Was dich dein Hauskredit wirklich kostet

Hauskreditrechner ermöglichen dir, die Kosten eines Hauskaufs zu berechnen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du unseren Hauskreditrechner richtig nutzt, wie du Hauskredite vergleichen kannst und was du bei der Wahl der Baufinanzierung unbedingt beachten solltest. 


Baukreditrechner
neue Wohnung Dein neues Zuhause warte auf dich. Finde heraus wer dich finanziert.



Startseite › Immobilienfinanzierung › Hauskredit


Lesezeit 7 Minuten | Autor:in Benjamin | Stand 16.04.2021 | 👁‍🗨 13.822 Aufrufe


Das Wichtigste in Kürze

  • Hauskreditrechner helfen dir dabei, die Angebote verschiedener Banken schnell und einfach zu vergleichen. 

  • Um den Kreditrechner effektiv nutzen zu können, musst du bestimmte Werte kennen: Dazu gehören zum Beispiel die Darlehenshöhe, der Sollzins, die Tilgungsrate und die Dauer der Zinsbindung. 

  • Auch beim aktuell niedrigen Zinsniveau kannst du durch einen Vergleich sparen. Handel praktische Vorteile für dich aus wie die Möglichkeit zu kostenlosen Sondertilgungen. 


Inhaltsverzeichnis



Welche Möglichkeiten zur Hausfinanzierung gibt es?

In den allermeisten Fällen musst du einen Kredit aufnehmen, um die Finanzierung einer Eigentumswohnung oder eines Hauses stemmen zu können. Bevor du dich mit der Beantragung des Hauskredits beschäftigen, solltest du dir einen Überblick über die verschiedenen Kreditarten verschaffen und die Zinsen für verschieden Hauskredite vergleichen. Zu den häufigsten Arten des Hausdarlehens gehören dabei die folgenden:

Hypothekendarlehen

Der Klassiker bei der Immobilienfinanzierung ist der Hauskredit bei einer Bank, der durch eine Grundschuld abgesichert wird. Dieses sogenannte Hypothekendarlehen bietet zumeist günstige Zinsen für den Hauskredit. Insbesondere vor dem Hintergrund des gegenwärtig historisch niedrigen Zinsniveaus sind auch die Zinsen für eine Baufinanzierung durch einen Immobilienkredit so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Unter den Hypothekendarlehen wird das Annuitätendarlehen am häufigsten genutzt, dessen Merkmale sich wie folgt gestalten:

  • Es wird vorab eine monatliche Rate festgelegt, die über den gesamten Tilgungszeitraum gleichbleibt.

  • Die Rate setzt sich aus einem Tilgungsanteil und einem Zinsanteil zusammen. 

  • Mit jeder gezahlten Monatsrate steigt der Tilgungsanteil, während der Zinsanteil sinkt.

In einigen Fällen werden auch das Forward-Darlehen oder das Volltilgerdarlehen genutzt. Schließlich ist ebenso eine Vollfinanzierung möglich, in der kein Eigenkapital verwendet wird – dies lohnt sich jedoch nur für die wenigsten Darlehensnehmern.

Bausparkredite

Auch Bausparkassen bieten Darlehen an. Dabei lassen sich zwei Arten unterscheiden:

  • Zum einen gibt es den Hauskredit aus einem laufenden Vertrag heraus. Hier ist die Sparphase des Bausparvertrages bereits beendet und damit besteht Anspruch auf das meist zinsgünstige Darlehen.

  • Zum anderen gibt es den Bausparsofortkredit, bei dem ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. Dieser muss zuerst bespart werden, um das Darlehen später in Anspruch zu nehmen. Durch einen Zwischenkredit, auch Vorschaltdarlehen genannt, wird die Sparphase überbrückt. Der Bausparsofortkredit wird meist genutzt, um sich über die Gesamtlaufzeit der Hausfinanzierung einen niedrigen Zinssatz zu sichern. Kreditnehmer:innen sollten jedoch beachten, dass bei diesem Sofortdarlehen die Gesamtkosten und der Effektivzins schwierig zu errechnen und zu vergleichen sind.


Ein wichtiger Tipp:

Berücksichtige beim Hauskreditvergleich unbedingt den gesamten Effektivzins über die komplette Laufzeit des Angebots und achte auf die Transparenz des Angebots.


