Infos zum Bestellerprinzip für Verkäufer

Aktueller Stand: Seit einiger Zeit wird das Bestellerprinzip auch für den Verkauf und Kauf von Wohnimmobilien diskutiert. Im Februar legte das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) mit Katharina Barley (SPD) an der Spitze einen Gesetzentwurf vor - nun geht Barley nach Brüssel. Ist damit auch das Bestellerprinzip vom Tisch?

➝ Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen? Beauftragen Sie einen Makler, solange es in vielen Bundesländern noch kostenlos ist.


Bestellerprinzip für Verkäufer kurz erklärt: Wer einen Makler für den Verkauf oder Kauf einer Immobilie beauftragt, übernimmt auch die Maklerkosten.  


+++Aktuelle Entwicklungen+++


Wann kommt das Bestellerprinzip beim Immobilienerwerb?

Ob und wann das Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf kommt, ist keinesfalls sicher. Die große Koalition von CDU/CSU und SPD hat es im Koalitionsvertrag nicht vereinbart. Daher ist die Umsetzung theoretisch Verhandlungssache. Konkrete Pläne rund um das Bestellerprinzip beim Immobilienerwerb stellte die SPD mit einem Referentenentwurf des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im Februrar vor. Der Entwurf befindet sich aktuell in der Abstimmung mit den CDU/CSU-geführten Innen- und Wirtschaftsministerien, die zu einer anderen Position tendieren. Ob und wann das Gesetz kommt, ist daher noch offen. Hinzu kommt, dass Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) unmittelbar nach Abschluss der Europawahlen ihren Rücktritt angekündigt hat, um einen Parlamentssitz in Brüssel einzunehmen. Was nun aus dem Gesetzesentwurf wird, bleibt offen.


Was bisher geschah:

Bündnis 90/DIE GRÜNEN haben – im Vorgriff auf einen etwaigen Entwurf der Bundesregierung – im September 2018 einen eigenen Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) kündigte daraufhin für Ende des vergangenen Jahres einen Referentenentwurf aus dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) an. Dieser wurde Ende Februar vorgestellt und enthält folgende Punkte:

  • wer einen Makler beim Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien beauftragt, soll diesen bezahlen
  • eine Aufteilung der Provision zwischen Verkäufer und Käufer wird explizit ablehent
  • keine Deckelung der Maklercourtage
  • keine Senkungen sonstiger Kaufnebenkosten
 
Am 08. Mai 2019 fand eine öffentliche Anhörung vom Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz zum "Makler - Bestellerprinzip- und Preisdeckelungsgesetz" statt. Hier äußerten sich Sachverständige & Interessenvertreter zum Gesetzentwurf von Bündnis 90/DIE GRÜNEN.  
 
Mit Spannung erwartet wird nun die weitere Entwicklung rund um den Gesetzentwurf von SPD-Justizministerin Katarina Barley -  dieser befindet sich aktuell in der Abstimmung mit den CDU/CSU-geführten Innen- und Wirtschaftsministerien, die zu einer anderen Position tendieren.
 

Was noch geschehen müsste, damit ein neues Gesetz in Kraft tritt:


Der Referentenentwurf des BMJV muss unter anderem mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (CDU) sowie mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (CSU) abgestimmt werden. Erst danach kann das Bundeskabinett unter Leitung der Bundeskanzlerin den Entwurf beschließen. Der Kabinettsbeschluss macht das Gesetzesvorhaben zu einem förmlichen Regierungsentwurf.

Der Regierungsentwurf wird dem Bundesrat zur Stellungnahme zugeleitet. Danach wird die Gesetzesvorlage gemeinsam mit der Stellungnahme des Bundesrates sowie einer Gegenäußerung der Bundesregierung in den Bundestag eingebracht.

Der Deutsche Bundestag befasst sich in drei Lesungen mit dem Gesetzentwurf. Zwischen den Lesungen wird die Vorlage in den Bundestagsausschüssen beraten. Dabei erhalten Sachverständige aus Wissenschaft und Verbänden in einer öffentlichen Anhörung die Möglichkeit, über die Auswirkungen und Implikationen des Gesetzesvorhabens zu diskutieren. Hat der Gesetzentwurf die notwendige Mehrheit im Bundestag gefunden, wird er als Gesetz dem Bundesrat zugeleitet, der dann darüber abstimmt. Nach der Verabschiedung eines Gesetzes durch Bundestag und Bundesrat geht dieses zur Gegenzeichnung an die Bundesregierung und anschließend zum Bundespräsidenten. Unterschreibt dieser das Gesetz, wird es im Bundesgesetzblatt verkündet und kann in Kraft treten.


