Je mehr Dokumente und Unterlagen Sie beim Hausverkauf vorzeigen, desto überzeugender und seriöser wirken Sie auf Kaufinteressierte. Zudem beschleunigt es den Verkaufsprozess, wenn Sie alle notwendigen Unterlagen bereits zusammen haben. Welche Dokumente, Nachweise und Unterlagen für einen Immobilienverkauf notwendig sind, lesen Sie in diesem Beitrag. Außerdem erhalten Sie eine hilfreiche Checkliste, damit alle Unterlagen bei Ihrem Hausverkauf vorliegen.




Inhaltsverzeichnis

  1. Checkliste: Alle Unterlagen für den Hausverkauf im Überblick
  2. Wichtige Unterlagen für den Hausverkauf, Notar und Kaufvertrag
  3. Hilfe vom Makler für die Beschaffung der Dokumente
importantpoints
Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn die Entscheidung zum Hausverkauf gefallen ist, sollten Sie zeitnah damit anfangen, alle notwendigen Unterlagen, Dokumente und Nachweise zum Objekt zusammenzutragen.

  • Bereits für den Vermarktungsprozess sind Unterlagen wie Grundrisse und Baupläne, ein gültiger Energieausweis, Wohnflächenberechnung sowie Baubeschreibung notwendig.

  • Ebenfalls zentrale Unterlagen für den Immobilienverkauf sind ein aktueller Grundbuchauszug sowie eine amtliche Flurkarte. Ersteres erhalten Sie beim Grundbuchamt im örtlichen Amtsgericht, zweiteres beim Katasteramt Ihrer Gemeinde. 

  • Makler:innen sind Immobilienprofis und unterstützen Sie während des Verkaufsprozesses. Sie wissen genau, welche Dokumente und Unterlagen für den Hausverkauf notwendig sind und woher diese zu beschaffen sind. Ein:e Makler:in kann Sie bei der Beschaffung der Unterlagen unterstützen. Jetzt Makler:innen aus Ihrer Region vergleichen!

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  • Checkliste: Alle Unterlagen für den Hausverkauf im Überblick

    Möchten Sie Ihre Immobilie verkaufen, müssen Sie potentiellen Käufer:innen sowie dem:der Notar:in für die Erstellung des Kaufvertrages notwendige Nachweise und Dokumente zukommen lassen. Daher ist es sinnvoll, schon frühzeitig sämtliche Unterlagen für den Hausverkauf zusammenzustellen.

    Wenn der Hausverkauf privat erfolgt, sind Unterlagen und Dokumente von Ihnen selbst zu beschaffen. Unterstützt Sie hingegen ein:e Makler:in beim Verkauf Ihrer Immobilie, wird er:sie bei dieser Aufgabe unterstützen und sich um fehlende Unterlagen kümmern.


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    Vor dem Verkauf zu besorgen

    Nach dem Verkauf zu besorgen

    • Vollständige Baupläne inkl. Baubeschreibung
    • Gebrauchsanleitung für sämtliche sich im Haus befindende Geräte
    • Lageplan
    • Versicherungsurkunden
    • Bebauungsplan (muss genehmigt sein)
    • Aktuelle Heizungs-, Wasser-, Grundsteuer- und Entsorgungsabrechnung
    • Grundbuchauszüge
    • Garantieurkunden
    • Berechnete Nutz-, Wohn- und unbebaute Raumfläche
    • Wartungsverträge
    • Abnahmebescheinigung der Baubehörde (nur bei neueren Gebäuden
    • Rechnungskopien von wichtigen Reparaturen
    • Alle Informationen über eingetragene Grundschulden
    • Alle sich im Umlauf befindenden Schlüssel
    • Energieausweis
    • Aktuelle Bescheinigung über die Prüfung des Schornsteins und der Heizung
    • Preisliste der zu veräußernden Gegenstände im oder am Haus (falls vorhanden)

     

    • Bestätigung der Vermessung

     

    • Grundstücks-Grenzattest

     

