Bearbeitungsgebühren oder Bereitstellungszinsen. Zieht sich die Kaufabwicklung also hin oder wird nachverhandelt, wird die Bank nach einer gewissen Zeit eine Verzinsung für das abrufbare Darlehen in Rechnung stellen. Üblich ist in solchen Fällen außerdem der Abschluss einer Restschuldversicherung. Sie soll vor den finanziellen Folgen einer Arbeitslosigkeit oder Krankheit schützen. Banken dürfen die Kosten hierfür allerdings nicht in dem zu zahlenden effektiven Zinssatz mit einfließen lassen. Beim Vergleich sind deshalb solche Kosten extra in den Kreditrechner einzutragen. Da nicht wie üblich nur 50 Prozent der Kaufsumme verzinst werden, sondern eben 100 Prozent, wirken sich schon kleinere Zinssteigerungen stark auf die monatliche Belastung aus. Allerdings kann sich auch das lohnen, wenn beispielsweise auf stetige Wertzuwächse in beliebten Vierteln gesetzt wird. 

Höhere Zinsen durch höheres Risiko?

Wie auch sonst üblich, wird die Bank beziehungsweise die Hypothek im Grundbuch eingetragen. Die Bank kann also unter bestimmten Voraussetzungen die Immobilie verwerten, etwa bei sinkendem Marktwert oder ausbleibenden Annuitäten. Um das Risiko zu vermindern, das durch 110% Finanzierungen entstehen kann, arbeiten sie mit dem Niederstwertprinzip. Unabhängig davon, ob die Immobilie vielleicht für einen höheren Kaufpreis abgestoßen werden kann, sind deshalb mittlerweile nur noch 100% Finanzierungen üblich. Nur bei besonders guten Bonitätseinstufungen kommt es vor, dass auch höhere Beträge gewährt werden. Der Effekt der höheren Zinsen kann etwas vermindert werden, indem von Anfang an ein höherer Tilgungssatz vereinbart wird. Wie viel tatsächlich möglich ist, lässt sich durch eine umfassende Haushaltsrechnung feststellen. Grundsätzlich sollte der Anteil aber trotz 100% Finanzierung nicht bei mehr als der Hälfte des verfügbaren Einkommens liegen. 

Baufinanzierung einfach gemacht
Wir zeigen Ihnen, wie es richtig geht
  • Zinsen vergleichen unter den besten Anbietern
  • Wer würde mich finanzieren?
  • Wieviel Haus kann ich mir leisten?
  • Mieten oder Kaufen - Was ist für Sie besser?
  • Günstige Konditionen für Ihren Ratenkredit

Vergleichen lohnt sich. Das gilt insbesondere für die Finanzierung einer Immobilie.