Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Bevor du deine eigene Immobilie kaufst, ist eine solide Finanzplanung nötig. So kannst du die Kosten für den Haus- oder Wohnungskauf realistisch einschätzen und dabei auch einen Puffer einplanen, um finanziell nicht zu sehr belastet zu werden. In diesem Beitrag erhältst du Tipps und Hinweise zum Thema Finanzplanung für den Hauskauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die Immobilienkauf-Finanzierung solltest du zunächst ermitteln, wie hoch dein eigenes Budget, dein Eigenkapital und die anfallenden Nebenkosten sind.
  • Anhand des Finanzierungsrechners von ImmoScout24 kannst du eine ausführliche Finanzplanung für den Hauskauf erstellen.
  • Bevor du einen Kredit abschließt, solltest du verschiedene Angebote miteinander vergleichen und dich beraten lassen.

Wie kann ich mein Budget für den Hauskauf ermitteln?

Bevor du dich auf die Suche nach einer Immobilie machst, solltest du die Finanzplanung für den Hauskauf und dazugehörige Informationen analysieren. Dazu gehören die folgenden wichtigen Fragen:

  • Wie hoch ist mein Budget?
  • Wie viel Geld kann ich monatlich für die Kreditrückzahlung ausgeben?
  • Wie hoch ist mein Eigenanteil?
  • Was tue ich im Falle eines Zahlungsausfalls?
  • Habe ich Rücklagen, die als Finanzpuffer dienen können?
  • Bei welcher Bank erhalte ich die besten Finanzierungsbedingungen?

Wir haben dir in diesem Beitrag Informationen zum Budget zusammengestellt, damit du anhand einiger Faustregeln ermitteln kannst, wie viel Geld du maximal für deine Traumimmobilie ausgeben solltest. Besonders wichtig bei der Finanzplanung des Hauskaufs ist das Eigenkapital, das mindestens 10 Prozent, besser noch 20 Prozent, des Kaufpreises abdecken sollte. Denke außerdem daran, dass du dich durch den Hauskauf finanziell nicht allzu sehr einschränkst, damit deine Lebensqualität nicht leidet. Daher sind deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben wichtige Faktoren, um zu sehen, ab welchem Gehalt sich der Hauskauf lohnt bzw. in welchem Rahmen eine Finanzplanung realistisch ist.

Kann ich auch ohne Eigenkapital ein Haus finanzieren?

Grundsätzlich ist es möglich, auch ohne Eigenkapital eine Immobilie zu kaufen. Dann handelt es sich um eine sogenannte Hauskauf-Vollfinanzierung, bei der du von der Bank den vollen Kaufpreis leihst. Jedoch sind dabei die Konditionen weniger günstig, sodass du insgesamt höhere Kosten hast.

Übrigens:

Auch eine sogenannte 110-Prozent-Finanzierung ist möglich. Dabei übernimmt die Bank neben dem Kaufpreis auch die Nebenkosten beim Kauf, die für Notar, Makler und Grundsteuer anfallen.

In diesem Ratgeber haben wir dir Tipps zur Vollfinanzierung einer Immobilie und der dazugehörigen Finanzplanung für Wohnungs- und Hauskauf zusammengestellt. Jedoch empfehlen wir dir, nach Möglichkeit mit dem Hauskauf zu warten, um mindestens 10 Prozent Eigenkapital anzusparen. Alternativ ist ein Privat-Darlehen innerhalb der Familie denkbar, um Eigenkapital zu erhalten und die Hausfinanzierung ohne Eigenkapital zu vermeiden.


Baufinanzierungsrechner

Welche Nebenkosten gehören in die Finanzplanung für den Hauskauf?

Neben deinem eigenen Budget, deinem Eigenkapital und dem Kaufpreis solltest du in deiner Finanzplanung die Hauskauf-Nebenkosten berücksichtigen. Diese treiben den Kaufpreis oft um bis zu 10 Prozent in die Höhe. Dein Eigenkapital sollte nicht nur einen Teil des Kaufpreises, sondern auch die Nebenkosten abdecken.

Diese Nebenkosten sind wichtig für deine Finanzplanungsinformationen vor dem Hauskauf:

  • Maklergebühren
  • Notargebühren
  • Grundsteuer
  • Eventuell Gebühren für einen Gutachter
  • Eventuell nötige Renovierungen und Sanierungen
  • Nebenkosten der Finanzierung

Darüber hinaus empfehlen wir dir, stets einen finanziellen Puffer einzuplanen. Denn wenn du arbeitslos wirst oder aufgrund geänderter Lebensbedingungen plötzlich weniger Kapital zur Verfügung hast, sollte das nicht zu finanziellen Problemen führen. Behalte daher stets einen Teil deiner monatlichen Einkünfte als Rücklage ein, und berücksichtige diese schon im Finanzplan für den Hauskauf. Dies kann auch dann nützlich werden, wenn Reparaturen an deiner neuen Immobilie anstehen.