Sie möchten 2019 Ihre Immobilie verkaufen?


Anzeige
schalten

Finden Sie den richtigen Käufer für Ihre Immobilie - Dank großer Nachfrage und mit Zufriedenheitsgarantie.

Anzeige schalten

Heute schon den passenden
Makler finden

In unserem Netzwerk geprüfter Immobilienmakler finden Sie den passenden Profi für Ihren Verkauf.

Makler finden


Wer zahlt heute die Maklerkosten beim Verkauf?


Bislang gibt es keine gesetzliche Regelung, wer bei einem Immobilienverkauf die Maklerkosten übernimmt.

In der Immobilienbranche ist es jedoch Brauch, diese weitgehend in dem jeweiligen Bundesland einheitlich anzuwenden, obwohl die Maklercourtage laut dem Wettbewerbsrecht eigentlich frei zwischen Makler und Käufer beziehungsweise Verkäufer ausgehandelt werden könnte.


Wer zahlt wo den Makler?


Je nach Bundesland wird die Provision zur Zeit zwischen Käufer und Verkäufer geteilt oder vom Käufer alleine getragen.


  Käufer Verkäufer
Baden-Württemberg     Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%     
Bayern   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57% 
Berlin   Käufer: 7,14%    Verkäufer: 0%
Brandenburg   Käufer: 7,14%    Verkäufer: 0%
Bremen
Käufer: 5,95%
Verkäufer: 0%
Hamburg   Käufer: 6,25%
Verkäufer: 0%
Hessen   Käufer: 5,95%
Verkäufer: 0%
Mecklenburg-Vorpommern   Käufer: 3,57% Verkäufer: 2,38%   
Niedersachen   je nach Region (0-3,57%) je nach Region (3,57-5,96%)
Nordrhein-Westfalen   Käufer: 3,75% Verkäufer: 3,57%   
Rheinland-Pfalz   Kaufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%
Saarland   Käufer: 3,57%
Verkäufer: 3,57%   
Sachsen   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%
Sachsen-Anhalt   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%
Schleswig-Holstein   Käufer: 3,57%
Verkäufer: 3,57% 
Thüringen   Käufer: 3,57% Verkäufer: 3,57%


Zögern Sie jetzt nicht mehr. Verkaufen Sie Ihre Immobilie.
Bei uns finden Sie den passenden Makler.

Zögern Sie jetzt nicht mehr. Verkaufen Sie Ihre Immobilie.
Bei uns finden Sie den passenden Makler.






Wie hoch ist die Maklerprovision pro Bundesland?


In Deutschland liegt die Maklerprovision zwischen 3 und 7 Prozent. Der genaue Prozentsatz ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

placeholder



Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmobilienScout24: „Das Nutzerverhalten auf unserer Plattform zeigt, dass sich die Beteiligten Wahlmöglichkeiten bei der Vermarktung und Vermittlung von Wohneigentum wünschen. Die Bandbreite der nachgefragten Leistungen reicht vom Rundum-sorglos-Paket bis hin zur kompletten Eigenvermarktung. Daher braucht es auch künftig differenzierte Preismodelle, die sich nach der tatsächlich angefragten Leistung sowie dem Umfang der Beratung richten. Echte Nutzerorientierung bedeutet, die Wahlfreiheit der Verbraucher auch beim Thema Vermarktung zu stärken. Die Trennung der Kosten für die Vermittlung von den Vermarktungskosten ist eine weitere Möglichkeit, mehr Transparenz zu schaffen. Eine aufwandsbezogene Berechnung der Vermarktungskosten könnte die Kosten besser nachvollziehbar machen. Deswegen fordern wir: Lasst den Nutzern die Wahl!


Ihr Verkäufer-Newsletter
Kostenlos einmal im Monat per E-Mail
Aktuelle Preisentwicklung und Gerichtsurteile
Tipps rund um den Immobilienverkauf


Wie gefällt Ihnen diese Seite?