Wenn Sie die Kosten für Miete und Immobilienkauf vergleichen möchten, sollten Sie die jeweiligen voraussichtlichen Kosten für die nächsten Jahre berechnen. Bei der Berechnung müssen Sie viele Faktoren wie beispielsweise die alternative Anlage des Eigenkapitals beachten. Hier erfahren Sie, welche Formeln entscheidend für die Frage „Kaufen oder mieten?“ sind.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob sich Kaufen oder Mieten lohnt, hängt vom Einkommen, den Kreditkonditionen, dem Eigenkapital, dem bisherigen Mietpreis und dem voraussichtlichen Preis für das Eigenheim ab.

  • Die einfachste „Kaufen oder mieten?“-Faustformel: Immobilienpreis geteilt durch Jahreskaltmiete sollte einen Wert um die 20 liefern, damit sich ein Kauf lohnt.

  • Komplizierte Berechnungen berücksichtigen auch Miet- und Kaufnebenkosten, Wertsteigerungen, Mieterhöhungen und alternative Anlageformen.

  • Ein neues Zuhause sollte zum Budget passen. Ermitteln Sie jetzt mit dem Budgetrechner, was Ihre Immobilie kosten darf und wie viel Kredit Sie für Ihren Hauskauf bekommen.

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Was ist billiger: Mieten oder Kaufen?

Ganz allgemein lässt sich nicht festlegen, ob es billiger ist, eine Immobilie zu mieten oder sie zu kaufen. Es kommt nicht nur auf die Lage, sondern auch auf die Art der Finanzierung, die Entwicklung der Kosten oder Wertsteigerungen an. Besonders wenn Sie in einer sehr günstigen Mietwohnung leben, kann es sich lohnen, weiterhin Miete zu zahlen, statt zu kaufen. Generell sollte die Immobilie abbezahlt sein, bevor Sie in Rente gehen, damit sich der Kauf lohnt.

Was ist der Kaufpreisfaktor?

Der Kaufpreisfaktor sagt Käufern oder Investoren, über welchen Zeitraum und in welcher Höhe Einnahmen mit der Immobilie erzielt werden müssen, damit sich der Kauf lohnt. Je kürzer der Zeitraum, desto besser für den Käufer.

Die vereinfachte Faustformel für die Frage, ob sich Mieten oder Kaufen mehr lohnt, lautet:

Voraussichtlicher Kaufpreis / Jahreskaltmiete

Beispiel: 250.000 / (800 x 12) = 26,04

Liegt das Ergebnis dieser Division bei etwa 20 oder sogar darunter, kann sich der Kauf einer Immobilie lohnen. In dem Fall liegt die finanzielle Belastung durch den Kauf ungefähr so hoch wie die finanzielle Belastung durch die Miete. Die Voraussetzungen dieser Rechnung: Das Eigenkapital liegt bei mindestens 20 Prozent und die Tilgung erfolgt über 30 Jahre mit mehr als zwei Prozent.

Diese Faustformel für den Kaufpreisfaktor ist ein guter Anhaltspunkt, stellt die Wirklichkeit aber sehr vereinfacht dar. Weitere Faktoren, die Sie beachten sollten, sind:

  1. Mietpreisentwicklung

  2. Wertsteigerung der Immobilie

  3. Kreditkosten

  4. Kaufnebenkosten

  5. Instandhaltungskosten und erwarteter Anstieg der Instandhaltungskosten


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Mieten oder kaufen: Rechner

Nutzen Sie den Mieten/Kaufen-Rechner von ImmoScout24, um einen Überblick darüber zu bekommen, ob sich für Sie ein Immobilienkauf lohnt. In dem Rechner werden unterschiedliche Faktoren berücksichtigt:

  • Lage der Immobilie

  • Erwarteter Wohnzeitraum

  • Maximale Warmmiete, die Sie zahlen würden

  • Maximaler Kaufpreis, den Sie zahlen würden

  • Eigenkapital

  • Tilgungssatz

  • Sollzinsbindung

  • Kaufnebenkosten

  • Mietpreisentwicklung

  • Alternative Kapitalanlage

  • Instandhaltungskosten

  • Wertsteigerung der Immobilie

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