In diesem Artikel finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema „Kosten für den Verkauf eines alten Hauses“. Anhand von Zahlenbeispielen erhalten Sie eine Vorstellung davon, welche Kosten auf Sie zukommen. Außerdem geht es darum, wie Sie die Spekulationssteuer vermeiden können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alte Häuser sind vor allem für Liebhaber interessant, die Sie mit einigen Reparaturen und interessanten Geschichten überzeugen können
  • Gehen Sie ehrlich mit eventuellen Mängeln um und bemühen Sie sich, das alte Haus in das beste Licht zu rücken
  • Informieren Sie sich, ob das Objekt unter Denkmalschutz steht
  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis. Hier können Sie sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.

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Welche Zielgruppen sind an alten Häusern interessiert?

Bei alten Häusern, ob Erbstück oder Elternhaus, besteht die Zielgruppe für den Verkauf vor allem aus Immobilien-Liebhabern. Wichtig ist es daher, den Kauf entsprechend vorzubereiten. Potenzielle Käufer werden sich besonders für die „inneren Werte“, also für die Bausubstanz, interessieren. Indem Sie ein offizielles Baugutachten erstellen lassen, kommen Sie den Interessenten entgegen. Denn so zeigen Sie direkt, in welchem Zustand sich das alte Haus befindet und welche Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten in Zukunft anstehen könnten.

Achten Sie zudem penibel darauf, Mängel von Anfang an offen zu kommunizieren. Falls Sie Fehler am Haus verschweigen, kann der neue Eigentümer sogar vom Kaufvertrag zurücktreten, was sich schnell als Eigentor für Sie herausstellen wird. Kleinere Mängel können Sie vor dem Verkauf beheben und alle anderen sollten Sie entsprechend kommunizieren.

Welche Vorteile hat der Verkauf von alten Häusern mit Makler?

In den meisten Fällen ist es für den Hausverkauf empfehlenswert, einen Makler zu engagieren. Denn so ersparen Sie sich viel Zeit und Mühe, die Sie anderenfalls dafür aufwenden müssten, sich in die aktuellen Regulierungen einzulesen. Normalerweise ist es der Käufer, der die Provision für den Makler übernimmt.

Tipp

Die Höhe der Maklerprovision und deren Aufteilung hängen vom Bundesland ab. Informieren Sie sich über die Regelung, bevor Sie einen Makler engagieren.

Wenn Sie ein altes Haus verkaufen möchten, sollten Sie gezielt nach einem Makler suchen, der sich mit alten Immobilien auskennt. Dieser hilft Ihnen dabei, den bestmöglichen Preis für das Objekt zu erzielen, und berät Sie zu möglichen Reparaturen und Investitionen. Außerdem erklärt der Makler Ihnen, welche Unterlagen Sie für den Verkauf benötigen und kann sogar dabei helfen, Informationen darüber einzuholen, ob Ihr Objekt denkmalgeschützt ist.


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Fällt beim Verkauf eines alten Hauses Spekulationssteuer an?

Die sogenannte Spekulationssteuer fällt dann an, wenn die Immobilie in den letzten zwei Jahren und im Verkaufsjahr selbst nicht genutzt wurde oder wenn zwischen Erwerb des Hauses und dessen Verkauf weniger als zehn Jahre liegen. Prüfen Sie genau, ob das auf Sie zutrifft. Denn dann können je nach persönlichem Steuersatz schnell mehrere Tausend Euro Steuer anfallen. Meistens beträgt die Spekulationssteuer etwa 40 Prozent des zu versteuernden Gewinns.

Wie sieht die Spekulationsfrist beim Verkauf von alten Häusern aus?

Um die Spekulationssteuer zu sparen, sollten Sie einen Verkauf innerhalb der Frist vermeiden. Dafür kann es sinnvoll sein, den Verkauf noch ein weiteres Jahr hinauszuschieben. Normalerweise wurden alte Häuser aber mehr als 10 Jahre vor dem Verkauf erworben.

Wichtig

Hier gilt der Zeitpunkt des Erwerbs, nicht der Zeitpunkt des Erbes! Informieren Sie sich also darüber, wann Ihre Eltern oder Großeltern die Immobilie gekauft haben.

Alternativ können Sie die Immobilie auch für einige Jahre selbst bewohnen, bevor Sie sie verkaufen. Das ist auch dann gültig, wenn Ihre Kinder in dem Haus wohnen – unter der Voraussetzung, dass sie noch Kindergeld beziehen.

