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Wie Sie Ihre Wohnung richtig anbieten



Eigentumswohnungen werden immer stärker nachgefragt. Der Anteil der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte liegt mittlerweile bei annähernd der Hälfte aller Haushalte. Grundsätzlich: Für den Wohnungsverkauf von Privat gelten ähnliche Voraussetzungen wie beim Verkauf eines Hauses, d. h. wenn Sie vorhaben, Ihre Eigentumswohnung zu verkaufen, sollten Sie sich rechtzeitig darum kümmern, einen Käufer zu finden.



Vermarktungsdauer: Welche Anzeigenlaufzeit können Sie wählen?

Durchschnittlich dauert die Vermarktung einer Wohnung zwar nicht ganz so lange wie bei einem Haus. Vor allem in den gefragten Innenstadtlagen von München, Berlin, Hamburg oder Stuttgart liegen die Abschlusszahlen weit unterhalb des Durchschnitts. Dennoch planen Sie mindestens drei bis vier Monate für die Suche nach einem Käufer ein. Auch wenn das prinzipielle Interesse vorhanden ist, wird für die Formalitäten, Notargänge und dergleichen, eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Bei ImmobilienScout24 können Sie als Privatanbieter eine Anzeigenlaufzeit von 14 Tagen, 1 Monat, 3 Monaten oder unbegrenzt wählen.


So ermitteln Sie den Verkaufspreis für Ihre Wohnung

Die Angabe des Gesamtkaufpreises der Immobilie ist für Makler und Bauträger gesetzlich vorgeschrieben. Für Privatverkäufer gilt das nicht. Es empfiehlt sich aber auch für ihn, alle Kosten - auch die neben dem Kaufpreis zusätzlich anfallenden - anzugeben, wenn das Vertrauen des Kaufinteressenten gewonnen werden soll.

Der Verkaufspreis sollte vom Verkäufer nach genauerer Betrachtung der Immobilie festgelegt werden. Als Unterstützung dient hier die Online-Immobilienbewertung, mit ihrer Hilfe wird der aktuelle Marktwert der Immobilie errechnet. Die fundierteste, aber kostenintensivste Möglichkeit der Wertermittlung ist die durch einen vereidigten Sachverständigen oder Gutachter. Der von ihm ermittelte Verkehrswert, der bestmögliche Marktpreis, den der Verkäufer zum Zeitpunkt der Verkaufsabsicht "im gewöhnlichen Geschäftsverkehr" erzielen kann - kann allerdings erheblich vom aktuell zu erzielenden Marktpreis abweichen.  

Marktspiegel und Wertfinder helfen bei der Ermittlung des Verkaufspreis


Gute Orientierungshilfen für die Ermittlung des Kaufpreises bieten der Marktspiegel und die Preiskarten. Der Marktspiegel ist ein Abbild der aktuellen Situation des Marktes für Immobilien zur Miete und zum Kauf für jeweils eine bestimmte Region Deutschlands.

Wo sind die Preise für Eigentumswohnungen im letzten Jahr besonders stark gestiegen? Die neuen Preiskarten von ImmobilienScout24 geben Antwort auf diese und andere Fragen. Hier finden Sie alle relevanten Informationen zu regionalen Preisen für Wohnungen. Grundlage für die flächendeckenden und aktuellen Standortinformationen bildet der umfangreiche Datenbestand von ImmobilienScout24. Dadurch erhalten Sie ein realistisches Bild des aktuellen Marktniveaus und können die Preisgestaltung dementsprechend vornehmen, wenn Sie den Wohnungsverkauf privat planen. Trends in der Vergangenheit geben zwar wenig Aufschluss über die zukünftige Entwicklung, geben aber Hinweise auf das Marktumfeld. In stark nachgefragten Regionen können demnach selbst Altbauten oder renovierungsbedürftige Objekte unproblematisch einen Käufer finden.

