Infos zum Bestellerprinzip für Verkäufer

Aktueller Stand: Im August 2019 einigte sich der Koalitionsausschuss von Union und SPD auf neue Rahmenbedingungen beim Immobilienverkauf. Künftig sollen sich Käufer und Verkäufer die Courtage bundesweit teilen. Das Bundeskabinett hat Anfang Oktober den „Gesetzentwurf über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ beschlossen.

➝ Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen? Beauftragen Sie einen Makler, solange es in vielen Bundesländern noch kostenlos ist.


Bestellerprinzip für Verkäufer kurz erklärt: Wer einen Makler für den Verkauf oder Kauf einer Immobilie beauftragt, übernimmt mindestens die Hälfte der anfallenden Maklerkosten.  


+++Aktuelle Entwicklungen+++


Wann kommt das Bestellerprinzip beim Immobilienerwerb?

Mitte August einigte sich der Koalitionsausschuss von Union und SPD auf grundlegende Rahmenbedingungen beim Immobilienverkauf. Demnach soll eine bundesweit einheitliche Regelung eingeführt werden. 

Der entsprechende Referentenentwurf wurde Mitte September vom Bundesjustizministerium vorgelegt. Er sieht folgende Regelungen vor:

 

  • Maklerverträge betreffend Wohnungen und Einfamilienhäuser bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (zum Beispiel E-Mail). Einfacher Handschlag genügt nicht mehr. 
  • Wird der Makler aufgrund zweier Maklerverträge als Interessenvertreter für sowohl Käufer als auch Verkäufer tätig, kann er Courtage nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen.
  • Hat dagegen nur eine Partei die Entscheidung zur Einschaltung eines Maklers getroffen, ist sie verpflichtet, die Maklervergütung zu zahlen. Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Partei weiterzureichen, sind nur wirksam, wenn die weitergereichten Kosten maximal 50 Prozent der insgesamt zu zahlenden Courtage ausmachen.
    Das bedeutet: Wer einen Makler für den Verkauf oder Kauf einer Immobilie* beauftragt, übernimmt mindestens die Hälfte der anfallenden Maklerkosten.  

 

Das Bundeskabinett hat Anfang Oktober den „Gesetzentwurf über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ beschlossen. Danach geht der Gesetzesentwurf weiter ins Parlament. Bisher sieht der Gesetzentwurf eine halbjährliche Übergangsfrist vor. 

Da sich die Koalition bereits auf die grundlegenden Rahmenbedinungen geeinigt hat, ist davon auszugehen, dass dieser Entwurf unbeschadet durch den Bundestag und Bundesrat kommt und dann vielleicht schon Anfang 2020 in Kraft tritt. 

* Wohnobjekte mit zwei Wohnungen und mehr und Gewerbeimmobilien sind ausgenommen



Sie möchten 2019 Ihre Immobilie verkaufen?


Anzeige
schalten

Finden Sie den richtigen Käufer für Ihre Immobilie - Dank großer Nachfrage und mit Zufriedenheitsgarantie.

Anzeige schalten

Heute schon den passenden
Makler finden

In unserem Netzwerk geprüfter Immobilienmakler finden Sie den passenden Profi für Ihren Verkauf.

Makler finden


Wer zahlt heute die Maklerkosten beim Verkauf?


Bislang gibt es keine gesetzliche Regelung, wer bei einem Immobilienverkauf die Maklerkosten übernimmt.

In der Immobilienbranche ist es jedoch Brauch, diese weitgehend in dem jeweiligen Bundesland einheitlich anzuwenden, obwohl die Maklercourtage laut dem Wettbewerbsrecht eigentlich frei zwischen Makler und Käufer beziehungsweise Verkäufer ausgehandelt werden könnte.


Wer zahlt wo den Makler?


Je nach Bundesland wird die Provision zur Zeit zwischen Käufer und Verkäufer geteilt oder vom Käufer alleine getragen.


  Käufer Verkäufer
Baden-Württemberg     Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%     
Bayern   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57% 
Berlin   Käufer: 7,14%    Verkäufer: 0%
Brandenburg   Käufer: 7,14%    Verkäufer: 0%
Bremen
Käufer: 5,95%
Verkäufer: 0%
Hamburg   Käufer: 6,25%
Verkäufer: 0%
Hessen   Käufer: 5,95%
Verkäufer: 0%
Mecklenburg-Vorpommern   Käufer: 3,57% Verkäufer: 2,38%   
Niedersachen   je nach Region (0-3,57%) je nach Region (3,57-5,96%)
Nordrhein-Westfalen   Käufer: 3,75% Verkäufer: 3,57%   
Rheinland-Pfalz   Kaufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%
Saarland   Käufer: 3,57%
Verkäufer: 3,57%   
Sachsen   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%
Sachsen-Anhalt   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%
Schleswig-Holstein   Käufer: 3,57%
Verkäufer: 3,57% 
Thüringen   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%


Zögern Sie jetzt nicht mehr. Verkaufen Sie Ihre Immobilie.
Bei uns finden Sie den passenden Makler.

Zögern Sie jetzt nicht mehr. Verkaufen Sie Ihre Immobilie.
Bei uns finden Sie den passenden Makler.






Wie hoch ist die Maklerprovision pro Bundesland?


In Deutschland liegt die Maklerprovision zwischen 3 und 7 Prozent. Der genaue Prozentsatz ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

placeholder



Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmobilienScout24: „Unsere Umfrage verdeutlicht die hohe Bedeutung des Maklers im Verkaufsprozess. Professionelle Immobilienmakler behalten trotz der aktuellen Neuregulierungsvorhaben zur Provisionsteilung für die Mehrheit der privaten Eigentümer eine wichtige Funktion in der Beratung und der Vermittlung ihres Angebots.“


Ihr Verkäufer-Newsletter
Kostenlos einmal im Monat per E-Mail
Aktuelle Preisentwicklung und Gerichtsurteile
Tipps rund um den Immobilienverkauf


Wie gefällt Ihnen diese Seite?