    • Urkunde der Baugenehmigung

     

    • Auflistung der Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen

     

    • Aktueller Grundsteuerbescheid

     

    • Betriebskostenaufstellung

     

    • Nachweis über Nutzungs- und Wohnrechte

     

    • ggfs. Auszug aus dem Baulastenverzeichnis

     

    • ggfs. Erbbaurechtsvertrag

     

    • Sämtliche Protokolle

     

    • Kaufverträge in Originalausführung

     

    • Sanierungsvermerke

     



    Mann und Frau überprüfen Dokumente
    tipp
    Je früher die Zusammenstellung, desto schneller der Verkaufprozess

    Je eher Sie die benötigten Unterlagen für den Immobilienverkauf beisammen haben, desto schneller können Sie oder Ihr:e Makler:in die Immobilie den potenziellen neuen Eigentümer:innen präsentieren und somit den Verkauf beschleunigen.

    Wichtige Unterlagen für den Hausverkauf, Notar und Kaufvertrag

    Einige der Dokumente und Unterlagen sollten Sie als Eigentümer:in einer Immobilie und zukünftige:r Verkäufer:in immer parat haben. Dazu gehören vor allem alle Auskünfte rund um finanzielle Aspekte wie der Grundsteuerbescheid und die Nebenkostenabrechnungen. Auch grundlegende Dokumente wie der Kaufvertrag mit der notariellen Beurkundung und laufende Verträge für Versicherungen und sonstigen Dienstleister:innen.

    Weitere Unterlagen wie ein aktueller Grundbuchauszug brauchen Sie oftmals erst, wenn Kaufinteressierte gegenüber Ihrer finanzierenden Bank Dokumente und Nachweise zum Objekt überbringen müssen. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, die folgenden Unterlagen des Hausverkaufs aufzubewahren oder zu beantragen.

    Grundriss

    Das wichtigste Dokument für Kaufinteressierte ist der Grundriss. Oftmals ist der Grundriss in Ihrem notariellen Kaufvertrag zu finden, wenn Sie das Haus oder die Wohnung selbst erworben haben. Haben Sie die Immobilie selbst gebaut, sollte der Grundriss ohnehin in Ihren Unterlagen zum Hausbau vorhanden sein.

    Bei älteren Häusern lohnt es sich häufig, den Grundriss neu erstellen zu lassen. In die modernen Pläne werden geänderte Installationen und Umbauten eingetragen, die in den vielen Jahren nach dem Erstbezug vorgenommen wurden. Zudem sind 3-D-Ansichten und Möblierungen möglich: Das erleichtert eine ansprechende Präsentation im Internet und lockt mehr Interessent:innen an.


    Grundriss

    Energieausweis

    Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, müssen Sie den potenziellen Käufer:innen bereits im Exposé, spätestens aber bei der Besichtigung einen gültigen Energieausweis vorlegen, sonst droht eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro. Dabei ist zwischen dem Bedarfsausweis und dem Verbrauchsausweis zu unterscheiden.


    Mann und Frau überprüfen Grundriss einer Immobilie

      Verbrauchsausweis Bedarfsausweis
    Eigenschaften Orientiert sich am tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre   Berechneter Energiebedarf
    Aussteller Versorger:in, Messanbieter:in

    Architekt:innen, Ingenieur:innen, Heizungsbauer:innen, Schornsteinfeger:innen  

     

    Immobilienart Gebäude, die die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 einhalten Gebäude, die die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 nicht einhalten
    Kosten   50 bis 250 Euro 150 bis 1.000 Euro

    Ausnahmen bilden Immobilien mit einer Nutzfläche von weniger als 50 m² sowie Gebäude unter Denkmalschutz und Abrisshäuser. Für diese Objekte brauchen Sie keinen Energieausweis als Teil der Unterlagen für den Hausverkauf. Sollte dieser noch nicht vorliegen, sollte Sie schnellstmöglich den Energieausweis online erstellen lassen.


