Jetzt kostenlose Bewertung starten →

Laut §313 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist ein Hausverkauf ohne notariell beurkundeten Kaufvertrag nicht gültig. Dementsprechend brauchen Sie zwingend eine:n Notar:in. Hier erfahren Sie mehr über die Aufgaben, die Arbeitsschritte und die Kosten der:des Notarin:Notars.


hausverkauf-notar

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Hausverkauf muss von einer:einem Notar:in beurkundet werden, um gültig zu sein.
  • Bereiten Sie den Notar:innentermin gut vor und denken Sie daran, dass die:der Notar:in als neutrale Ansprechperson und Berater:in fungiert.
  • Ein:e gute:r Makler:in kann Ihnen direkt eine:n Notar:in empfehlen. ImmoScout24 empfiehlt Ihnen 3 Makler:innen aus Ihrer Region.

Kostenlose Verkaufsberatung
Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückruf-Service und lassen Sie sich von Experten rund um den Immobilien-Verkauf beraten.


Kostenlos Immobilie bewerten

Wann brauche im beim Hausverkauf ein:e Notar:in?

Die ersten Schritte des Hausverkaufs laufen ohne Notar:in ab. Erst, wenn Sie eine:n konkrete:n Interessentin:Interessenten für Ihre Immobilie gefunden haben, ist es an der Zeit, eine:n Notar:in aufzusuchen. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie Bewertungsverfahren, die Makler:innensuche und die Besichtigungen bereits hinter sich. Vermutlich haben Sie sich auch mit der:dem Käufer:in schon auf einen Kaufpreis geeinigt.


wann-brauche-ich-notar

Dies sind die wichtigsten Schritte für die Zusammenarbeit mit der:dem Notar:in:

  • Vorgespräch: Hier legen Sie alle wichtigen Dokumente wie etwa den Grundbuchauszug vor und besprechen gemeinsam, wie der Vertrag aussehen soll und welche Besonderheiten es eventuell gibt.
  • Entwurf des Hausverkaufsvertrags: Als Nächstes schickt die:der Notar:in sowohl Käufer:in als auch Verkäufer:in den Entwurf des Vertrags zu, den Sie mit anwältlicher Hilfe überprüfen sollten.
  • Beurkundungstermin: Gemeinsam mit der:dem Notar:in müssen Sie nun den Kaufvertrag unter Vorlage des Ausweises unterschreiben. Mit Notar:innenstempel wird der Vertrag rechtsfähig.
  • Kaufabwicklung: Nach dem Notar:innentermin kümmert sich die:der Notar:in um weitere Schritte wie etwa die Auflassungsvormerkung, das Vorkaufsrecht, die Grundbucheintragung, die Eigentumsumschreibung und den Kaufpreis.

Wer wählt die:den Notar:in?

In Deutschland gibt es keine offizielle Regelung dazu, wer die:den Notar:in bestimmt. Oft ist es die:der Verkäufer:in oder die:der Makler:in. Finanziell macht es keinen Unterschied, da die Notar:innenkosten von einer Gebührenverordnung geregelt werden. Zudem sind Notarinnen:Notare als neutrale Amtspersonen zur Unparteilichkeit verpflichtet. Wichtig ist, dass Käufer:in und Verkäufer:in sich auf eine:n Notar:in einigen anstatt für den Hausverkauf zwei Notarinnen:Notare einzustellen.

Notar:in beauftragen

Hier erfahren Sie alles Wichtige darüber, wer die:den Notar:in beim Hausverkauf beauftragt.


Der kostenlose Maklervergleich
Erhalten Sie kostenlos & unverbindlich passende Maklervorschläge aus Ihrer Region.

Ist der Hausverkauf auch ohne Notar:in möglich?

Nein, der Hausverkauf ohne Notar:in ist nicht möglich. Denn erst die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags macht den Prozess rechtsfähig. Zudem ist die:der Notar:in beim Hausverkauf für das Grundbuch zuständig und veranlasst als Amtsperson die notwendigen Grundbuchänderungen. Sie:er kann dabei auch eventuell noch bestehende Schulden im Grundbuch löschen lassen und für die:den Käufer:in neue Schulden eintragen. Dafür benötigen Sie allerdings jeweils separate Termine.


verkauf-ohne-notar

Für einen legalen Hausverkauf kommen Sie also um eine:n Notar:in nicht herum. Sie benötigen mindestens einen Termin. Das gilt auch dann, wenn der Hausverkauf für eine Erb:innengemeinschaft mit Notar:in durchgeführt wird. Außerdem ist bei einem Hausverkauf ein Vorgespräch bei der:dem Notar:in üblich.

