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Gut beraten ist bei Immobiliengeschäften, wer einem leistungsfähigen Makler einen Alleinauftrag erteilt. Der Makler bemüht sich dadurch besonders, die Immobilie zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Unterschieden wird zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Makleralleinauftrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es wird zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Makleralleinauftrag unterschieden.
  • Bei einem Makleralleinauftrag darf der Verkäufer keinen weiteren Makler einschalten.
  • Durch den Makleralleinauftrag hat der Makler eine hohe Motivation, das Objekt schnell und zum bestmöglichen Preis zu verkaufen, da er in diesem Fall eine Provision erhält.
  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis. Hier können Sie sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.

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Was ist ein Makleralleinauftrag?

Ein Makleralleinauftrag ist ein Vertrag zwischen dem Makler und dem Auftraggeber, der eine ausschließliche Vertragsbeziehung zwischen den beiden Parteien festlegt. Hierdurch wird geregelt, dass kein weiterer Makler mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt wird. Der Makler stellt bei einem Alleinauftrag sein ganzes Fachwissen, seine Verbindungen und seine Marktkenntnisse sowie seine Kenntnis der kompletten Abwicklungsmodalitäten eines Immobiliengeschäfts in den Dienst seines Kunden.

Was ist der Unterschied zum allgemeinen Maklerauftrag?

Ein allgemeiner Maklerauftrag verpflichtet einen Makler zu keinen besonderen Aktivitäten, um den Auftrag voranzutreiben. Der Verkäufer darf auch andere Makler oder Dritte mit der Vermarktung der Immobilie beauftragen. Der Makler hat dadurch keinen besonders hohen Anreiz, sich um den Verkauf der Immobilie zu bemühen. Zu hoch ist in diesem Fall die Gefahr für ihn, Zeit und Geld zu investieren, ohne dass er eine Provision erhält, weil die Immobilie anderweitig verkauft wird.

Qualifizierter Makleralleinauftrag oder einfacher Makleralleinauftrag?

Unterschieden wird zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Makleralleinauftrag, die sich in wesentlichen Punkten voneinander unterscheiden und somit den Verkaufserfolg beeinflussen.

Einfacher Makleralleinauftrag

Der Eigentümer verzichtet darauf, weitere Makler einzuschalten. Allerdings ist er berechtigt, die Immobilie privat ohne Makler zu veräußern. Sollte dies der Fall sein, so erhält der eingeschaltete Makler trotz Makleralleinauftrag keine Provision.

Qualifizierter Makleralleinauftrag

Vom qualifizierten Makleralleinauftrag ist dann zu sprechen, wenn der Makler die Immobilie exklusiv verkaufen darf. Der Eigentümer überlässt dem Makler alle Verhandlungen und darf selbst keinen privaten Verkauf vornehmen. Für den Makler ist diese Vertragsart besonders reizvoll, da er beim erfolgreichen Verkauf eine Provision, auch Maklercourtage genannt, erhält.

Was sind die Vorteile des Makleralleinauftrags?

Zunächst scheint es ein Nachteil zu sein, dass sich lediglich ein Makler um den Verkauf einer Immobilie kümmern soll. Viele Verkäufer stellen sich vor, dass das Objekt bei einer Vermarktung durch mehrere Makler eine größere Reichweite erhält. Allerdings bedeutet eine größere Reichweite weder Seriosität noch einen größeren Verkaufserfolg.

  • Ansprechpartner: Wird ein Alleinauftrag erteilt, so steht ein Ansprechpartner für alle Interessenten zur Verfügung. Dieser ist mit den wichtigen Informationen ausgestattet und kann kompetent weiterhelfen.

  • Initiative: Wenn nur ein Makler den Alleinauftrag für das Kaufobjekt innehat, so muss er sich dafür auch ordentlich ins Zeug legen. Der Makler profitiert schließlich nur, wenn das Objekt erfolgreich verkauft wurde.

  • Fixierte Provisionshöhe: Bei unterschiedlichen Maklern ist vorab nicht unbedingt bekannt, wie hoch die Provision ausfallen wird und ob diese nicht vielleicht sogar doppelt gezahlt werden muss. Ist nur ein Makler beteiligt, sollte die Courtage im Vertrag fixiert werden.

  • Unterbeauftragung: Bei einem Makleralleinauftrag muss tatsächlich nicht zwingend ein Makler alleine handeln. Ist im Vertrag die Unterbeauftragung gestattet, so darf der Makler seinen Kollegen das Feilbieten der Immobilie erlauben. Oftmals ist ein schnellerer Erfolg die Folge.

  • Beratung: Bei einem Makleralleinauftrag findet eine ausführliche Beratung statt. Immerhin ist der Makler selbst am Verkauf interessiert und beteiligt. Gerade die Höhe des Kaufpreises ist ein wesentliches Element der Bemühungen.

  • Nachwirkung: Selbst wenn ein Maklervertrag ausgelaufen ist, können die vorangegangenen Bemühungen noch zum Verkaufserfolg führen. Der Makler erhält auch in diesem Fall seine Provision.

Was sind die Nachteile des Makleralleinauftrags?

Nicht nur Vorteile wollen genannt, auch mögliche Nachteile des Makleralleinauftrags müssen beachtet werden.

  • Festsetzung eines Zeitraums: Beim Alleinauftrag wird ein Zeitrahmen, üblicherweise sechs Monate, vereinbart. Wird die Immobilie in diesem Rahmen nicht verkauft, kann der Auftrag enden.

  • Aufwandsentschädigung: Der Makler erhält eine Entschädigung, egal, ob die Immobilie veräußert wurde oder nicht. Er muss für seinen Aufwand und die durch die Vermarktung entstandenen Kosten entlohnt werden.

Kann ich einen Makleralleinauftrag kündigen?

Grundsätzlich kann ein Makleralleinauftrag nur dann gekündigt werden, wenn er auf unbefristete Zeit geschlossen wurde. Aus diesem Grund sind die Makler allerdings daran interessiert, befristete Verträge zu schließen. Sie laufen meist sechs bis acht Monate und sind vor deren Ablauf nur aus triftigen Gründen kündbar, zu denen beispielsweise die folgenden Sachverhalte gehören:

  • Der Makler hat das Objekt nicht im Internet beworben, obwohl dies im Vertrag explizit vereinbart wurde.

  • Obwohl es Interessenten für die Wohnung gibt, führt der Makler keine Besichtigungen durch.

  • Das Vertrauensverhältnis wird vom Makler missbraucht, indem er beispielsweise den Kaufpreis drückt und das Objekt an Bekannte verkaufen möchte.


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