Ein Maklervertrag kommt mit der Unterschrift beider Parteien zustande. Normalerweise legt ein Makler zunächst ein Exposé vor, um einen Eindruck seiner Fähigkeiten zu vermitteln. Hier erfahren Sie, worauf Sie im Maklervertrag achten müssen. Außerdem geht es um die Fragen, ob ein mündlicher Maklervertrag gültig ist und wann Sie die Maklerprovision zahlen müssen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der schriftliche Maklervertrag kommt mit der Unterschrift beider Parteien zustande.

  • Beim Verkauf ist der mündliche Maklervertrag nicht ausgeschlossen.

  • Die Maklerprovision ist normalerweise dann fällig, wenn der Kauf- oder Mietvertrag unterschrieben ist.

  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis. Sie können sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.


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Wann kommt ein Maklervertrag zustande?

Wie jeder Vertrag kommt auch der Maklervertrag zustande sobald beide Parteien unterschrieben haben. Das heißt, dass sowohl Sie als Verkäufer, Käufer, Vermieter oder Mieter und auch der Makler den Vertrag unterschreiben müssen. Eine notarielle Beurkundung ist hier nicht nötig. Meistens schließt der Makler mit beiden Parteien einen Vertrag ab, also sowohl mit dem Käufer als auch mit dem Verkäufer, oder sowohl mit dem Mieter als auch mit dem Vermieter.

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen oder vermieten möchten, gehen Sie so vor, dass Sie zunächst einen oder mehrere Makler aus der Region kontaktieren. Diese erstellen für Sie ein erstes Exposé des Objektes, in dem auch die Provision enthalten ist. Indem Sie dieses Exposé oder den Objektnachweis unterzeichnen, kommt der Maklervertrag zustande. Darüber hinaus hat der Makler einige Informationspflichten, etwa über die Höhe der Provision, einen möglichen Widerruf des Vertrags, seine Identität als Unternehmer und die genauen Inhalte des Maklervertrags.

Es gibt drei verschiedene Arten von Maklerverträgen beim Verkauf von Immobilien:

Art des Maklervertrags Besonderheiten
Einfacher Maklerauftrag Der Makler muss nicht tätig werden, erhält seine Provision jedoch nur im Erfolgsfall.
Alleinauftrag Der Auftraggeber verzichtet auf andere Makler und im Gegenzug wird der beauftragte Makler tätig. Wenn er einen Käufer findet, erhält er die Provision, aber der Auftraggeber darf auch privat suchen.
Qualifizierter Alleinauftrag Der Auftraggeber verzichtet auf andere Makler und wird auch nicht selbst in der Suche tätig. Damit hat der Makler die Garantie, die Provision zu erhalten, sobald er einen Käufer findet.

Worauf sollte ich im Maklervertrag achten?

Wichtig sind im Maklervertrag die Angaben zur Maklercourtage, denn diese stellt einen beträchtlichen Prozentsatz des Kauf- oder Mietpreises dar. Wenn der Maklervertrag zustande kommt achten Sie daher darauf, wann genau die Provision fällig wird und in welchen Fällen Sie nicht zur Zahlung verpflichtet sind. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Hauskauf nicht zustande kommt. Darüber können Sie in diesem Artikel mehr lesen. 

Achten Sie auch auf diese Inhalte im Maklervertrag:

  • Es wird zwischen einfachem Maklervertrag, Alleinauftrag und qualifiziertem Alleinauftrag unterschieden

  • Laufzeit des Vertrags

  • Nötige Aktivitäten des Maklers

  • Höhe der Maklerprovision

  • Zeitpunkt der Zahlung der Maklerprovision

  • Frist des Provisionsanspruchs und mögliche Bindung

Ist auch ein mündlicher Maklervertrag gültig?

Wann ein Maklervertrag zustande kommt ist nicht immer leicht zu erkennen. Ja, auch ein mündlicher Maklervertrag ist für den Immobilienverkauf gültig, obwohl wir dies nicht empfehlen. Laut BGB sind Sie zur Zahlung der Provision verpflichtet, wenn der Makler die ihm übertragene Leistung zu Ihrer Zufriedenheit erfüllt (§653).

Auch, wenn Sie keine genaue Höhe der Provision vereinbart haben, darf der Makler eine Vergütung erwarten. In diesem Fall gilt der übliche Lohn, der in jedem Bundesland für den Verkauf vorgeschrieben ist. Außerdem stellen die regionalen Berufsverbände der Makler Richtwerte zur Verfügung, die Sie konsultieren können.

Wann kommt ein mündlicher Maklervertrag zustande?

Solange der Makler nachweisen kann, dass seine Tätigkeit ausschlaggebend für die Vermittlung der Immobilie war, steht ihm die Provision zu. Wenn Sie nur einen mündlichen Vertrag oder eine Abmachung per E-Mail haben, sollten Sie alle relevanten Korrespondenzen und Abmachungen entsprechend dokumentieren.

Sonderfall Vermietung

Hier ist nur ein schriftlicher Maklervertrag gültig. Für die Vermietung von Immobilien gilt in der Regel eine Maklerprovision in Höhe von zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer.

Wann ist die Maklerprovision fällig?

Die Fälligkeit der Maklerprovision ist normalerweise im Maklervertrag genau festgehalten. In den meisten Fällen ist es der notariell beurkundete Kaufvertrag oder der erfolgreich unterschriebene Mietvertrag, der für die Zahlung der Courtage ausschlaggebend ist. In diesem Vertrag ist auch die endgültige Höhe des Kauf- oder Mietpreises festgelegt, die wiederum die prozentuale Maklerprovision bestimmt.

In diesem Artikel können Sie nachlesen, wann und wie Sie die Maklerprovision verhandeln können, um idealerweise zu sparen.


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