Kapitallebensversicherungen als Geldquelle

Eine eher selten gewählte Konstellation bei der Finanzierung ist das Versicherungsdarlehen. Dabei wird eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen und bespart. Das Geld für den Hauskauf kommt durch eine Vorfinanzierung, die bei Fälligkeit der Versicherung durch deren Ausschüttung zurückgezahlt wird. Mit dieser Art der Finanzierung sind jedoch vor dem Hintergrund der Euro- und Finanzkrise und den Verwerfungen an den Kapitalmärkten erhebliche Risiken verbunden:

  1. Erhebliche Kosten belasten oftmals die abgeschlossenen Verträge und sind erst bei Kündigung oder Vertragsabschluss ersichtlich.

  2. Häufig hat der Verbraucher schon jahrelang eingezahlt. Unter Umständen kann er die Restschuld für die vorfinanzierte Immobilie nicht mehr komplett bedienen.

Viele Darlehensnehmer:innen haben in den vergangenen Jahren auf diese oder ähnliche Weise ihr Eigenheim verloren. Deshalb ist jene Form der Hausfinanzierung nur für Kund:innen mit einem hohen und sicheren Einkommen sinnvoll. 


Grundsätzlich gilt dabei:

Der gesamte Finanzierungsplan sollte vorab mit einem:einer Steuerberater:in gründlich durchgerechnet und alle auftauchenden Eventualitäten beachtet werden. Hier kann die Konsultation eines Hauskreditrechners bereits frühzeitig Hürden sichtbar machen.


Förderdarlehen

Es gibt viele staatliche Förderungsmöglichkeiten beim Kauf oder Bau eines Hauses. Zwei wichtige sind die Darlehen der KfW-Bankengruppe und die Zulagen nach dem Eigenheimrentengesetz, auch Wohn-Riester genannt. Darüber hinaus bieten alle Bundesländer der Republik zahlreiche weitere Förderprogramme an, die auf Ebene der Länder und oft auch auf kommunaler Ebene vergeben werden.

Im Fokus stehen dabei zinsverbilligte Immobilienkredite oder Zuschüsse, von denen vor allem Familien mit geringem Einkommen profitieren können. Je nach familiärer Situation und Bundesland können die Höchstgrenzen für förderungsberechtigte Einkommen stark variieren – ein beratendes Gespräch bei der Kommunalverwaltung kann oft bereits die wichtigsten Fragen klären.

Welche Anbieter derartige Förderprogramme in der Nähe des Kreditnehmers betreuen und zu welchen Konditionen diese bewilligt werden, kannst du bei der Landkreis- und Stadtverwaltung in Erfahrung bringen. Für Häuser, die unter Denkmalschutz stehen, gibt es ebenfalls zahlreiche Förderprogramme auf Länderebene. Auch hier ist es ratsam, sich zuerst bei der Denkmalbehörde oder dem Bauamt der jeweiligen Kommune zu informieren, unter welchen Konditionen diese Fördermittel vergeben werden.


Was beim Darlehen für das Haus beachtet werden sollte: Die Checkliste

Es kann sich für zukünftige Hausbesitzer:innen lohnen, während des Hausbaus auf einen Immobilienkredit zu setzen. Wenn du dich auf die Such nach dem passenden Kredit machst, solltest du diese Checkliste im Hinterkopf behalten: 

  • Der effektive Jahreszins sollte möglichst niedrig sein. 

  • Es ist zu prüfen, inwiefern die Kombi-Finanzierung aus Hypotheken- und Bauspardarlehen günstiger ist.

  • Der Gesamteffektivzins bei Kombinationsangeboten ist zu beachten. 

  • Bearbeitungsgebühren sollten geringgehalten oder vermieden werden.

  • Bei günstigem Zinsniveau mit steigenden Tendenzen sollten lange Zinsbindungen angestrebt werden. 

  • Bei hohem Zinsniveau mit fallenden Tendenzen sollten kurze Zinsbindungsfristen oder variable Darlehen gewählt werden.

  • Vereinbare Möglichkeiten zur Sondertilgung. 

  • Vorfälligkeitsentschädigungen sind zu vermeiden.

