Grunderwerbsteuer

Wie Sie bei der Grunderwerbsteuer sparen können


In knapp einem Drittel aller Bundesländer gilt bereits ein Steuersatz von 6,5 Prozent. Auch Thüringen hat Anfang 2017 von 5 auf 6,5 Prozent erhöht. Damit stieg die Grunderwerbsteuer im Bundesdurchschnitt auf 5,37 Prozent. Nur Bayern und Sachsen liegen weit darunter.


Mobilität ist angesagt, aber dennoch können nicht alle Immobilienkäufer nach Bayern oder Sachsen ziehen. Das wäre ohnehin nicht ratsam, zumal auch hier mittelfristig mit einem Anstieg zu rechnen ist. Beide Bundesländer haben ihre Grunderwerbsteuer als einzige noch nie verändert.


Beispielrechnung: Grunderwerbsteuer 2017

Wer ein Haus für 200.000 Euro kauft, zahlt je nach Bundesland zwischen 7.000 und 13.000 Euro Grunderwerbsteuern. In der folgenden Tabelle können Sie sich über die Grunderwerbsteuern im Bundeslandvergleich informieren.

Grunderwerbsteuer - Stand 2007


Ratenrechner

Bundesland  

Steuersatz  

Betrag*

Baden-Württemberg  

5 %

10.000 €

Bayern

3,5 %

7.000 €

Berlin

6 %

12.000 €

Bremen

5 %

10.000 €

Brandenburg

6,5 %

13.000 €

Hamburg

4,5 %

9.000 €

Hessen

6 %

12.000 €

Mecklenburg-Vorpommern

5 %

10.000 €

Niedersachsen

5 %

10.000 €

Nordrhein-Westfalen

5 %

10.000 €

Rheinland-Pfalz

5 %

10.000 €

Saarland

6,5 %

13.000 €

Sachsen

3,5 %

7.000 €

Sachsen-Anhalt

5 %

10.000 €

Schleswig-Holstein

6,5 %

13.000 €

Thüringen

6,5 %

13.000 €

*Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro.

So können Sie die Grunderwerbsteuer reduzieren


  • Immobilien in günstiger Lage finden
    Wer grenznah wohnt, muss die Immobiliensuche nicht auf sein Bundesland beschränken. Auf der anderen Seite von Rhein oder Donau lässt es sich bestimmt auch gut leben – und Grunderwerbsteuer sparen.

 

  • Wer selbst baut, zahlt weniger Grunderwerbsteuer
    Deutlich geringer als für Käufer einer fertigen Immobilie ist die Steuerbelastung für diejenigen, die ein Grundstück erwerben und danach ein Haus darauf bauen. Beispiel: Wer ein Grundstück für 100.000 Euro kauft und später für 200.000 Euro darauf ein Fertighaus errichten lässt, muss nur auf den Grundstückskaufpreis Grunderwerbsteuer zahlen. Werden Haus und Grundstück hingegen als Einheit von einem Bauträger erworben, ist auf den gesamten Kaufpreis Grunderwerbsteuer zu entrichten. Gut zu wissen: Nur wenn Grundstückskauf und Bauvertrag wirklich unabhängig voneinander abgeschlossen werden, indem etwa das Grundstück von der Gemeinde erworben und mit dem Bau ein Fertighaushersteller beauftragt wird, kann die Grunderwerbsteuer legal eingespart werden.

 

  • Küche und Sauna herausrechnen
    Nur was untrennbar mit dem Gebäude verbunden ist, unterliegt der Grunderwerbsteuer. Führen Sie „bewegliche Teile“ wie Küche, Sauna oder auch die Markise im notariellen Kaufvertrag gesondert auf oder schließen Sie dafür einen eigenen Vertrag.

 

  • Keine Grunderwerbsteuer für Rücklagen
    Die Instandhaltungsrücklage bei Eigentumswohnanlagen fällt ebenfalls nicht unter die Grunderwerbsteuersteuerpflicht. Der Kaufvertrag sollte deshalb die Formulierung aufweisen: "Der Kaufpreis enthält eine Instandhaltungsrücklage von X Euro."

 

  • Schenkungen und Erbschaften
    Die Übertragung einer Immobilie im Rahmen von Schenkungen und Erbschaften ist ebenso von der Grunderwerbsteuer befreit wie der Verkauf an Verwandte ersten Grades. Gut zu wissen: Wer eine Immobilie von seinen Eltern, Großeltern oder Kindern käuflich erwirbt, zahlt keine Grunderwerbsteuer. Steuerpflichtig sind hingegen Immobiliengeschäfte unter Geschwistern.


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