Im Kaufvertrag für eine Immobilie wird ein Übergabedatum vereinbart. Hierbei handelt es sich um die Hausübergabe, bei der auch ein Übergabeprotokoll zu erstellen ist. Nach der Zahlung des Kaufpreises und mit einer vollendeten Hausübergabe geht die Immobilie in den Besitz des Käufers über. Erfahren Sie hier, worauf bei der Hausübergabe zu achten ist und wie sie abläuft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hausübergabe wird mit einem Übergabeprotokoll abgeschlossen, in das alle vorhandenen Mängel, Zusätze und verbindlichen Aufgaben sowie Dokumente vermerkt werden.
  • Der Hausübergabe Ablauf besteht aus einer Begehung des Hauses sowie der Unterzeichnung des Protokolls.
  • Nach der vollendeten Hausübergabe erfolgt die Schlüsselübergabe. Der Hausverkauf ist abgeschlossen, der Verkäufer von der Mängelhaftung befreit.
  • Treten Mängel nach der Hausübergabe auf, ist festzustellen, ob diese wissentlich verschwiegen wurden.
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Wie läuft eine Hausübergabe ab?

Das genaue Datum für die Hausübergabe wird im Kaufvertrag festgelegt. Es handelt sich hierbei in der Regel um den Termin, an dem der Käufer alle Kosten beglichen hat. Eine Übergabe vor vollständiger Zahlung ist möglich, für den Verkäufer jedoch mit vielen Nachteilen verbunden. Zu diesem Thema lohnt sich eine detaillierte Beratung.

Ist der Termin der Hausübergabe gekommen, treffen sich Käufer und Verkäufer an der Immobilie. Teilweise möchte eine der Parteien, dass auch ein Sachverständiger vor Ort ist. Der Hausübergabe Ablauf ist dann wie folgt:

  • gemeinsame Begehung der Immobilie

  • Anfertigung von einem Übergabeprotokoll

  • Ablesen der Zählerstände

  • Erklärungen zu möglichen technischen Einbauten im Haus

  • Übertragung aller notwendiger Dokumente

  • Übertragung aller vorhandenen Schlüssel

  • Aufnahme der übertragenen Schlüssel, Dokumente sowie der Zählerstände in das Protokoll

Was ist bei der gemeinsamen Begehung wichtig?

Für Käufer und Verkäufer ist die Hausübergabe die letzte Möglichkeit, um Mängel an der Immobilie zu notieren, Vereinbarungen über die Beseitigung zu treffen und festzuhalten, welche Vereinbarungen in Bezug auf die Immobilie noch getroffen werden.

Bei der Begehung sollte daher jeder Raum gemeinsam betrachtet werden. Bereits vorher bekannte Mängel werden ebenfalls in das Protokoll aufgenommen. Verkäufer können an dieser Stelle vermerken, wie sie sich zu den Mängeln mit dem Käufer geeinigt haben. Treten bei der gemeinsamen Begehung noch Mängel hervor, die bisher nicht bekannt waren, hat der Verkäufer das Recht auf Nachbesserung. Auch Vereinbarungen zu einer Nachbesserung sollten im Protokoll vermerkt werden.

Der Verkäufer hat nun noch einmal die Möglichkeit, auch auf Mängel hinzuweisen, die vorher nicht benannt wurden. Der Käufer kann detaillierte Fragen stellen, unter anderem auch zu den Nachbarn und zu einem möglichen Schimmelbefall.


Warum ist der Vermerk der Zählerstände im Protokoll wichtig?

Das Ablesen der Zählerstände und der Vermerk der Werte auf dem Protokoll stellen sicher, dass der Käufer später keine Ansprüche auf Nachzahlungen durch den Verkäufer erhebt. Daher sollten alle Zählerstände genau geprüft und vermerkt werden. Das Übergabeprotokoll ist bei späteren Streitigkeiten bindend.

Muss der Käufer alle Schlüssel erhalten?

Der Käufer hat das Recht darauf, alle Schlüssel, die mit der Immobilie in Verbindung stehen, zu erhalten. Dabei kann es sich auch um Schlüssel zu separaten Schlössern, beispielsweise am Briefkasten oder an der Kellertür, handeln. Im Übergabeprotokoll ist zu vermerken, wie viele Schlüssel der Käufer für welchen Bereich erhalten hat. Stellt er später fest, dass Schlüssel fehlen, kann er die Herausgabe beim Verkäufer anfordern.

Ist der Verkauf nach der Hausübergabe komplett abgeschlossen?

Ist die Hausübergabe beendet, wird das Protokoll unterschrieben und an den Notar weitergegeben. Damit ist der Verkauf grundsätzlich abgeschlossen. Durch einen Sachmängelausschluss im Kaufvertrag geht die Haftung nun auf den Käufer über.

Hinweis

Dies gilt nicht, wenn sich nach der Hausübergabe Mängel zeigen, die durch den Verkäufer wissentlich verschwiegen wurden. In diesem Fall kann ein Anspruch auf eine Mängelhaftung, Rückabwicklung und auch Schadensersatz bestehen. Hier muss jedoch nachgewiesen werden, dass der Mangel dem Verkäufer bekannt war.

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