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Kühlhaus und Kühlräume

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Das Kühlhaus - Unverzichtbarer Lagerraum

Das Kühlhaus ist als Nachfolger des Eishauses nicht aus Gastronomiebetrieben wegzudenken. Doch nicht nur Restaurantbetreiber, sondern auch kleinere Unternehmen greifen immer wieder auf ein Kühlhaus zurück, um ihre Produkte frisch zu halten. Die folgende Übersicht gibt Ihnen Auskunft darüber, was bei der Suche nach einem geeigneten Kühlhaus zu beachten ist, welche Arten von Kühlhäusern es gibt und ob es sich lohnt, ein Kühlhaus zu mieten, zu kaufen oder zu pachten:

Inhalt

Was ist ein Kühlhaus und wozu ist es gut?

Kühlhäuser sind Lagerhäuser, in denen künstlich eine unter der Umgebungstemperatur liegende Temperatur erzeugt wird. Wie niedrig die Temperatur im Kühlhaus sein sollte, hängt davon ab, welches Gut gelagert wird. Gerade Tiefkühlkost muss bei Temperaturen gelagert werden, die im Minusbereich liegen. Bei Früchten und Gemüse hängt die Lagertemperatur davon ab, aus welcher Region sie kommen: Während einheimische Früchte und Gemüse in einem Kühlhaus bei einer Temperatur um 0 Grad Celsius gelagert werden können, benötigen tropische und subtropische Früchte eine höhere Temperatur (circa 5 bis 13 Grad Celsius). Lebensmittel sind nicht das einzige Gut, das in Kühlhäusern aufbewahrt wird. Auch für einige technische Produkte eignet sich ein Kühlhaus, insbesondere für solche, die durch ständige chemische Reaktionen charakterisiert sind. Diese chemischen Reaktionen werden durch die niedrige Temperatur verlangsamt.

Kühlhaus mieten, pachten oder kaufen?

Wie bei jeder anderen Immobilie ist auch der Kauf eines Kühlhauses von der Liquidität des Interessenten abhängig. Natürlich gibt es die Möglichkeit, die finanziellen Mittel mithilfe eines Kredites aufzustocken, jedoch bewilligen Banken jungen Kunden und Existenzgründern oftmals keinen solchen Kredit. Darüber hinaus ist es notwendig, dass der Interessent über ein gewisses Eigenkapital verfügt, wenn er ein Kühlhaus kaufen will. Einige Kreditinstitute bieten zwar 100-Prozent-Finanzierungen an, diese werden dann allerdings mit einem satten Zinsaufschlag versehen.

Für Jungunternehmer ohne einen hohen Eigenkapitalanteil ist es eine gute Alternative, Kühlhäuser zu mieten: Teile der für den Kauf benötigten finanziellen Mittel können so anderweitig verwendet werden, zum Beispiel für die Investition in eine hochwertige Kälteanlage. Nachteilig daran, ein Kühlhaus zu mieten, ist der Fakt der regelmäßigen Entrichtung des Mietpreises. Allerdings entfällt beim Mieten die hohe Anfangsinvestition. Darüber hinaus sind Mietzahlungen im Gegensatz zu Käufen steuerlich absetzbar. Zugleich wird aber auf die Miete von Gewerbeimmobilien auch Mehrwertsteuer erhoben.

Der wohl größte Vorteil beim Kauf eines Kühlhauses ist die Flexibilität bei der Kühlhauseinrichtung und -gestaltung. Nachteilig ist jedoch, dass beim Kauf eines Kühlhauses die Grunderwerbssteuer fällig wird. Eine Alternative zu Kauf und Miete stellt die Pacht dar. Ein Pachtvertrag bindet den Verpächter dahingehend, dass er dem Pächter alle Rechte an der Immobilie abtritt. Das bedeutet, dass alle Erträge, die in Verbindung mit der Immobilie, in diesem Fall des Kühlhauses stehen, alleine dem Pächter gehören. Er darf also sämtliche Gewinne für sich beanspruchen. Ein Kühlhaus zu pachten empfiehlt sich vor allem dann, wenn wenig Eigenkapital vorhanden ist, da der Zins einer Pacht häufig deutlich niedriger ausfällt als die Abzahlung von Kreditzinsen. 

Wo finde ich ein passendes Kühlhaus?

Wer ein Kühlhaus pachten, kaufen oder mieten möchte, kann entsprechende Angebote im Internet recherchieren. Internet-Plattformen wie Immobilienscout24 bieten nicht nur einen Überblick über mögliche Kauf-, Miet- oder Pachtobjekte. Darüber hinaus können Interessenten die Suche anhand verschiedener Filtereinstellungen exakt an die eigenen Vorstellungen anpassen. 