Notar:innenanderkonto

Darüber hinaus unterstützen Notar:innen die sichere Überweisung des Kaufpreises. Dies geht unter anderem über ein Notar:innenanderkonto, über das Sie hier mehr lesen.


Kostenlose Verkaufsberatung
Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückruf-Service und lassen Sie sich von Experten rund um den Immobilien-Verkauf beraten.

Muss ich beim Notar:innentermin anwesend sein?

Sowohl Verkäufer:in als auch Käufer:in können sich beim Notar:innentermin vertreten lassen. Dies ist zwar nicht empfehlenswert, aber in Notfällen können Sie mithilfe einer Vollmacht oder eine Nachgenehmigung eine dritte Person damit beauftragen, den Kaufvertrag zu unterschreiben.

Wenn Sie den Notar:innentermin persönlich nicht wahrnehmen können, lesen Sie hier, was Ihre Optionen sind.

Wie kann ich den Notar:innentermin vorbereiten?

Zur Vorbereitung des Notar:innentermins sollten Sie als Verkäufer:in vor allem wichtige Dokumente bereitlegen. Gehen Sie außerdem sicher, dass alle offenen Fragen geklärt sind und dass der Kaufpreis, der Übergabetermin und andere Details feststehen.

Folgen Sie dann diesen Schritten:

  1. Vereinbaren Sie einen Notar:innentermin, wenn der Preis feststeht und die:der Käufer:in Ihnen eine Finanzierungszusage der Bank vorlegen kann.
  2. Lassen Sie dem:der Notar:in Unterlagen wie Namen, Adressen, den Grundbuchauszug, das Baulastenverzeichnis, Baupläne, Grundrisse, Energieausweis und bei Bedarf auch den Erbschein zukommen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Unterlagen Sie für den Notar:innentermin für den Hausverkauf benötigen.
  3. Beauftragen Sie die:den Notar:in mit der Erstellung des Vertragsentwurfs.
notartermin-vorbereiten
Verpasster Notar:innentermin?

Ein verpasster Notar:innentermin kann zu Gebühren führen. Gehen Sie daher sicher, dass der mit der:dem Notar:in vereinbarte Termin auch für die:den Käufer:in passt.

Was gibt es beim Termin zu beachten?

Beim Notar:innentermin selbst benötigen Sie unbedingt Ihren Personalausweis. Auch die:der Käufer:in muss sich identifizieren. Wenn ein Unternehmen am Kauf beteiligt ist, ist zusätzlich ein aktueller Handelsregisterauszug nötig.

Die:der Notar:in wird den Vertragsentwurf, den Sie vor dem Termin schon gesehen haben sollten, verlesen und dabei juristische Begriffe erläutern. Nun haben Sie die Möglichkeit, offene Fragen zu klären und bei Bedarf letzte Änderungen vorzunehmen. Denken Sie daran, dass die:der Notar:in neutral ist und daher alle Fragen unparteiisch beantworten wird.

Sobald es keine Änderungswünsche mehr gibt, unterschreiben beide Parteien den Kaufvertrag, der durch Stempel und Unterschrift der:des Notarin:Notars rechtskräftig wird. Sie erhalten eine Kopie des Vertrags.

Was passiert nach dem Termin?

Nach dem Notar:innentermin ist von Ihrer Seite als Verkäufer:in aus nicht mehr viel zu tun. Die:der Notar:in übernimmt die wichtigen Aufgaben, die nun anstehen, in dieser Reihenfolge:

  1. Auftragung einer Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt: Hier handelt es sich um die Grundstücksübereignung mit der Möglichkeit, bei etwaigen Problemen noch vom Verkauf zurückzutreten.
  2. Veräußerungsanzeige und Unbedenklichkeitsbescheinigung: Ihr:e Notar:in wird Kontakt zum zuständigen Finanzamt aufnehmen, um steuerlich relevante Daten des Kaufvertrags anzugeben und die:den neue:n Besitzer:in zur Grunderwerbsteuerzahlung aufzufordern. - Verzichtserklärungen bei Vorkaufsrecht: Sollte ein Vorkaufsrecht vorliegen, müssen die Parteien, die dieses nicht in Anspruch nehmen, ihren Verzicht schriftlich erklären.
  3. Zahlungseingang auf Notar:innenanderkonto: Wenn Sie diese Zahlungsform nutzen, geht der Kaufpreis zunächst bei der:dem Notar:in ein. Alternativ müssen Sie sie:ihn über den Zahlungseingang auf Ihrem Konto informieren.
  4. Grundbucheintragung der:des neuen Eigentümerin:Eigentümers: Sobald der Kaufpreis eingegangen ist, stellt die:der Notar:in beim Grundbuchamt den Antrag auf Eintragung der neuen Eigentumsverhältnisse in Abteilung III und lässt die Auflassungsvormerkung löschen.
  5. Übergabe: Mit dieser Eigentumsüberschreibung ist die:der Käufer:in nun offiziell sowohl Eigenümer:in als auch Besitzer:in der Immobilie. Sie können nun die Hausübergabe planen.