    Ihr Energieausweis
    Wenn Sie eine Immobilie verkaufen möchten, ist ein Energieausweis Pflicht.
    • • Mit einem Energieausweis von ImmobilienScout24 sind Sie gesetzlich auf der sicheren Seite
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    • • Das Ergebnis erhalten Sie bequem per E-Mail

    Grundbuchauszug

    Ein weiteres unentbehrliches Dokument, das auf Ihrer  Checkliste für die Unterlagen beim Hausverkauf nicht fehlen darf, ist ein aktueller  Grundbuchauszug. Sie erhalten ihn beim Grundbuchamt im Amtsgericht. Die Gebühren dafür liegen bei etwa zehn Euro pro Auszug. Ein beglaubigter Grundbuchauszug ist mit ungefähr 20 Euro etwas teuer.

    In dem Auszug sind alle wichtigen Daten des Grundstücks verzeichnet, wie beispielsweise:

    • Eigentumsverhältnisse inklusive Anteilsverhältnisse
    • Größe des Grundstücks
    • Flurnummer
    • eingetragene Wohn- und Wegerechte
    • Belastungen wie Grundschuld oder Hypotheken
    tipp
    Aktuellen Grundbuchauszug nutzen

    Um ganz sicher zu gehen, dass alle Angaben stimmen, sollten Sie eine aktuelle und beglaubigte Kopie des aktuellen Grundbuchauszugs bestellen.

    Flurkarte

    Ergänzen können Sie den Grundbuchauszug durch eine Flurkarte, die Sie beim Katasteramt erhalten. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Liegenschaftskarte“ bekannt. Auf dieser geografischen Karte sind die Grundstücksgrenzen und die umgebenden Grundstücke genau eingezeichnet. Die Flurkarte dient als Grundlage für das Grenzattest. Die Flurkarte bekommen Sie beim Katasteramt. Die Kosten liegen etwa zwischen 15 und 60 Euro


    Frau übergibt Bauakte

    Bauakte

    Über Ihr Haus liegt bei der Stadt oder Gemeinde eine entsprechende Bauakte vor. Sie enthält unter anderem die Baugenehmigung, die Baubeschreibung, Bauzeichnungen sowie Flächen- und Maßangaben. Als Eigentümer:in können Sie jederzeit Einsicht in die Bauakte Ihres Hauses beantragen – und gegen Entrichtung einer Gebühr von etwa 10 bis 15 Euro Kopien für potenzielle Käufer:innen anfertigen lassen.

    Welche weiteren Unterlagen beim Hausverkauf sind wichtig?

    Je nach Baujahr und Immobilientyp sollten Sie Kaufinteressent:innen weitere Dokumente vorlegen. Dazu zählen unter anderem folgende Unterlagen und Nachweise:

    • Bauvertrag
    • Nachweise über Denkmalschutzbestimmungen
    • Erbpachtverträge
    • Bei vermieteten Immobilien: Kopien der Mietverträge und Nachweise der Mieteinkünfte sowie die Betriebskostenabrechnungen der vergangenen drei Jahre und den aktuellen Wirtschaftsplan
    • Bei Mehrfamilienhäusern beziehungsweuse Eigentumswohnungen: Teilungserklärung
    • Handwerkerrechnungen aller größeren Reparaturen und Umbauten
    • Garantieurkunden, Rechnungen und Gebrauchsanweisungen für Einbauten wie Heizung, Kamin oder Küche
    • Wartungsnachweise

     

    Diese Unterlagen für den Hausverkauf sind spätestens mit Übergabe der Schlüssel zu überbringen.

    Erstellen Sie gemeinsam ein Hausübergabeprotokoll, in welchem alle wichtigen Vereinbarungen und übergebenen Dokumente festgehalten werden.

    tipp
    Wie lange sollte ich Unterlagen zum Hausverkauf aufbewahren?