  • Es ist zu beachten, dass die Rate nach Ablauf der Zinsbindung steigen kann. 

  • Der Hauskredit-Vergleich mehrerer Hauskreditangebote kann bares Geld sparen


Unser Tipp:

Wenn möglich, solltest du ergänzend zinsbringend ansparen, um die Restschuld zum Ende der Zinsbindungsfrist wenigstens teilweise tilgen zu können.


Checkliste für deinen Hauskredit Die Punkte solltest du bei deinem Hauskredit im Hinterkopf haben.

Welche Regeln ergeben sich bezüglich der neuen Verordnung?

Seit Mitte 2010 gilt eine neue Verordnung, wonach bei der Bewerbung von Immobilienkrediten gewisse Grundsätze beim effektiven Jahreszins beachtet werden müssen. Angebote werden hierdurch transparenter – dafür sollen die Regelungen der Preisangabenverordnung (PAngV) sorgen. 

So wird beispielsweise nach § 6 a PAngV verlangt, dass Kreditgeber in ihrer Werbung ein repräsentatives Beispiel angeben. Dieses Beispiel soll zudem einen Zinssatz enthalten, den mindestens zwei Drittel aller Kund:innen bei der entsprechenden Bank tatsächlich erhalten können. Ein solches Beispiel muss deshalb unter anderem auch beim Hauskreditrechner gegeben sein, damit sich künftige Kreditnehmer:innen besser orientieren können. 


Was gilt es beim Sollzins zu beachten?

Der Sollzinssatz ist in § 489 Abs. 5 BGB definiert. Demnach kann dieser sowohl gebunden als auch veränderlich sein. Von einem gebundenen Sollzinssatz ist dann die Rede, wenn ein und derselbe Zinssatz über die gesamte Vertragslaufzeit gilt oder es mehrere Zinssätze gibt, die jeweils prozentual eindeutig sind. Er gilt auch als Nominalzins, denn er bezieht sich auf die Darlehenssumme, ohne tatsächlich weitere Kosten zu berücksichtigen. Dazu zählt beispielsweise die Bearbeitungsgebühr.

Manche Darlehensverträge für Immobilien weisen spezielle Preisanpassungsklauseln auf. Darin wird dann vereinbart, dass der Sollzinssatz entsprechend geändert werden kann, wenn Referenzzinssätze sich verändern. Der Hauskreditrechner kann mit verschiedenen Zinssätzen gespeist werden, um einen groben Überblick über die Auswirkungen solcher Zinsänderungen zu geben. 

Zum Vergleich eignet dieser sich aber nur bedingt, denn die Preisangabenverordnung sieht hierfür explizit die Angabe eines Effektivzinses vor. Hier sind dann übliche Nebenkosten enthalten, die einen Vergleich bei derselben Zinsfestschreibungsdauer ermöglichen – bei den Nebenkosten handelt es sich beispielsweise um Bearbeitungsgebühren oder Kontoführungsgebühren.


Wie kann der Hauskreditrechner von ImmoScout24 verwendet werden?

Um den Hauskredit berechnen zu können, musst du zuerst den Kaufpreis sowie das Eigenkapital festlegen. Während Kreditnehmer:innen beim Kaufpreis zwischen 20.000 und 500.000 Euro wählen können, besteht beim Eigenkapital eine Spanne von 0 bis 500.000 Euro.

Sind die Angaben gemacht, ermittelt der Hauskreditrechner direkt den Nettodarlehensbetrag sowie die monatliche Rate. Wird auf den Button "Jetzt berechnen" geklickt, lassen sich noch weitere Angaben machen:

  1. der Wohnort, um das Angebot zuzuschneiden

  2. die Finanzierungsart 

  3. das Beschäftigungsverhältnis des Kreditnehmers

  4. die Kaufnebenkosten

  5. die gewünschte Tilgungsrate und die gewünschte Zinsfestschreibung

Anhand dieser Daten kann der Hauskreditrechner dir die gesamten Kosten für die Finanzierung ausrechnen und aufzeigen, wie viel Restschuld zum Ende der Sollzinsbindung übrigbleibt. 

