Eine Baufinanzierung will gut geplant sein. Erfahre, wie eine Immobilienfinanzierung funktioniert, wie du die Angebote vergleichen kannst und welche staatlichen Hilfen für dich in Frage kommen.
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- Baufinanzierung umfasst den gesamten Prozess von Budgetplanung bis zum Notartermin - realistische Kalkulation inkl. Kaufnebenkosten ist essenziell.
- Kreditangebote unterscheiden sich teils deutlich – Effektivzins, Zinsbindung, Sondertilgungen und Gesamtkonditionen vergleichen spart über die Laufzeit oft mehrere tausend Euro.
- Staatliche Förderungen (z. B. KfW-Darlehen, Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie) können Zinskosten senken oder Eigenkapitalaufbau unterstützen.
- Solide Planung, ausreichendes Eigenkapital (idealerweise ≥20 %) und langfristig tragbare Monatsraten reduzieren Finanzierungsrisiken deutlich.
- Mit dem richtigen Darlehen kannst du mehrere tausend Euro sparen. Finde jetzt deine optimale Baufinanzierung mit nur wenigen Klicks.
Jedes Kreditinstitut kalkuliert Zinsen und Konditionen etwas anders. Kleine Unterschiede können große Auswirkungen auf deine Kosten haben. Ohne einen Vergleich riskierst du, mehr Zinsen zu zahlen als nötig.
Es ist ratsam, die Konditionen eines Immobilienkaufvertrags zu vergleichen. Bei den hohen Summen bei der Immobilienfinanzierung kann die zweite Kommastelle bei einem Zinssatz oder eine lange Laufzeit einen Unterschied von mehreren tausend Euro bedeuten.
Hinweis: Wie kann ich Zinsen vergleichen? Achte beim Vergleich der Baukredite nicht nur auf den Sollzins, sondern vor allem auf den Effektivzins (effektiver Jahreszins). Der Effektivzins umfasst sämtliche zusätzliche Kosten und Gebühren und macht Angebote erst wirklich vergleichbar. Du solltest die Angebote immer mit identischen Eckdaten vergleichen.
Ein Baufinanzierungsvergleich lohnt sich immer. Achte auf Zinsen, Nebenkosten, Sondertilgungsrechte, Zinsbindung und weitere Konditionen. Suche in Ruhe nach einer Finanzierung, die zu deinen Bedürfnissen passt.
Gut zu wissen: Achtung: Kaufnebenkosten einkalkulieren! Ein Baufinanzierungs-Vergleich sollte nicht beim Zinssatz enden. Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Maklerprovision können zehn bis 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Nicht vergessen: Nebenkosten werden nicht über Kredit finanziert, die Nebenkosten werden üblicherweise über Eigenkapital finanziert.
Eine Baufinanzierung ist quasi ein zweckgebundener Kredit. Der Zweck ist der Kauf oder der Bau einer Immobilie. Du leihst dir das Geld bei einem Kreditgeber für eine Immobilienfinanzierung.
Hinweis: Typisch ist ein Annuitätendarlehen Bei der Baufinanzierung sind Annuitätendarlehen üblich. Beispielsweise leiht dir die Bank eine größere Summe Geld, etwa. Du zahlst sie in gleichbleibenden monatlichen Raten zurück.
Du leihst dir also Geld, das du monatlich in Raten zurückzahlst. Du zahlst Zinsen und das geliehene Geld. Am Ende der Laufzeit soll das Darlehen komplett zurückgezahlt sein. Die Länge der Laufzeit vereinbarst du mit dem Darlehensgeber.
Wichtig zu wissen: Die Bank lässt sich eine Grundschuld eintragen Solltest du den Kredit nicht mehr bedienen können, hat die Bank das Recht, die Immobilie zu verkaufen. Die Grundschuld ist die Voraussetzung dafür, dass Banken überhaupt so große Summen verleihen.
Ein Baufinanzierung folgt einigen festen Schritten. Das ein typischer Ablauf, von der ersten Planung bis zur Auszahlung des Kredits:
Am Anfang steht der Kassensturz. Verschaffe dir einen genauen Überblick über deine Finanzen. Ermittle dein Eigenkapital und rechne aus, welche monatliche Rate in dein Budget passt.
Falls du nicht schon dein Traumhaus im Blick hast, musst du eine passende Immobilie finden.
Hole nun Finanzierungsangebote von verschiedenen Banken oder Vermittlern ein.
Im Idealfall bekommst du eine Kreditzusage. Jetzt kommt der Vertragsabschluss. Du wirst als neue:r Besitzer:in eingetragen.
