Immobilie verkaufen? Jetzt passenden Makler finden!

Laut Gesetz ist die Maklerprovision immer verhandelbar, obwohl es in jedem Bundesland für den Verkauf von Immobilien empfohlene Sätze für die Courtage gibt. Hier erfahren Sie, wie hoch die Provision beim Verkauf und Vermieten von Immobilien normalerweise ist, wann Sie die Courtage festlegen sollten und mit welchen Argumenten Sie die Maklerprovision am besten reduzieren – und so bares Geld sparen. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Immobilienverkauf trägt der:die Verkäufer:in mindestens die Hälfte der Maklerprovision. 
  • Bei der Vermietung von Immobilien trägt meist der:die Vermieter:in laut Bestellerprinzip die Maklercourtage. 
  • Trotz der empfohlenen Provisionen ist die Maklerprovision immer verhandelbar. 
  • Die Höhe der Courtage sollte unbedingt im Maklervertrag festgehalten sein.  
  • Ein:e erfahrene:r Makler:in erzielt für Sie einen Top-Verkaufspreis. Hier können Sie sich kostenlos drei passende Makler:innen aus Ihrer Region empfehlen lassen. 
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Maklerprovision verhandeln

Wie hoch ist die Maklerprovision normalerweise?

Sowohl beim Verkauf als auch bei der Vermietung von Immobilien wird eine Maklerprovision fällig, wenn Sie sich entscheiden, die Hilfe eines Profis in Anspruch zu nehmen. Das ist vor allem für Immobilienverkäufer:innen, die selbst wenig Erfahrung auf dem Markt haben und sich Zeit und Mühe sparen möchten, eine gute Option. Grundsätzlich kann die Maklerprovision frei verhandelt werden.  

Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen, wird die Provision prozentual anhand des im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreises berechnet. Dabei gelten die marktüblichen Sätze des jeweiligen Bundeslands.  

Bundesland Maklerprovision insgesamt
Baden-Württemberg 7,14 %
Bayern 7,14 %
Berlin 7,14 %
Brandenburg 7,14 %
Bremen 5,95 %
Hamburg 6,25 %
Hessen 5,95 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 %
Niedersachsen 7,14 %
Nordrhein-Westfalen 7,14 %
Rheinland-Pfalz 7,14 %
Saarland 7,14 %
Sachsen 7,14 %
Sachsen-Anhalt 7,14 %
Schleswig-Holstein 7,14 %
Thüringen 7,14 %
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Neue Regelung für den Immobilienverkauf

Seit Dezember 2020 ist ein neues Gesetz des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) in Kraft, das den Umgang mit der Maklerprovision regelt. Demnach muss der:die Auftraggeber:in (meistens der:die Verkäufer:in) bei einer erfolgreichen Vermittlung und bei Abschluss eines notariellen Kaufvertrags mindestens 50 Prozent der Provision übernehmen. Käufer:innen müssen einem höheren Anteil oder gar einer Übernahme der gesamten Provision beim Kauf nicht mehr zustimmen. 

Bei Mietobjekten gilt gemäß den gesetzlichen Regelungen das sogenannte Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass die Person, die den Makler beauftragt – meistens der:die Vermieter:in – dafür zuständig ist, die Courtage zu bezahlen. Diese beträgt maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich der Mehrwertsteuer von 19 Prozent, also 2,38 Kaltmieten. Auch hier ist aber Raum für Verhandlung. 

Sollten Sie ein Haus mit oder ohne Makler verkaufen? In diesem Artikel können Sie sich darüber informieren, welche Vor- und Nachteile es bietet, einen Makler zu beauftragen. 


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Wann sollte man die Maklercourtage verhandeln?

Wichtig ist, dass Sie die Höhe der Maklercourtage schriftlich mit dem Makler vereinbaren – ob als Mieter:in oder Vermieter:in, als Käufer:in oder Verkäufer:in. Meistens haben sogar beide Parteien einen Vertrag mit dem Makler. Nach dem neuen Gesetz ist ein schriftlicher Maklervertrag bei privaten Immobilienverkäufen verpflichtend.  

Sobald die Höhe vertraglich beschlossen ist, lässt sich nur noch in Ausnahmefällen über die Maklerprovision verhandeln. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie nachweisen können, dass die Maklercourtage unverhältnismäßig hoch ist, also beispielsweise die gesetzlichen Sätze übersteigt. Mithilfe eines Gesetzesurteils können Sie die Provision dann trotz der bestehenden Vereinbarung auf einen angemessenen Beitrag herabsetzen lassen. 


Maklerprovision verhandeln

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Hinweis: Verhandlungen über Maklerprovision nur vor Provisionszahlung möglich

Das geht nur, bevor Sie die Provision bezahlt haben! Einen entrichteten Lohn können Sie laut §655 des BGB nicht mehr ändern. 

Wie kann ich die Maklerprovision am besten verhandeln?

Um die oben in der Tabelle genannten Richtwerte, die einen großen Prozentsatz des Gesamtpreises ausmachen, zu reduzieren, können Sie die Maklercourtage verhandeln. Dies sollte vor Abschluss des Maklervertrags geschehen – und natürlich sollten Sie die vereinbarte Courtage schriftlich festhalten.  


Maklerprovison verhandeln

Diese Argumente helfen Ihnen bei der Verhandlung der Maklerprovision: 

  • Wettbewerb zu konkurrierenden Makler:innen: „Ihr Kollege hat mir ein besseres Angebot gemacht.“ 
  • Beliebte Wohngegenden: Hier lassen sich Immobilien schnell und leicht auf potenzielle Käufer:innen vermitteln, was für den:die Makler:in auch bei geringerer Courtage sehr interessant und lukrativ ist. 
  • Hoher Kaufpreis: Bei teuren Objekten – sei es ein Haus, eine Wohnung oder ein unbebautes Grundstück – hat der:die Makler:in den gleichen Aufwand, verdient aber mehr an der Courtage. Selbst wenn diese reduziert wird, macht der:die Makler:in einen guten Gewinn. 
  • Dauer der Vermittlung: Sowohl eine sehr lange Vermittlungsdauer als auch ein schneller Prozess sind gute Gründe dafür, mit dem:der Makler:in eine geringere Maklercourtage zu verhandeln. 
  • Schneller Vertragsabschluss: Wenn der Kaufpreis bereits festgelegt ist und der:die Verkäufer:in alle nötigen Dokumente zusammengesammelt hat, ist ein schneller Verkauf für alle Beteiligten von Interesse. 

Auch die Art des Maklerauftrags kann die Höhe der Provision beeinflussen. Erfahren Sie hier alles über die verschiedenen Makleraufträge und erarbeiten Sie sich eine gute Position, um über die Maklerprovision verhandeln zu können.  

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