Das deutsche Gesetz sieht vor, dass bei jedem Immobilienverkauf ein Notar eingeschaltet werden muss. Dieser hat verschiedene Aufgaben, bei denen er durch den Verkäufer und den Käufer unterstützt werden muss. Zum Beispiel müssen diese beim Hausverkauf dem Notar verschiedene Unterlagen bereitstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Einschaltung eines Notars bei einem Immobilienverkauf ist dem Bürgerlichen Gesetzbuch nach vorgeschrieben.
  • Der Notar erfüllt neben der Beurkundung des Kaufvertrags bei der Abwicklung des Immobilienverkaufs verschiedene Aufgaben.
  • Der Verkäufer und der Käufer müssen dem Notar vor dem Hausverkauf verschiedene Dokumente aushändigen, damit dieser seine Arbeit erledigen kann.
  • Für die Abwicklung des Hausverkaufs braucht der Notar beispielsweise den Energieausweis, Auskünfte vom Katasteramt und aus dem Baulastenverzeichnis und einen aktuellen Grundbuchauszug.
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Welche Aufgaben hat der Notar beim Immobilienverkauf?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht in § 313b vor, dass Verträge bei einem Immobilienverkauf durch einen Notar beurkundet werden müssen. Hiermit möchte der Gesetzgeber den Verkäufer und den Käufer vor voreiligen Vertragsabschlüssen und Nachteilen schützen.

Der Notar hat beim Verkauf eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Eigentumswohnung noch diverse andere Aufgaben. Zum Beispiel muss er die Eintragungen im Grundbuch hinsichtlich Belastungen oder Rechten Dritter überwachen, die Bezahlung der Immobilie durch den Käufer beziehungsweise die Übergabe durch den Verkäufer an den Käufer kontrollieren und den Kaufvertrag erstellen.

Hausverkauf: Welche Unterlagen braucht der Notar?

Damit der Notar seine Aufgaben erfüllen kann, müssen der Verkäufer und der Käufer bei einem Hausverkauf verschiedene Unterlagen und Auskünfte für den Notar bereitstellen. Als erstes benötigt er:

  • Namen und Adressen des Verkäufers und des Käufers

  • Art und Anschrift der zu verkaufenden Immobilie

  • Kaufpreis

  • Liste des durch den Käufer zu übernehmenden Inventars

  • Räumungstermin

  • gegebenenfalls Informationen über den Makler

Beim Hausverkauf werden die folgenden Unterlagen dem Notar durch den Verkäufer ausgehändigt:

  • Grundbuchauszug, der nicht älter als drei Monate ist, sofern der Notar diesen nicht selbst besorgt

  • Belege zur Löschung von finanziellen Lasten im Grundbuch

  • Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis

  • Auszug aus dem Liegenschaftskataster

  • Grundrisse und Baupläne der Immobilie sowie Wohn- und Nutzflächenberechnung

  • im Falle einer ererbten Immobilie der Erbschein, sofern der Eigentümerwechsel noch nicht im Grundbuch vermerkt ist

  • letzte Bescheid über die Grundsteuer

  • Energieausweis

  • Vertragsunterlagen zur Gebäudeversicherung

  • ursprüngliche Kaufvertrag

  • Nachweise über Modernisierungen oder Sanierungen

  • Aufstellung der Betriebskosten

  • bei Bedarf eine beurkundete Baugenehmigung

  • gegebenenfalls ein genehmigter Bebauungsplan

  • bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärungen, Wohngeldabrechnungen sowie Jahreswirtschaftspläne und Aufstellungen über die Wohngeldabrechnung und Sanierungsmaßnahmen

Je nach Absprache mit dem Notar können weitere oder weniger Unterlagen erforderlich sein. Ist in den Verkauf ein Makler involviert, wird sich dieser in vielen Fällen um das Organisieren einiger der erforderlichen Unterlagen kümmern. Die Unterlagen, die der Notar vom Käufer der Immobilie benötigt, sind in der Regel überschaubar und umfassen nur eine Kopie des Personalausweises. Gegebenenfalls werden noch Angaben über die Finanzierung, wie die Genehmigung eines Kredits durch die Bank, benötigt.


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