Beispielrechnung für die Hauskauf-Finanzen

Ein Finanzplan für den Hauskauf ist ein Muss. Hier siehst du ein Finanzplan-Beispiel, um zu verstehen, was du für die Finanzplanung als Hauskäufer berücksichtigen solltest:

Posten

Betrag

Monatliche Einnahmen (Gehalt, Mieteinnahmen, Kindergeld etc.)

4.000 Euro netto

Monatliche Ausgaben (Versicherungen, Lebensmittel, Auto etc.)   2.150 Euro Lebenshaltungskosten
Aktuelle Kaltmiete

850 Euro

Wohnnebenkosten

200 Euro

Sparpläne

300 Euro

Frei zur Verfügung

500 Euro

Nach dieser Rechnung hättest du im Monat 1.050 Euro (850 Euro Kaltmiete + 200 Euro Nebenkosten) als Kreditrate zur Verfügung, da du keine Mietkosten mehr hättest. Außerdem ist es denkbar, einen Teil der 500 Euro, die du monatlich übrighast, für den Kredit aufzuwenden. Wir würden in diesem Fall empfehlen, für die Finanzplanung des Immobilienkaufs mit einer monatlichen Kreditrate von maximal 1.200 Euro zu rechnen.

Tipp:

Nutze auch unseren Rechner für die Bau- und Hauskauffinanzierung, um verschiedene Optionen durchzurechnen.


Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Vor dem Immobilienkauf stehen alle Kaufinteressenten vor der Frage: "Wie teuer darf meine Immobilie sein?" Ermittle jetzt kostenlos deinen finanziellen Spielraum.

Wie kann ich einen Finanzierungsplan erstellen?

Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte solltest du vor dem Hauskauf einen Finanzierungsplan erstellen. Diesen benötigst du unter anderem bei der Bank, um darzulegen, welche Objekte du dir leisten kannst und welche monatlichen Belastungen realistisch sind.

Dein Finanzierungsplan für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung sollte diese Elemente enthalten:

  • Gesamtkosten für den Kauf, inklusive Nebenkosten
  • Eigenmittel (Eigenkapital sowie eventuelle Eigenleistungen)
  • Fremdmittel (Darlehen)

Wir empfehlen dir, dich auch von einem Finanzexperten, etwa bei deiner Hausbank, beraten zu lassen. So kannst du vor allem bei komplizierten Finanzverhältnissen wichtige Hinweise erhalten. Eine unabhängige Beratung von Experten, die nicht auf den Vertragsabschluss aus sind, erhältst du von freiberuflichen Honorarberatern und von der Verbraucherzentrale. Auch hier bei ImmoScout24 beraten wir dich gern und geben dir weitere Hausfinanzierungs-Tipps!

Wo finde ich die passende Immobilienkauf-Finanzierung?

Sobald du alle Informationen für die Hauskauf-Finanzierung beisammenhast, geht es an die Frage, woher du die passende Finanzierung bekommt. Hier handelt es sich um die Fremdmittel, die du dir üblicherweise von einem Kreditinstitut wie einer Bank leihst. Bedenke, dass du für die Fremdfinanzierung auch Zusatzkosten wie Zinserhöhungen nach der Zinsbindung sowie eventuelle Sondertilgungen berücksichtigen solltest. Wichtige Informationen zu Sondertilgungen erhältst du hier.

Bevor du dich für einen bestimmten Kredit für die Finanzierung des Wohnungskaufs entscheidest, ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Bankangeboten empfehlenswert. Dies geht am besten anhand eines Hausfinanzierungs-Beispiels mit den immer gleichen Zahlen. Auch staatliche Förderungen sind denkbar. Eine Übersicht zu Immobiliendarlehen aller Art findest du hier.

Tipp:

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet attraktive Kredite und Förderpakete für umweltfreundliche Immobilien mit niedrigem Energiebedarf sowie für energetische Sanierungen an. Mehr zum Grünen Hauskauf und zur Finanzierung von Grundstücken für energieneutrale Gebäude erfährst du hier.


Wie gefällt Ihnen diese Seite?
Artikel herunterladen
Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen?
Sie haben diesen Artikel als hilfreich bewertet.
Vielen Dank
Wir haben Ihre Bewertung erhalten.
Tipp: Der aktuelle Artikel befindet sich in Phase 1:
Immobilienkauf abwägen
In unseren 4 Phasen des Immobilienkauf-Prozesses informieren wir Sie rund um den Kauf und beantworten all Ihre Fragen.