    Beim Hausverkauf sollten Unterlagen unterschiedlich lang aufbewahrt werden. Welche Dokumente Sie nach dem Hausverkauf archivieren und aufbewahren sollten, hängt dabei von der Wichtigkeit der Unterlagen selbst ab. Alle Nachweise und Dokumente, die Gegenstand des Kaufvertrages sind, sowie der Kaufvertrag selbst sollten bestenfalls lebenslänglich aufbewahrt werden. Lesen Sie hier mehr, welche Unterlagen Sie idealerweise aufbewahren und archivieren sollten und welche nicht.

    Hilfe vom Makler für die Beschaffung der Dokumente

    Makler im Büro

    Ist Ihnen der Aufwand zu groß oder haben Sie keine Zeit, um sich selbst um die Beschaffung aller notwendigen Unterlagen für den Hauskauf zu kümmern, kann Sie ein:e Makler:in bei dieser Aufgabe unterstützen. Er:Sie weiß auch genau, welche Dokumente benötigt werden und welche Informationen für den:die Käufer:in zusätzlich interessant sein könnten.


    FAQ: Häufige Fragen zum Thema Unterlagen beim Hausverkauf

    Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?

    Sobald Sie sich für den Hausverkauf entscheiden, sollten Sie alle wichtigen Unterlagen für den Hausverkauf, Dokumente und Nachweise zur Immobilie frühzeitig zusammenstellen. Dazu gehören insbesondere Grundrisse, ein gültiger Energieausweis, die Wohnflächenberechnung sowie Bauschreibung, ein aktueller Grundbuchauszug, die Flurkarte sowie die Bauakte. Der Verkauf wird grundsätzlich schneller und reibungsloser vonstatten gehen, wenn alle wichtigen Unterlagen zum Hausverkauf rechtzeitig vorliegen.

    Wer hilft bei der Beschaffung der Dokumente?

    Zunächst sollten Sie zuerst in Ihren Unterlagen zur Immobilie nachschauen, welche Dokumente und Nachweise vorliegen. So erhalten Sie einen ersten Überblick. Wenn Sie Ihr Haus mit Unterstützung von einem:einer Makler:in verkaufen, hilft diese Person Ihnen auch bei der Beschaffung von noch fehlenden Unterlagen und Nachweisen. Alternativ müssen Sie eigenständig alle Unterlagen zum Hausverkauf besorgen.

    Wie lange muss ich Unterlagen nach dem Verkauf aufbewahren?

    Da es sich bei Immobiliengeschäften immer auch um Rechtsgeschäfte handelt, sollten Sie den Kaufvertrag sowie alle Dokumente und Nachweise, die Gegenstand des Immobilienkaufvertrages sind, ein Leben lang aufbehalten. Auf diese Weise sind Sie für etwaige Rechtsstreitigkeiten vorbereitet und sind in der Lage, wasserdichte Nachweise anzubringen. Für die meisten anderen Dokumente sind fünf Jahre sinnvoll. Bei handwerklichen Rechnungen besteht eine Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren.  

    Welchen Energieausweis brauche ich für den Hausverkauf?

    Die Art des Energieausweises hängt von der Immobilie selbst ab. Bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohneinheiten, die den Vorgaben aus der Wärmeschutzverordnung 1977 entsprechen, sowie bei Wohnobjekten mit mehr als vier Wohneinheiten besteht Wahlfreiheit zwischen dem Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis. Der Verbrauchausweis ist günstiger, da die Erstellung deutlich weniger Aufwand bedarf. Denkmalgeschützte Gebäude sind von der Energieausweispflicht ausgenommen.  

    Welche weiteren Unterlagen sind für den Hausverkauf notwendig?

    Je mehr Unterlagen Sie beim Hausverkauf vorlegen können, desto schneller können Kaufinteressierte entscheiden, ob das Objekt tatsächlich für sie in Frage kommt oder nicht. Zu den weiteren Unterlagen gehören etwa der Bauvertrag, eventuelle Nachweise über den Denkmalschutz, Erbpachtverträge, Mietverträge und Wirtschaftspläne bei vermieteten Objekten, Garantieurkunden, Gebrauchsanweisungen, Nebenkostenabrechnungen und Wartungsnachweise.  

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