Diese Rechte des Mieters sollten Vermieter kennen

Das Gesetz auf Ihrer Seite

Streit mit Mietern muss nicht sein – solange sich alle Beteiligten an gesetzliche Regeln und Absprachen halten. Um Konflikte zu vermeiden oder zu klären, sollten Sie als Vermieter auch die Rechte des Mieters kennen.

Viele Rechte des Mieters gehen mit Pflichten für den Vermieter einher. Beides ist im Mietvertrag geregelt, der sich am aktuellen Mietrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) orientieren sollte.
Das Mietrecht sichert vor allem die Rechte des Mieters und schützt ihn vor Willkür.
So ist zum Beispiel eine Hausordnung für den Mieter nur verpflichtend, wenn er sie als Teil des Mietvertrags erhalten und mit seiner Unterschrift anerkannt hat.

Das Hausrecht liegt beim Mieter

Arbeiter repariert Tapete

Bei Klein- und Schönheitsreparaturen können Sie den Mieter an den Kosten beteiligen.

Als Vermieter treten Sie mit der Wohnungsübergabe das Hausrecht an den Mieter ab. Das heißt, ohne Wissen und Zustimmung des Mieters dürfen Sie die Mietimmobilie nicht betreten. In bestimmten Fällen steht Ihnen aber ein Besichtigungs- und Zutrittsrecht zu. Dies gilt zum Beispiel, wenn Reparatur- und Modernisierungsarbeiten in der Wohnung anstehen, oder wenn Sie die Wohnung einem Nachmieter oder Kaufinteressenten zeigen wollen. Allerdings sollten Sie keinen spontanen Einlass erwarten. Die Rechte des Mieters sehen vor, dass der Termin mindestens einen Tag vorher mit ihm abgesprochen werden muss.

Baumaßnahmen und Instandhaltung

Zu den grundsätzlichen Rechten des Mieters zählt der vertragsgemäße Zustand der Wohnung. Das bedeutet, dass Sie als Vermieter verpflichtet sind, die Wohnung instandzuhalten. Mit Sonderklauseln zu Klein- und Schönheitsreparaturen im Mietvertrag können Sie festlegen, dass der Mieter einen Teil der Kosten für bestimmte Arbeiten übernimmt. Diese Regelungen sind im aktuellen Mietrecht genau definiert und mit vielen Einschränkungen versehen. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass diese Klauseln dem gültigen Stand entsprechen. Wenn die Wohnung dauerhaft Mängel aufweist, die der Vermieter nicht fristgemäß beseitigt, darf der Mieter die Miete mindern. Ein Anrecht auf eine Modernisierung der Wohnung auf den neuesten Stand der Technik besteht jedoch nicht.


Selbst inserieren oder Makler vergleichen

  • In nur 5 Minuten Anzeige schalten & gezielt richtigen Mieter oder Käufer finden Anzeige schalten
Anzeige schalten Makler vergleichen

Einzug von Familie und Freunden

Zwei Wellensittiche auf einer Hand

Die Kleintierhaltung im Käfig kann ein Vermieter nicht verbieten.

Die Rechte des Mieters erlauben, dass nahe Familienangehörige wie Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und Stiefkinder in die Wohnung einziehen dürfen, ohne dass der Vermieter sich damit einverstanden erklärt hat. Dabei darf die Wohnung jedoch nicht überbelegt werden. Genaue Regelungen dazu erhalten Sie bei Eigentümerverbänden wie Haus & Grund. Weitere Familienangehörige wie Onkel oder Tante sowie Freunde des Mieters dürfen nur mit Zustimmung des Vermieters einziehen.

Rechte des Mieters zur Tierhaltung

Im Mietvertrag sollten Sie festlegen, ob Ihr Mieter Tiere halten darf oder nicht. In jedem Fall gilt eine gesetzlich geregelte Ausnahme für Kleintiere, die im Käfig gehalten werden können. Grundsätzlich dürfen Sie die Kleintierhaltung nicht im Mietvertrag verbieten. Das gilt zum Beispiel für Kanarienvögel und Wellensittiche ebenso wie für Hamster, Kaninchen oder Meerschweinchen. Auch für Zierfische in Aquarien braucht der Mieter keine besondere Erlaubnis. Aber: Wer großzügig einem seiner Mieter die Haltung einer Katze oder eines Hundes erlaubt, muss dies prinzipiell auch allen anderen Mietparteien im selben Haus gestatten.

Tipp: Online Rechtsberatung - rechtssicher und aktuell

In unserem EigentümerPlus-Portal erhalten Sie online Rechtsberatung.
Erfahrene Anwälte stehen Ihnen bei Fragen rund ums Mietrecht zur Seite.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.