Grundsätzlich wird die Maklerprovision dann fällig, wenn der Makler eine Immobilie erfolgreich vermittelt hat und ein notariell beurkundeter Kaufvertrag oder der Mietervertrag vorliegt. Hier erfahren Sie mehr über Sonderfälle, über die Maklerprovision und ihre Fälligkeit ohne Maklervertrag und über Situationen, in denen der Makler die Courtage überhaupt nicht verlangen darf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags wird die Provision gezahlt. Der festgelegte Kaufpreis stellt die Berechnungsgrundlage für die Höhe der Courtage dar.

  • Auch ohne Maklervertrag müssen Sie bei erfolgreicher Vermittlung Provision zahlen, und zwar normalerweise ebenfalls zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.

  • Bei grober Fahrlässigkeit, Nichtzustandekommen des Vertrags oder Verjährung müssen Sie in den meisten Fällen keine Maklerprovision entrichten.

  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis. Sie können sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.


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Maklerprovision – ist die Fälligkeit beim Hausverkauf geregelt?

Prinzipiell wird die Maklerprovision immer dann fällig, wenn der Makler seiner vertraglich geregelten Pflicht nachgekommen ist. Das ist dann der Fall, wenn er erfolgreich einen Interessenten für den Hauskauf gefunden hat und der Kaufvertrag unterschrieben ist. Der abgeschlossene und notariell beurkundete Kaufvertrag stellt dabei den Zeitpunkt für die Fälligkeit der Maklerprovision dar. Die Berechnungsgrundlage für die Höhe der Maklerprovision ist der vertraglich festgelegte Kaufpreis. Im Maklervertrag wird die Höhe der Provision, die sich prozentual am Kaufpreis bemisst, schriftlich festgehalten.

Wichtig ist dabei auch, dass der Makler die folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  • Verkauf nach bestem Wissen und Gewissen

  • Gültige Gewerbezulassung des Maklers

  • Kausaler Zusammenhang zwischen Arbeit des Maklers und Interesse des Käufers

  • Kein Interessenskonflikt vorhanden

Die Maklerprovision wird in der Regel von Käufer und Verkäufer zu gleichen Teilen getragen. Eine Ausnahme bilden die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg: Hier zahlt in den meisten Fällen nur der Käufer die Provision.

Mehr über die Höhe der Maklerprovision beim Hausverkauf und die Frage, wer diese tragen muss, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann wird eine Maklerprovision bei der Vermietung fällig?

Auch bei der Vermietung von Immobilien gilt in Sachen Maklerprovision, dass die Fälligkeit bei Vertragsabschluss gegeben ist. Die Kausalität ist ebenfalls wichtig – das heißt, der Mieter muss durch die aktive Mithilfe des Maklers gefunden worden sein. Meistens ist es seit Einführung des Bestellerprinzips der Vermieter, der die Courtage trägt. Diese darf nicht mehr als 2 Nettokaltmieten zuzüglich der Mehrwertsteuer betragen. Sollte der Mietvertrag nicht zustande kommen, ist auch keine Courtage fällig. Allerdings ist es möglich, vertraglich eine Aufwandsentschädigung für den Makler zu vereinbaren, die nicht mehr als zehn Prozent der erwarteten Kautionszahlung betragen darf.

Was gilt für die Maklerprovision und ihre Fälligkeit, wenn kein Maklervertrag vorhanden ist?

Im §563 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist festgelegt, dass eine Maklerprovision als „stillschweigend vereinbart“ gilt, wenn der Makler die ihm übertragenen Leistungen entsprechend erfüllt. Wenn die Höhe der Provision nicht bestimmt wurde, darf der Makler den üblichen Lohn berechnen. Hier gelten die Rahmenwerte der einzelnen Bundesländer, wobei es auch möglich ist, den Berufsverband der Region zu befragen. Wenn Ihnen die Maklerprovision unverhältnismäßig hoch vorkommt, können Sie vor Gericht Klage einlegen. Das ist allerdings nur möglich, bevor Sie die Courtage zahlen – nachträglich können Sie diesen Betrag nicht mehr mindern.

Es ist nicht empfehlenswert, ohne Vertrag mit einem Makler zu arbeiten. Der Makler erhält jedoch auch in diesem Fall eine Maklerprovision. Die Fälligkeit entsteht, wenn der Makler die erwünschte Leistung erbracht hat. Meistens ist der Vertragsabschluss zwischen Verkäufer und Käufer oder zwischen Vermieter und Mieter der gegebene Zeitpunkt. Sollten Sie eine Ratenzahlung oder andere Ausnahmen mit dem Makler vereinbaren, ist es wichtig, diese Abmachungen zu dokumentieren.

Hinweis

Auch ohne Vertrag erhält der Makler seine Maklerprovision. Die Fälligkeit entsteht, sobald der Makler nachweisen kann, dass seine Tätigkeit ausschlaggebend für die Immobilienvermittlung war.

In welchen Fällen hat der Makler kein Anrecht auf seine Courtage?

Es gibt einige Ausnahmefälle, in denen der Makler seine Provision nicht verlangen darf. Dabei kommt es auch stets auf die Formulierung im Maklervertrag an. Wenn beispielsweise der Käufer oder Mieter im letzten Moment abspringt, kann es sein, dass die Maklerprovision ihre Fälligkeit behält. Versuchen Sie dementsprechend, als Kriterium für die Fälligkeit der Maklerprovision den abgeschlossenen Kaufvertrag im Maklervertrag unterzubringen. Hier lesen Sie mehr darüber, was mit der Maklerprovision und ihrer Fälligkeit bei Nichtzustandekommen des Hauskaufs passiert.

Darüber hinaus kann der Anspruch des Maklers auf die Zahlung seiner Courtage verjähren. Wenn Sie dem Makler kündigen und danach einen Käufer oder Mieter finden, der zunächst Kontakt zum Makler hatte, besteht eigentlich eine Bindungsfrist zum Makler. Vergehen aber mehr als drei Jahre, verjährt der Makleranspruch und Sie müssen ihm keine Courtage mehr zahlen.

Falls Sie nachweisen können, dass der Makler einen Interessenskonflikt hatte, fahrlässig gehandelt oder wesentliche Mängel verschwiegen hat, ist es möglich, ihm die Courtage auch nachträglich wieder zu entziehen.


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