Welche Arten von Kühlhäusern gibt es?

Kühlhäuser werden in der Regel nach der Nutzung und nach der Art der Anwendung unterschieden. Die am häufigsten vorkommenden Kühlhäuser sind gewerbliche, welche im Rahmen der Dienstleistung für die Kunden genutzt werden. Sie fungieren sowohl als Lagerkühlhäuser als auch als Speditionskühlhäuser. Eine weitere Art des Kühlhauses stellen sogenannte Produktionskühlhäuser dar, die der Herstellung von Fertigwaren wie zum Beispiel Pizza dienen. Handelskühlhäuser sind ausschließlich in Einzelhandelsketten zu finden und dienen vor Ort der Kühlung der vorrätigen Lebensmittel. Neben den Obst- und Gemüsekühlhäusern gibt es Sonderkühlhäuser, welche vorwiegend in Häfen zu finden sind und technische Produkte beherbergen. Kleinere Betriebe wie zum Beispiel Metzgereien und Verbrauchermärkte verfügen meist über deutlich kleinere Kühlhäuser, sogenannte Kleinvorratslager. Die wohl größten Kühlhäuser sind solche, die als Umschlagssammelplatz für Lebensmittel-Neuverteilungen fungieren.

Dienstleistungen, die in Kühlhäusern erbracht werden

Neben der klassischen Lagerung, der Konservierung und dem Umschlag von Lebensmitteln gibt es zahlreiche Leistungen, die in Kühlhäusern erbracht werden. Dazu zählen zunächst das Nachkühlen von nicht ausreichend gekühlten Lebensmitteln sowie das Einfrieren von ungefrorenen Waren. Weiterhin dienen Kühlhäuser der Bestandsführung von Kundenware und der Etikettierung von Nahrung. Einige Kühlhäuser werden sogar für die Zolllagerung und die Zollabfertigung genutzt.

Die Kälteanlage – Herzstück des Kühlhauses

Die Kälteanlage ist für den Großteil des Stromverbrauches im gesamten Kühlhaus verantwortlich: Sie benötigt rund 70 Prozent, weswegen unbedingt zu empfehlen ist, sich sehr genau mit der Kälteanlage zu befassen. Bei dem Vergleich verschiedener Kälteanlagen ist zu beachten, dass Kühlhäuser im Laufe der Jahre enorm schwankende Wärmelasten aufweisen, die vor allem der Kälteversorgung einiges in puncto Teillastbetriebsverhalten abverlangen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass immer ausreichend Kälteleistung zur Verfügung steht, auch wenn einzelne Komponenten der Kälteanlage temporär ausfallen. Die Kälteanlage sollte generell immer effizient für den Nutzer konzipiert sein, also möglichst viel Kälte sollte mit möglichst wenig Energie zu erzeugen sein.

Welche Vor- und Nachteile haben die handelsüblichen Kältemittel?

Insbesondere in größeren Kühlhäusern wird Ammoniak als Kältemittel verwendet, welches gleichzeitig als das natürlichste gilt. Ammoniak weist positive Umwelteigenschaften auf, da es weder Ozonabbaupotenzial noch einen Treibhauseffekt besitzt. Durch die gute energetische Effizienz von Ammoniak verbraucht die Kälteanlage generell weniger Strom. Weitere Vorteile von Ammoniak sind, dass es preiswert im Vergleich zu anderen Kältemitteln ist und unbegrenzt verfügbar. Nachteilig am Kältemittel Ammoniak sind die höheren Investitionskosten zu Beginn des Baus, die regelmäßigen Wartungsarbeiten und der Fakt, dass Ammoniak als giftig gilt.

In kleineren Kühlhäusern hat sich der Einsatz von fluoriertem Kohlenwasserstoff (auch HFKW genannt) als Kältemittel durchgesetzt. Im Gegensatz zu Ammoniak ist HFKW nicht giftig und entzündbar, sodass das Risiko eines Unfalls geringer ist. Aufgrund der Materialverträglichkeit ist der Bau eines Kühlhauses mit HFKW als Kältemittel nicht nur günstiger, sondern auch unkomplizierter. Nachteilig an HFKW sind jedoch der weniger positive ökologische Aspekt und der Preis des Kältemittels, der um einiges höher ausfällt als bei der Anschaffung von Ammoniak. Auch Kohlenstoffdioxid ist ein Kältemittel, das aus umwelttechnischer Sicht empfehlenswert ist. So wie Ammoniak ist Kohlenstoffdioxid umweltverträglich und wirtschaftlich.

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