Sind alle Vertragsbedingungen erfüllt, zahlt die Bank den Kredit aus. Wenn du ein Haus baust, erfolgt die Auszahlung schrittweise: Die Bank überweist das Geld in Raten je nach Baufortschritt. Nun beginnt die eigentliche Tilgungsphase: Du zahlst nun wie geplant deine monatlichen Raten.
Welche Unterlagen brauche ich für die Baufinanzierung?
Welche Dokumente erforderlich sind, hängt von deiner persönlichen Situation und der Finanzierungsart ab. Für den Kreditantrag verlangen Banken in der Regel folgende Unterlagen:
Identitätsnachweis
Personalausweis oder Reisepass
Bonitätsnachweis
Die Bank wird deine Kreditwürdigkeit prüfen. Dafür braucht das Kreditinstitut deine Zustimmung.
Einkommensnachweis
Aktuelle Gehaltsabrechnungen (meist der letzten 2–3 Monate), bei Selbstständigen zusätzlich Steuerbescheide oder betriebswirtschaftliche Auswertungen sind gängig als Einkommensnachweis.
Eigenkapitalnachweis
Kontoauszüge oder Vermögensnachweise, die zeigen, wie viel Kapital du einbringst.
Objektunterlagen
Kaufvertrag bzw. Kaufvertragsentwurf, Exposé, Grundbuchauszug, Flurkarte; bei Neubau zusätzlich Baupläne, Kostenaufstellung und ggf. Baugenehmigung.
Es gibt verschiedene Förderprogramme und Vergünstigungen. Hier sind die wichtigsten staatlichen Förderungen im Überblick:
KfW-Förderkredite
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zinsgünstige Darlehen für verschiedene Zwecke rund ums Wohnen. Zum Beispiel kannst du über das KfW-Wohneigentumsprogramm einen Kredit für den Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum erhalten, oft zu besseren Konditionen als bei normalen Bankkrediten. Speziell für Familien mit Kindern gibt es seit 2023 das Programm "Wohneigentum für Familien" (WEF): Dabei erhältst du ein zusätzliches günstiges Darlehen von bis zu 240.000 Euro, wenn euer Haushalt bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet (z.B. 60.000 Euro zu versteuerndes Einkommen mit einem Kind, plus 10.000 Euro für jedes weitere Kind). Im Unterschied zum früheren Baukindergeld (ein mittlerweile ausgelaufener Zuschuss von 12.000 Euro je Kind) bekommst du hier zwar kein geschenktes Geld, aber durch die extrem niedrigen Zinsen des WEF-Kredits sparst du über die Jahre trotzdem viel. Neben Wohneigentum fördert die KfW auch energetisches Bauen und Sanieren (z.B. über Programme für Effizienzhäuser) sowie den altersgerechten Umbau mit Darlehen und teilweise Zuschüssen.
Wohn-Riester (Eigenheimrente)
Wenn du fürs Alter vorsorgst, kannst du vielleicht vom Wohn-Riester profitieren. Das ist eine Förderung, bei der du jährliche Zulagen vom Staat erhältst, wenn du einen Teil deines Einkommens in die Entschuldung deiner selbstgenutzten Immobilie steckst. Vereinfacht gesagt funktioniert es ähnlich wie die Riester-Rente: Der Staat zahlt pro Jahr eine Grundzulage (derzeit 175 Euro pro Person) und ggf. Kinderzulagen, und deine Einzahlungen kannst du steuerlich absetzen. Diese Vorteile fließen in deinen Darlehensvertrag oder Bausparvertrag, wodurch du schneller tilgen kannst. Wichtig: Wohn-Riester lohnt sich vor allem, wenn du die Immobilie selbst bis ins Rentenalter bewohnst und genug Zeit hast, von den Zulagen zu profitieren.
Wohnungsbauprämie
Diese Prämie richtet sich an Sparer:innen, die einen Bausparvertrag besparen. Erfüllst du die Einkommensvoraussetzungen (Stand 2023: bis ca. 35.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen bei Ledigen, 70.000 Euro bei Verheirateten), erhältst du vom Staat 10 % Prämie auf deine jährlichen Einzahlungen. Maximal werden 700 Euro Sparleistung pro Jahr (bei Paaren 1.400 Euro) gefördert – das bedeutet eine jährliche Prämie von bis zu 70 bzw. 140 Euro. Die Wohnungsbauprämie hilft dir dabei, Eigenkapital für die Immobilienfinanzierung anzusparen, und wird ausgezahlt, sobald du das Geld aus dem Bausparvertrag für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendest (z.B. Kauf, Bau oder Renovierung einer Immobilie).