Wer trägt die Kosten für den:die Notar:in?

Play Video-Preview

Je nachdem, wie schnell sich die Parteien einigen, werden für den Hausverkauf nur einer oder doch mehrere Notar:innentermine fällig. Jeder Notar:innentermin folgt einer Gebührenordnung. Bei mehreren Terminen steigen die Kosten entsprechend an, weshalb Sie die Termine nach Möglichkeit kombinieren sollten.

Wer bei einem Hausverkauf die:den Notar:in zahlt, klärt §448 des BGB: Wer seine:ihre Wohnung, sein:ihr Haus oder Grundstück verkaufen will, muss die:den Notar:in für seine Dienste in der Regel nicht bezahlen. Entsprechend zahlt normalerweise die:der Käufer:in und hat daher im Zweifelsfall auch das Recht, die:den Notar:in auszuwählen.

Die Notar:innenkosten liegen normalerweise zwischen 1 und 1,5 Prozent des Kaufpreises . Als Verkäufer:in müssen Sie nur dann die Notar:innenkosten übernehmen, wenn Sie noch auf der Immobilie lastende, eigene Grundschulden tilgen lassen.


notar-kosten
Anfallende Kosten beim Hausverkauf

Wenn Sie wissen möchten, welche Kosten beim Hausverkauf anfallen, haben wir hier eine Übersicht für Sie vorbereitet.

Wie lange dauert der Verkaufsprozess mit Notar:in?

Bis zum endgültigen Abschluss des Hausverkaufs bei der:dem Notar:in ist eine Dauer von vier und acht Wochen üblich. Der Termin für die Schlüsselübergabe ist vertraglich festgelegt. Die meisten Verkäufer:innen übergeben den Schlüssel erst dann, wenn sie den Kaufpreis erhalten haben. Allerdings ist es möglich, bei Sanierungsabsichten der:des Käuferin:Käufers oder anderen Sonderfällen vertraglich festzuhalten, welche Regelung gilt. Die:der Notar:in ist bei der Schlüsselübergabe nicht anwesend.

In der folgenden Checkliste erhalten Sie noch einmal alle Informationen zum Hausverkauf mit Notar:in:

Vor dem Notar:innentermin:

  • Notar:in auswählen
  • Termin vereinbaren
  • Unterlagen vorbereiten
  • Vertragsentwurf beantragen
  • Vertragsentwurf von beiden Parteien prüfen lassen

Beim Notar:innentermin:

  • Notar:innentermin wahrnehmen (Personalausweis nicht vergessen!)
  • Vertrag unterschreiben
  • Kopie des Vertrags erhalten

Nach dem Notar:innentermin:

  • Notar:in kümmert sich um Auflassungsvormerkung, Vorkaufsrecht, Veräußerungsanzeige, Anzeige des Grunderwerbs beim Finanzamt und Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Notar:in veranlasst die Eintragung der:des Käufer:in in Abteilung I des Grundbuchs als Eigentümer:in
  • Aufhebung der Auflassungsvormerkung
  • Altbelastungen in Abteilung III des Grundbuchs werden durch eine eventuelle neue Grundschuld der: des Käuferin:Käufers ersetzt.
  • Käufer:in erhält eine Fälligkeitsmitteilung über den Kaufpreis von der:dem Notar:in und muss diese innerhalb von 14 Tagen begleichen
  • Verkäufer:in bestätigt den Eingang des Kaufpreises
  • Notar:in überprüft, ob alle Angaben im Grundbuch korrekt sind, und schickt den Beteiligten eine Kopie des Grundbuchauszugs sowie ein Abschlussschreiben.

Kostenlose Verkaufsberatung
Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückruf-Service und lassen Sie sich von Experten rund um den Immobilien-Verkauf beraten.
Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen?
Sie haben diesen Artikel als hilfreich bewertet.
Vielen Dank
Wir haben Ihre Bewertung erhalten.
Tipp: Der aktuelle Artikel befindet sich in Phase 2 des Verkaufsprozesses:
Verkauf vorbereiten
In unseren 4 Phasen eines Verkaufsprozesses informieren wir Sie rund um den Verkauf und beantworten all Ihre Fragen.