Leider ist es nur in wenigen Fällen möglich, die Maklerkosten beim Hausverkauf von der Steuer abzusetzen. Als Vermieter oder Mieter haben Sie bessere Chancen. Hier erfahren Sie, welche Kosten absetzbar sind und wie Sie darüber hinaus als Hausverkäufer sparen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Hausverkäufer können Sie nur die Maklerprovision bei Mietobjekten, für die Sie im Tausch ein neues Mietobjekt kaufen, von der Steuer absetzen.
  • Beim Hauskauf ist es nur bei einer beruflich bedingten Kaufentscheidung oder bei der anschließenden Vermietung der Immobilie möglich, die Maklerkosten abzusetzen.
  • Andere Nebenkosten aus dem Verkauf sind für Hausverkäufer allerdings steuerlich absetzbar.
  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis. Hier können Sie sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.

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Sind die Maklerkosten beim Hausverkauf steuerlich absetzbar?

Wenn Sie ein Haus verkaufen, können Sie die Maklerkosten leider nicht steuerlich absetzen. Sie gelten als Teil der Nebenkosten für den Verkauf. Allerdings müssen Sie nicht in jedem Bundesland Maklerkosten zahlen, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen zahlt der Käufer 100 Prozent der MaklerprovisionHier erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn Sie ein Mietobjekt besitzen und dieses verkaufen, um direkt eine neue Immobilie, die Sie vermieten wollen, zu erwerben, können Sie die Maklerprovision als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Hier prüft das Finanzamt sehr genau, weshalb Sie alle nötigen Beweise zusammenstellen sollten.

Auch als Käufer können Sie die Kosten für die Maklergebühren nicht von der Steuer absetzen, da sie zu den Anschaffungsnebenkosten gehören. Die einzige Ausnahme besteht dann, wenn Sie das Haus oder die Wohnung nicht selbst nutzen, sondern das Objekt nach dem Kauf vermieten. Dann gehört die Maklerprovision nämlich zu den Gesamtanschaffungskosten und wird auf den Kaufpreis aufgeschlagen. So mindern sich die Steuern bei der Abschreibung der Immobilie für Sie.

Kann ich die Maklerkosten bei der Vermietung steuerlich absetzen?

Ja, als Vermieter einer Immobilie dürfen Sie die Maklerprovision von der Steuer absetzen. Das ist deshalb relevant, weil seit 2015 das Bestellerprinzip in Deutschland gilt. Dementsprechend müssen Sie als Auftraggeber die volle Provision für den Makler zahlen, wenn es sich um ein Mietobjekt handelt. Die Provision zählt dementsprechend zu den Werbungskosten, die Sie haben, um einen neuen Mieter zu finden.

Wenn Sie als Mieter eine Maklerprovision zahlen müssen, was dank Bestellerprinzip nur in wenigen Fällen zutrifft, können Sie diese nur dann von der Steuer absetzen, wenn Sie das Haus oder die Wohnung beruflich nutzen. Für private Mietobjekte können Sie die Courtage nicht von der Steuer absetzen. In folgenden Fällen gilt die berufliche Nutzung:

  • Zweit- oder Dienstwohnung

  • Versetzung durch den Arbeitgeber

  • Sie sparen durch die neue Wohnung mindestens eine Stunde Anfahrt

  • Deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen durch die neue Immobilie

  • Rückkehr aus dem Ausland

Welche anderen Kosten rund um den Hausverkauf kann ich steuerlich absetzen?

Aber nicht nur an den Maklergebühren können Sie als Hausverkäufer unter Umständen sparen. Auch weitere Nebenkosten, die Ihnen beim Hausverkauf entstehen, sind von der Steuer absetzbar. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für die Wertermittlung, eventuell anstehende Reparaturen und Kosten für Dokumente wie den Energieausweis.

Tipp

Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Steuerberater Tipps geben. Auch ein guter Makler kann Sie dazu beraten, wie Sie die Nebenkosten beim Hausverkauf minimieren und welche Sie von der Steuer absetzen können.

Wichtig ist auch, dass Sie die Spekulationssteuer vermeiden. Diese kann sich mit bis zu 40 Prozent auf den erzielten Gewinn auswirken und diesen beträchtlich schmälern. Indem Sie eine Immobilie erst 10 Jahre nach Erwerb verkaufen oder nachweisen können, dass Sie in den letzten beiden Jahren sowie im Verkaufsjahr selbst in dieser gewohnt haben, erfüllen Sie die Spekulationsfrist und müssen keine Steuer zahlen. Hier erfahren Sie mehr über die Spekulationssteuer.


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Hinweis

Der aktuelle Artikel befindet sich in Phase 2 des Verkaufsprozesses: Verkauf vorbereiten

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