Arbeitnehmersparzulage
Auch mit vermögenswirksamen Leistungen (VL) vom Arbeitgeber kannst du eine Extra-Förderung bekommen. Lässt du deine VL-Beiträge in einen Bausparvertrag fließen oder in bestimmte Fonds, beteiligt sich der Staat via Arbeitnehmersparzulage: Bis zu 470 Euro jährlich eingezahlte VL werden mit 9 % Zulage gefördert, was maximal rund 43 Euro pro Jahr entspricht (Einkommensgrenze für diese Förderung: ca. 17.000 Euro zu versteuerndes Einkommen bei Alleinstehenden, 35.000 Euro bei Zusammenveranlagten). Dieser Betrag klingt klein, aber geschenktes Geld nimmt man gern mit – vor allem über viele Jahre summiert es sich.
Tipp:
Weitere Förderungen: Neben den bundesweiten Programmen lohnt es sich, nach regionalen Förderungen zu schauen. Viele Bundesländer und teilweise auch Städte oder Gemeinden vergeben zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse, besonders für Familien oder für die Sanierung von Bestandsimmobilien. Ein Beispiel ist das Förderprogramm Jung kauft Alt, das in manchen Kommunen junge Familien beim Erwerb und der Sanierung eines älteren Hauses unterstützt. Außerdem gibt es Förderungen für energetische Maßnahmen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt Zuschüsse für neue Heizungsanlagen (z.B. Wärmepumpen) oder die Installation von Solaranlagen. Solche Zuschüsse musst du nicht zurückzahlen – sie senken direkt deine Investitionskosten und damit indirekt auch den Finanzierungsbedarf.
Fazit zu den staatlichen Förderungen
Es lohnt sich, die Augen nach Fördermitteln offen zu halten. Von zinsverbilligten Krediten bis zu Zuschüssen, die du nicht zurückzahlen musst, gibt es viele Möglichkeiten, deine Baufinanzierung günstiger zu gestalten. Informiere dich am besten schon zu Beginn deiner Planung über die Förderungen, die für dich in Frage kommen – deine Bank oder eine unabhängige Beratungsstelle kann dich dabei ebenfalls unterstützen.
Der Weg zum eigenen Zuhause ist anspruchsvoll, aber mit gründlicher Planung und dem richtigen Finanzierungspartner gut zu bewältigen. Wie deutlich wurde, kommt es bei einer Baufinanzierung auf mehrere Schlüsselaspekte an: vom realistischen Budgetplan über passende Kreditkonditionen bis zum gezielten Vergleich der Angebote. Wer frühzeitig alle Kosten kalkuliert – inklusive Kaufnebenkosten und einem finanziellen Puffer für Unvorhergesehenes – und die monatliche Rate bewusst so wählt, dass sie langfristig tragbar bleibt, legt ein solides Fundament. Ebenso wichtig ist es, die Kreditkonditionen an die eigene Lebenssituation anzupassen: Eine ausreichend lange Zinsbindung sorgt für Zinssicherheit, und flexible Optionen wie Sondertilgungen oder Tilgungsanpassungen geben Ihnen Luft, falls sich deine Umstände ändern. Schließlich haben wir gesehen, dass ein Vergleich der Immobilienfinanzierung-Angebote verschiedener Anbieter bares Geld wert sein kann – selbst kleine Zinsvorteile oder bessere Vertragsbedingungen sparen über die Jahre erhebliche Summen und vermeiden böse Überraschungen.
Natürlich bringt jede Finanzierung auch Verpflichtungen und Risiken mit sich. Steigende Zinsen, unerwartete Reparaturen oder Veränderungen im Einkommen können zur Herausforderung werden. Doch wenn du umsichtig planst, lassen sich viele Risiken deutlich verringern. Eine realistische Einschätzung deiner finanziellen Leistungsfähigkeit schützt dich davor, dich zu übernehmen – als Faustregel sollte die monatliche Kreditrate einen bestimmten Anteil Ihres Einkommens nicht überschreiten, damit genug Reserven bleiben. Zudem lohnt es sich, eventuelle Fördermittel (wie KfW-Darlehen oder regionale Programme) einzubeziehen, um die Belastung zu senken.
Unser Fazit: Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und dem Vergleich der Baukredite schaffst du die besten Voraussetzungen, um deinen Traum vom Eigenheim sicher und bezahlbar zu verwirklichen. Nehme dir ausreichend Zeit für die Planung und scheue nicht den Angebotsvergleich – es zahlt sich aus. So kannst du voller Zuversicht in dein Projekt starten.