Die Bonitätsprüfung beim Immobilienverkauf ist eine wichtige Grundlage zur Absicherung des Käufers. Um sicherstellen zu können, dass der Käufer in der Lage ist, die Immobilie auch zu bezahlen, kann eine Bonitätsprüfung durch den Verkäufer oder den Makler durchgeführt werden. Lesen Sie hier, welche rechtlichen Vorgaben es dazu gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine rechtzeitige Bonitätsprüfung verhindert, dass es beim Immobilienverkauf zu Mehrkosten und Zahlungsunfähigkeiten kommt.
  • Eine Möglichkeit für die Prüfung ist die Forderung nach einer Selbstauskunft.
  • Die Bonitätsprüfung des Käufers beim Hausverkauf kann auch durch einen Makler vorgenommen werden.
  • Die Finanzierungszusage der Bank sollte sich direkt auf die Immobilie beziehen.
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Warum ist eine Bonitätsprüfung beim Immobilienverkauf sinnvoll?

Beim Verkauf einer Immobilie möchten Sie eine möglichst schnelle und komplikationslose Abwicklung durchführen. Das reduziert den Aufwand und die Kosten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Käufer nach Vertragsabschluss nicht zahlt, ist dennoch vorhanden. Daher empfiehlt es sich, bereits vor der Vertragsunterzeichnung die Bonität des Käufers zu prüfen. Durch eine Bonitätsprüfung stellen Sie sicher, dass der Käufer zahlungsfähig ist. Dies ist noch keine Garantie dafür, dass er auch wirklich zahlt. Dennoch können Sie einen Zahlungsausfall durch eine fehlende Bonität auf diese Weise ausschließen.

Kann ich einfach eine Auskunft bei der Auskunftei über den Käufer anfordern?

Auf den ersten Blick ist es für den Verkäufer der schnellste Weg, die Bonität über eine Auskunftei zu prüfen und hier Informationen über den Käufer einzuholen. Die Schwierigkeiten zeigen sich jedoch mit Bezug auf § 29 Absatz 2 BDSG. Hier ist vermerkt, dass eine Auskunft durch Dritte nur eingeholt werden kann, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. Die Anforderungen an dieses berechtigte Interesse sind groß und werden durch einen Immobilienverkauf in der Regel nicht erfüllt.

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Welche Bedeutung hat die Selbstauskunft beim Immobilienverkauf?

Stattdessen kann der Verkäufer eine Selbstauskunft vom Verkäufer fordern. In diesem Fall wird von einer Eigenauskunft gesprochen. Der Käufer muss diese nicht erbringen – eine rechtliche Handhabe gibt es nicht. Da bei einem Immobilienverkauf jedoch Vertrauen eine große Rolle spielt, kann der Verkäufer die Selbstauskunft durchaus als eine der Voraussetzungen für den Verkauf festlegen.

Die Daten, die in der Eigenauskunft enthalten sein müssen, sind im § 34 BDSG festgehalten: Dazu gehören die persönlichen Daten, zudem sollten hier Hinweise zum Zahlungsverhalten und einem möglichen Zahlungsrisiko zu finden sein. Einmal pro Jahr kann die Selbstauskunft auch kostenfrei angefragt werden.

Ist ein Einlick in die Kontoauszüge erlaubt?

Erlaubt ist, womit beide Seiten einverstanden sind. Macht der Käufer den Vorschlag, dem Verkäufer einen Einblick in seine Kontoauszüge oder die Auszüge aus seinem Depot zu geben, darf dies angenommen werden. Um sicherzustellen, dass die Angaben korrekt sind, sollten Sie den Namen des Kontoinhabers auf den Unterlagen prüfen und sich nur Originale zeigen lassen. Zudem sollten nur Nachweise anerkannt werden, die nicht älter als zwei Wochen sind. Gerade bei einem Depot kann sich in kurzer Zeit viel ändern.


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Wie sicher ist eine Finanzierungszusage durch die Bank?

Gängig ist es, sich im Rahmen einer Bonitätsprüfung beim Immobilienverkauf die Finanzierungszusage einer Bank zeigen zu lassen. Zu beachten ist, dass diese nur dann hilfreich für einen Verkäufer ist, wenn sich die Zusage genau auf besagte Immobilie bezieht. Anschrift und Bezeichnung der Immobilie sollten daher in der Zusage vermerkt werden.

Kann die Bonitätsprüfung auch von einem Makler durchgeführt werden?

Legen Sie den Verkauf Ihrer Immobilie in die Hände eines Maklers, können Sie auch diesem den Auftrag geben, die Bonität der möglichen Käufer zu prüfen. Informieren Sie sich vor der Beauftragung, ob dieser Service zum Angebot des Maklers gehört und nehmen Sie die Bonitätsprüfung in den Maklervertrag mit auf. Nur dann liegt auch eine rechtliche Verpflichtung zur Durchführung durch den Makler vor.


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