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Immobilienkauf: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Grundsätzlich teilen sich die Kosten für einen Immobilienerwerb, in den Kaufpreis und den Kaufnebenkosten auf. Erhalten Sie hier einen Überblick, welche Kosten Sie bei einem Haus- oder Wohungskauf erwarten und kalkulieren Sie Ihre Kaufnebenkosten in ihre Finanzierung und Anschlussfinanzierung mit ein.

Die Nebenkosten für einen Hauskauf, Wohnungskauf oder einen Hausbau unterscheiden sich natürlich. Dennoch gibt es Kosten die für alle Kaufvarianten gleich sind.

Rechnen Sie in jedem Fall mit folgenden Kaufnebenkosten:



Tipp: Einen sehr guten Überblick über die zu erwartenden Kosten erhalten Sie mit unserem Baufinanzierungsrechner.

Dieser gibt Ihnen auf Basis der Kaufsumme und des Kaufortes einen detaillierten Überblick über die zu erwartenden Kosten. 


Baufinanzierungsrechner

Beispiel: Kaufnebenkosten beim Hauskauf einer Bestandsimmobilie

Wenn Sie eine Bestandsimmobilie zum Preis von 200.000 Euro in Nordrhein-Westfalen erwerben möchten, die über einen Immobilienmakler verkauft wird, können in etwa folgende Kosten anfallen:

Kosten bei Kauf der Eigentumswohnung

Festgelegter Prozentsatz

Höhe der Kosten

Grunderwerbsteuer

6,50 Prozent in NRW

13.000 Euro

Notar- und Grundbuchkosten

1,5 Prozent in NRW

3.000 Euro

Maklerprovision

3,57 Prozent in NRW

7.140 Euro

Immobiliengutachten

Je nach Umfang und Art

700 Euro

Modernisierungskosten

Je nach Zustand

6.000 Euro

Gesamt

 

29.840 Euro

Kaufnebenkosten beim Bauen

Sofern Sie den Hausbau in Eigenregie planen, sammeln sich - bis das Haus bezugsfertig ist - zusätzlich zu den Kosten für Architekt, Bauleiter, Statiker und die ausführenden Handwerker noch weitere Nebenkosten an. Dazu zählen beispielsweise:

  • die Kosten für die Sicherung der Baustelle,
  • die Kosten für die Entsorgung des Erdaushubs,
  • Gebühren für den Baustellenstrom und
  • Versicherungsprämien für die Gebäudeversicherung während der Bauphase.

Welche Kosten werden beim Kauf einer Eigentumswohnung oder Haus für Sanierungen fällig?

Gebrauchte Immobilien sind weitaus günstiger als ein Neubau. Doch wenn die Bausubstanz in die Jahre gekommen ist, müssen Sie zusätzlich zu den Kosten für den Erwerb der Immobilie noch weitere Nebenkosten für die Sanierung und Modernisierung einplanen.

Um diese Aufwendungen realistisch einschätzen zu können, sollten Sie vor der Kaufentscheidung das Haus oder die Eigentumswohnung kritisch begutachten.

Um bösen Überraschungen vorzubeugen ist es ratsam, einen erfahrenen Handwerker, Bauingenieur oder Architekten hinzuzuziehen, um den Sanierungsaufwand und die Kosten beim Kauf einer Eigentumswohnung zumindest einmal grob durchzukalkulieren.

Kosten beim Hauskauf: Finanzierungsaufwand

Auch bei der Baufinanzierung gilt: Die Zinsen machen den größten Anteil der Kostenbelastung aus, doch es können auch hier weitere Beträge hinzukommen.

Die Nebenkosten bei der Finanzierung des Hauskaufs können sich ergänzen um:

  • die Gebühren für das Eintragen der Grundschulden,
  • Bereitstellungszinsen
  • oder einer Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Darlehensablösung.

Kosten für Versicherungen

Als Eigentümer eines Wohnhauses benötigen Sie eine Gebäudeversicherung, um Ihre Immobilie bei Brand, Blitzschlag, Sturm- oder Wasserschäden abzusichern.

Auch die Absicherung Ihrer eigenen Person sollte nicht zu kurz kommen – vor allem dann, wenn Sie Kinder haben und diese für den Fall Ihres Ablebens vor einem Schuldenberg schützen möchten. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eine Risikolebensversicherung in Höhe der Darlehenssumme abzuschließen. Dann ist im Ernstfall dafür gesorgt, dass mit der Versicherungsauszahlung die noch vorhandenen Schulden getilgt werden können.


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