Darüber hinaus lässt sich so bereits frühzeitig erkennen, ob eine Anschlussfinanzierung nach Ende der Zinsbindungsfrist als wahrscheinlich erachtet werden kann und wie hoch diese ausfallen wird. Diese kann dann rechtzeitig mit einem Forward-Darlehen realisiert werden, mit dem du dir ein möglicherweise günstiges Zinsniveau wie aktuell sichern kannst. 


Ein Hinweis:

Bei der Angabe des Eigenanteils sollte bedacht werden, dass vom Eigenkapital meist auch einige Nebenkosten gezahlt werden – so etwa die Notargebühren. Aus diesem Grund sollte das Eigenkapital nicht zu hoch angesetzt werden.


Förderung für eine Hausfinanzierung Das solltest du bei der Berechnung berücksichtigen.

Welche weiteren Rechner kann ich nutzen?

  1. Sämtliche Kosten für den Baukredit kalkuliert der Baufinanzierungsrechner und berücksichtigt dabei verschiedenste Finanzierungsmöglichkeiten.

  2. Damit zukünftige Eigenheimbesitzer:innen besser ermitteln können, wie hoch die Darlehensrate zur Tilgung des Immobilienkredits maximal sein darf, steht auch ein Haushaltsrechner zur Verfügung. In diesem können Gesamteinkommen und Gesamtausgaben eingetragen werden. Anschließend ermittelt der Haushaltsrechner, wie viel Spielraum zur Finanzierung der eigenen Immobilie bleibt.

  3. Darüber hinaus werden zwei verschiedene Mietrechner angeboten. Der erste bietet Mieter:innen die Möglichkeit herauszufinden, ob die aktuelle Miete angemessen ist. Dabei nutzt der Mietrechner die Adresse des Interessenten, um die ortsübliche Miete zum Vergleich heranzuziehen. Bei dem zweiten handelt es sich um einen Mieten-oder-Kaufen-Rechner: Hier kannst du die Kosten für Kauf und Miete gegenüberstellen, um herauszufinden, welche Art des Wohnens in deine Fall günstiger ist.


Weitere Rechner für deinen Hauskredit Weitere Rechner für deinen Hauskredit


FAQ

Welche Arten von Hauskrediten für die Baufinanzierung gibt es?

Wie kann ich mithilfe des Kreditrechners Angebote vergleichen? 

Auf welche Aspekte muss ich beim Hauskredit achten? 

Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Hauskredit? 

Welche weiteren Rechner helfen mir bei der Planung der Baufinanzierung? 

Gut beraten mit ImmoScout24


Benjamin: Redaktion Baufinanzierung

 

3 Nutzer fanden diesen Artikel hilfreich. Hilf uns noch besser zu werden. Hinterlass uns eine Bewertung

oder sende uns eine Nachricht an: baufinanzierung-info@scout24.com



Wie gefällt Ihnen diese Seite?

▷ Häufig geklickt: 5 Rechner für eine solide Finanzplanung


1

Haushaltsrechner

Regelmäßiges, planbares Einkommen und fixe Ausgaben: Die Haushaltsrechnung bildet die Basis für eine solide Finanzplanung.

Zum Haushaltsrechner

2

Eigenkapitalrechner

Bereche dein verfügbares Kapital. Welchen Anteil willst du der Finanzierung beisteuern, was bleibt als Reserve?

3

Belastbarkeitsrechner

Kreditrahmen und Tilgungsrate, was passt noch zu deinen Einkünften? Ermittle die maximale Tilgungsrate!


4

Tilgungsrechner

Wie verhält sich Zinsanteil und Restschuld im monatlichen Verlauf? Berechne den monatlichen Restschuldbetrag.

5

Baufinanzierung

Du hast alle Berechnungen gemacht? Vergleiche nun die Konditionen und kontaktiere unverbindlich Anbieter!



  • Newsletter Icon ImmoScout24

    Bleib auf dem neusten Stand!

    Unser Newsletter informiert dich alle 14 Tage rund um die Finanzierung und bietet dir hilfreiche Tipps. Einfach E-Mail-Adresse eingeben und kostenlos abonnieren.



Synonyme zum Hauskreditrechner



Wenn dir diese Seite geholfen hat gib uns ein Like oder teile diese Seite und schick sie einem Freund oder Freundin.