Besonderheiten in der Preisgestaltung beim Wohnungsverkauf von Privat

  • Wohnungen im Erdgeschoss werden mit Abschlägen bis zu 30 Prozent verkauft, gegenüber vergleichbaren Stockwerkswohnungen.
  • Fehlt ein Zugang zum Garten oder Balkon, sind weitere Abschläge möglich.
  • Nachkriegsbauten liegen teils deutlich unter Altbauten ab den 1980er-Jahren oder Neubauten. Gefragt sind heute Wohnungen mit drei, vier oder auch fünf Zimmern. Vielleicht ist ein Umbau möglich?

Was möchten potentielle Käufer von Ihnen über Ihre Wohnung wissen?

  • Wie ist die Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, öffentliche Nahverkehrsmittel, Schule, Kindergarten etc.)?
  • Wie viel Verkehrslärm (in der Woche testen) hat man?
  • Gibt es Geruchsbelästigung?
  • In welchem Zustand befinden sich die Außenanlagen?
  • Gibt es genügend Parkplätze? Tiefgaragen sind gerade in Innenstadtlagen ein wichtiger Faktor beim Wohnungsverkauf von Privat. Hier werden im Einzelverkauf nicht selten Preise im fünfstelligen Bereich allein für den Parkplatz erzielt.
  • Wie ist die Wohnung geschnitten? Größere Räume lassen sich durch Trennwände eventuell anpassen.
  • In welchem Zustand befinden sich Fenster, Türen und Böden?
  • Wie sehen Decken und Wände aus - muss renoviert werden?
  • Von welcher Qualität sind die Heizungs- und Warmwasseranlage?
  • Ist die Elektroinstallation ausreichend?
  • Wie sind Küche, Bad und WC ausgestattet?
  • Welchen Eindruck vermitteln Balkon, Abstellkammer und Keller?
  • Grundbuchauszug

Die Besonderheiten des Kaufvertrags für eine Eigentumswohnung

Der Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung weist gegenüber dem üblichen Immobilienkaufvertrag einige Besonderheiten auf: Käufer einer Eigentumswohnung benötigen eine Teilungserklärung, darin werden Größe und Lage der Wohnung in einem Wohngebäude beschrieben. Für die Eigentumswohnung muss nämlich, abhängig von ihrem Anteil in der Teilungserklärung, sogenanntes „Hausgeld“ gezahlt werden. Hiervon werden die Gemeinschaftsflächen unterhalten oder Rücklagen für Instandhaltungen gebildet. Außerdem werden darin die Nutzungsrechte an Gemeinschaftseigentum und Sondernutzungsrechte geregelt.

Auch das Sondereigentum wird im Kaufvertrag für Eigentumswohnungen definiert sowie die Gemeinschaftsordnung und das Gemeinschaftseigentum festgelegt. Die Teilungserklärung wird ebenfalls vom Notar erstellt und von ihm beim Grundbuchamt eingetragen.

Auf die richtige Zielgruppenansprache kommt es an

Eigentumswohnungen werden vermehrt von ehemaligen Mietern oder Pendlern nachgefragt. Das Ziel ist es, Eigentum im Alter zu besitzen und monatliche Belastungen auf ein Minimum zu drücken. Es ist wichtig, dass die möglichen Finanzierungs-, Verwaltungs- sowie Instandhaltungskosten transparent dargestellt werden. Wie wäre es mit einem beispielhaften Vergleich zwischen Miete und Kauf? So können Sie derartige Nachfragen vermeiden und den Kreis der Interessenten weiter verringern. Nach § 12 WEG (Wohnungseigentumsgesetz) können die Wohnungseigentümer zusätzlich vereinbaren, dass „ein Wohnungseigentümer zur Veräußerung seines Wohnungseigentums der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer oder eines Dritten bedarf.“ Zwar darf diese Zustimmung nur aus wichtigem Grund versagt werden, § 12 Abs. 2 WEG, jedoch kann eine solche Veräußerungsbeschränkung tatsächlich den wirksamen Erwerb bzw. den wirksamen Verkauf einer Eigentumswohnung verhindern.


Legen Sie jetzt los!

Eine Wohnung zu verkaufen ist nicht schwer. Wir unterstützen Sie bei allen Schritten und helfen Ihnen bei der Suche nach einem Käufer oder dem passenden Makler. Wir sind Ihr kompetenter Partner rund um den Verkauf Ihrer Wohnung und wünschen Ihnen viel Erfolg!

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