Baufinanzierungsrechner




Eine solide Finanzplanung gehört zur Vorbereitung des Immobilienerwerbs

Der Erwerb einer Immobilie beinhaltet Entscheidungen mit weitreichenden finanziellen Konsequenzen. Oft laufen Baukredite über 20 oder gar 30 Jahre – prüfen Sie also, ob Sie sich die monatlichen Raten auf Dauer leisten können. Dabei hilft die private Finanzplanung.

Bevor Sie die endgültige Entscheidung für den Kauf eines Eigenheims treffen, sollten Sie nicht nur bei Ihrem Eigenkapital eine Bestandsaufnahme machen, sondern auch Ihre aktuellen und künftigen Einnahmen und Ausgaben auf den Prüfstand stellen. So hilft eine strukturierte Finanzplanung dabei, im Privathaushalt die Zu- und Abflüsse der Geldmittel zu analysieren, notwendige Anschaffungen zu planen und zu prüfen und schließlich herauszufinden, welcher Anteil des monatlichen Einkommens dauerhaft für die Zahlung von Zins und Tilgung des Baudarlehens zur Verfügung steht.

Erster Schritt der Finanzplanung: Einnahmen und Ausgaben prüfen

Im ersten Schritt nehmen Sie Ihre aktuellen Einnahmen und Ausgaben unter die Lupe. Dabei kann es hilfreich sein, für den Zeitraum von einigen Monaten ein Haushaltsbuch zu führen, in das Sie alle Ausgaben eintragen. Die einzelnen Ausgaben werden dann in Kategorien einsortiert wie beispielsweise Lebensmittel, Telekommunikation oder Wohnkosten.

Tipp: Vergessen Sie die Ausgaben nicht, die nur ein Mal pro Jahr anfallen. Das sind unter anderem Aufwendungen für den Urlaub oder Versicherungsprämien. Solche Kosten legen Sie anteilig auf jeden Monat um.

Anschaffungen planen

Im Anschluss daran überlegen Sie, welche größeren Anschaffungen in der kommenden Zeit anstehen. Wann muss das Auto durch ein neues ersetzt werden? Sind in den nächsten Jahren andere größere Investitionen erforderlich, beispielsweise in Möbel oder eine neue Einbauküche? Solche Fragen sollten Sie im Zuge Ihrer privaten Finanzplanung beantworten und rechtzeitig mit der Bildung von finanziellen Rücklagen beginnen.

Tipp: Für größere Ausgaben, die außerhalb Ihrer Planungen anfallen könnten, sollte eine gewisse Geldreserve zur Verfügung stehen. Am besten legen Sie für diesen Zweck etwa drei Netto-Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto an.

Einsparpotenziale prüfen

In dieser Phase der Finanzplanung können Sie auch prüfen, ob sich Ausgaben reduzieren lassen, um mehr finanziellen Spielraum bei der Baufinanzierung zu erhalten. Typisches Beispiel: Kündigen Sie unnötige Versicherungen und prüfen Sie bei bestehenden Verträgen, ob Sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln können.

Was tun mit bestehenden Sparplänen?

Für Eigenheimbesitzer gilt grundsätzlich, dass die möglichst schnelle Tilgung des Baudarlehens die beste Kapitalanlage ist. Daher lohnt es sich, Sparverträge stillzulegen und das Geld lieber in die zusätzliche Tilgung zu stecken. Doch das ist nicht immer ohne weiteres möglich – etwa bei Versicherungssparplänen, die bei vorzeitiger Auflösung Verluste bringen. Lassen Sie sich durchrechnen, ob die Kündigung oder das Ruhen lassen günstiger ist.

Die Zeit nach dem Kauf

Auf Basis der aktuellen Zahlen können Sie nun hochrechnen, wie sich Ihre finanzielle Lage entwickelt, wenn Sie ein Eigenheim erwerben. Die bisherige Kaltmiete entfällt dann, so dass Sie diesen Ausgabeposten für die Rückzahlung des Immobiliendarlehens zur Verfügung haben. Aus der maximalen Monatsrate leiten Sie dann Ihren finanziellen Spielraum bei Finanzierung und Kaufpreis ab.

Wichtig: Denken Sie daran, dass Sie als Eigentümer einer Immobilie höhere Nebenkosten haben als ein Mieter, weil Sie Aufwendungen wie die Rücklagen für künftige Renovierungen selbst tragen müssen. Das heißt, Ihre Ausgaben könnten steigen.

Vereinfachtes Beispiel für die Finanzplanung vor und nach dem Kauf

 

Vor dem Kauf

Nach dem Kauf

Einnahmen:

 

 

Nettoeinkommen

3.000,- Euro

3.000,- Euro

Monatliche Einnahmen gesamt

3.000,- Euro

3.000,- Euro

Ausgaben:

 

 

Lebenshaltungskosten

1.750,- Euro

1.750,- Euro

Kaltmiete

750,- Euro

Wohnnebenkosten

150,- Euro

250,- Euro

Sparpläne

200,- Euro

Frei zur Verfügung

150,- Euro

Maximale Kreditrate

1.000,- Euro

Monatliche Ausgaben gesamt

3.000,- Euro

3.000,- Euro

Wie finde ich den passenden Finanzplaner?

Wenn Sie komplizierte Finanzverhältnisse oder wenig Erfahrung in Geldfragen haben, kann es sinnvoll sein, einen professionellen Finanzplaner zu Rate zu ziehen. Solche Fachleute helfen Ihnen, Ihre Ziele und Möglichkeiten zu analysieren.

Banken und Finanzvertriebe bieten zwar häufig die Finanzplanung kostenlos an, sind jedoch daran interessiert, dass im Anschluss daran ein für den Anbieter gewinnbringendes Finanzprodukt abgeschlossen wird. Vollkommen neutrale Beratung erhalten Sie von einem Finanzplaner, der auf Honorarbasis arbeitet und Ihnen daher kein Anlage- oder Kreditprodukt verkaufen will. Anlaufstellen für die private Finanzplanung auf Honorarbasis sind sowohl die Verbraucherzentralen wie auch freiberuflich tätige Honorarberater.

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Vergleichen lohnt sich. Das gilt insbesondere für die Finanzierung einer Immobilie.