Welche Kosten entstehen, wenn ich ein altes Haus verkaufe?

Generell können Sie mit einem guten Verkaufspreis für ein altes Haus rechnen – insbesondere dann, wenn die Immobilie in einer attraktiven Gegend liegt und nicht unter Denkmalschutz steht. So sollte es kein Problem sein, die folgenden Extrakosten zu decken und einen beträchtlichen Gewinn zu erzielen. Mit diesen Kosten sollten Sie beim Hausverkauf rechnen:

Posten Geschätzte Kosten
Renovierungskosten Mehrere Tausend Euro
Energieausweis 500 Euro
Kosten für Wertgutachten Knapp 2000 Euro
Baugutachten Ca. 1000 Euro (abhängig von Alter, Zustand und Größe der Immobilie)

Die Kosten für den Makler, den Notar, das Grundbuchamt sowie die Grunderwerbsteuer trägt normalerweise der Käufer. Sie müssen als Verkäufer gegebenenfalls mit zusätzlichen Kosten für eine Vorfälligkeitsentschädigung, für die Löschung einer Grundschuld und mit der Spekulationssteuer rechnen, wenn Sie ein altes Haus verkaufen.


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Welche Unterlagen sind für den Verkauf eines alten Hauses nötig?

Um den Verkauf möglichst schnell über die Bühne zu bringen, ist es sinnvoll, die nötigen Unterlagen schon zu Beginn des Verkaufsprozesses zusammenzusammeln. Dazu gehört zunächst einmal ein Grundbuchauszug, den Sie beim Grundbuchamt für etwa 10 Euro erhalten. Im Katasteramt erhalten Sie den nötigen Lageplan mit Flurkartenauszug sowie den Baulastenverzeichnisauszug. Der Kostenpunkt für diese Dokumente ist in der Gebührenverordnung Ihrer Gemeinde festgelegt. Baupläne erhalten Sie im Bauordnungsamt oder vom zuständigen Architekten. Am teuersten ist der Energieausweis, für den Sie einen zertifizierten Aussteller beauftragen müssen. Dies kann bis zu 500 Euro kosten, ist aber gerade für alte Häuser unverzichtbar.

Wie kann ich die Besichtigung optimal vorbereiten?

Der größte Vorteil eines alten Hauses, nämlich sein individueller Charme, ist zugleich der größte Nachteil beim Verkauf: Für die Eigennutzung sind Neubauten nämlich besser geeignet. Die veralteten Installationen oder der staubige Look des Hauses ist vor allem für Liebhaber attraktiv. Um möglichst viele Interessenten anzusprechen, sollten Sie das alte Haus daher in das bestmögliche Licht rücken. Das geht schon mit kleinen Reparaturen:

  • Ein aufgeräumtes und sauberes Haus macht einen viel besseren Eindruck. Achten Sie darauf, dass es hell, groß und übersichtlich aussieht, damit Interessenten bei der Besichtigung direkt sehen, welches Potenzial in der Immobilie schlummert

  • Pflegen Sie den Garten rechtzeitig vor der Besichtigung. Schon ein gemähter Rasen oder ein Gartenweg ohne Unkraut machen einen großen Unterschied

  • Streichen Sie die Innenwände weiß, um die Immobilie neu und zugleich heller und größer erscheinen zu lassen

  • Reparieren Sie defekte Beleuchtungen, quietschende Türen und kaputte Fensterscheiben. Diese kleinen Investitionen zahlen sich direkt aus, da Sie so den Verkaufspreis für das alte Haus erhöhen können

Welche Besonderheiten sind beim Verkauf eines alten Hauses relevant?

Eine wichtige Besonderheit beim Verkauf von alten Häusern stellt möglicherweise der Denkmalschutz dar. Wenn Sie eine alte Immobilie erben oder geschenkt bekommen, sollten Sie daher prüfen, ob diese unter Denkmalschutz steht. Das erfahren Sie in der amtlichen Denkmalliste oder im Denkmalverzeichnis Ihrer Gemeinde. Wenn es sich um ein Gebäude unter Denkmalschutz handelt, wird es für Sie, aber auch für den neuen Eigentümer schwieriger, Renovierungs- und Sanierungsarbeiten zu beauftragen. Denn alle Maßnahmen, die die Optik oder die Substanz der Immobilie verändern, brauchen eine Genehmigung.

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