Durch den Einkommensnachweis kann der:die Vermieter:in sicherstellen, dass sich zukünftige Mieter:innen die Wohnung leisten können und es nicht zu Mietrückständen kommt. Doch was ist, wenn aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Studium kein eigenes Einkommen vorhanden ist? So kommst du trotzdem zur Traumwohnung. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Immer mehr Vermieter:innen verlangen im Rahmen der Vergabe einer Wohnung einen Einkommensnachweis.

  • Ein Einkommensnachweis gibt Aufschluss über die monatlichen Einkünfte. 

  • Wer kein eigenes Einkommen hat, kann auf eine Mietbürgschaftserklärung zurückgreifen.

  • ImmoScout24 bietet einen SCHUFA-BonitätsCheck


Einkommensnachweis gefragter denn je

Insbesondere in Großstädten, wo Wohnraum knapp ist, gehen Wohnungssuchende oft schon mit einer umfangreichen Bewerbungsmappe unter dem Arm zum Besichtigungstermin.  

Welche der darin enthaltenen Unterlagen bei Vermieter:innen besonders gefragt sind, zeigt eine aktuelle Umfrage von ImmoScout24: Rund 70 Prozent der Mietinteressent:innen wurden aufgefordert, einen Gehaltsnachweis vorzulegen, um das Einkommen darzustellen. 

Datenschutz und Gehaltsnachweis

Dass Vermieter:innen der Einkommensnachweis so wichtig ist, überrascht kaum: Wer eine Wohnung vermietet, hat ein berechtigtes Interesse zu erfahren, ob sich ein:e Interessent:in die vereinbarte Miethöhe überhaupt leisten kann. Deshalb ist es auch unbestrittenes Recht von Vermieter:innen, bei der Auswahl von Mieter:innen Fragen nach Arbeits- und Einkommensverhältnissen zu stellen.  

In der Regel sind diese bereits Bestandteil des Selbstauskunftsbogens, den Mietinteressent:innen während oder nach einem Besichtigungstermin ausfüllen sollen. Hier wird oft ein Gehaltsnachweis oder Einkommensbescheid verlangt. 

Hinweis:

Einen konkreten Nachweis als Beleg für die darin gemachten Angaben darf der:die Vermieter:in nach Aussage von Datenschützer:innen allerdings erst dann verlangen, wenn der Mietvertrag kurz vor dem Abschluss steht. Zu empfehlen ist aber, die Verdienstnachweise frühzeitig vorzubereiten und parat zu halten. 




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Was ist ein Einkommensnachweis?

Was ein Einkommensnachweis ist, hängt von der Beschäftigungsart beziehungsweise der sozialen Situation ab. 

Diese verschiedenen Arten von Einkommens- oder Gehaltsnachweisen können Vermieter:innen vorgelegt werden: 

  • Aktuelle Verdienstbescheinigung bzw. Lohn- oder Gehaltsabrechnungen 
  • Aktueller Einkommensnachweis des:der Arbeitgeber:in 
  • Rentenbescheid 
  • Einkommensteuerbescheid 
  • Bewilligungsbescheid für Sozialleistungen (Arbeitslosengeld II Bescheid, Krankengeldbescheid) 
  • BAföG-Bescheid für Studierende  
  • Kindergeldbescheinigung für Eltern 
  • Nachweis über Mieteinnahmen für Immobilienbesitzer:innen 

Bei der Bundesagentur für Arbeit kann bei Bedarf kostenlos ein Muster der Einkommensbescheinigung heruntergeladen und dem:der Arbeitgeber:in vorgelegt werden. Arbeitnehmer:innen legen in der Regel als Einkommensnachweis das Formular der Gehaltsabrechnung für die letzten drei Monate, in Ausnahmefällen den Arbeitsvertrag, in Kopie vor. Alternativ kann auch eine Bescheinigung durch den:die Arbeitgeber:in über die Höhe des Gehalts eingereicht werden.  

Hinweis:

Wer gerade eine neue Stelle angetreten hat, legt am besten ergänzend eine Kopie des Arbeitsvertrags bei, um die Bonität zu belegen. So wird ein Gehaltsnachweis-Muster nicht zwangsläufig notwendig.

Für Selbstständige ist der letzte Einkommensteuerbescheid des Finanzamts die gängigste Form, ihre Einkünfte nachzuweisen. Alternativ kann auch ein Schreiben des:der Steuerberater:in den Zweck erfüllen. Steuerbescheide können aber grundsätzlich als Einkommensnachweis für Selbstständige gelten. 

Datenschutz: Wie Vermieter:innen mit den Daten umgehen sollten

Der Einkommensnachweis soll dem:der Vermieter:in lediglich die Zahlungsfähigkeit des:der Mietinteressent:in bestätigen. Sollten darin persönliche Informationen enthalten sein, für die keine Auskunftspflicht des:der Wohnungssuchenden besteht, dürfen sie geschwärzt werden.  

Das betrifft zum Beispiel folgende Angaben: 

  • Familienstand 
  • Religionszugehörigkeit 
  • Kinder – sofern diese nicht mit in die Wohnung einziehen sollen 

Falls du einen Einkommensnachweis vorgelegt hast und doch kein Mietvertrag zustande kommt, muss ihn der:die Vermieter:in entsprechend den Datenschutzvorschriften nebst allen anderen eingereichten Unterlagen vernichten. 


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Hier können Sie eine Bestätigung Ihres Einkommens nachweisen, ohne Ihren Arbeitgeber zu kontaktieren – Bequem mittels Online-Banking.

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Wenn kein eigenes Einkommen vorhanden ist

Wer für den Lebensunterhalt Sozialleistungen bezieht, legt als Nachweis die entsprechenden Bewilligungsbescheide oder Kontoauszüge vor. Bei Hartz IV- oder Sozialhilfebezug solltest du am besten vorab klären und dir schriftlich bestätigen lassen, bis zu welcher Höhe die Miete vom Amt übernommen wird.

Hinweis:

Studierende und Auszubildende haben in der Regel noch keine oder nur geringfügige eigene Einnahmen. In diesem Fall kann auch eine Mietbürgschaftserklärung der Eltern als Sicherheit dienen. 

Möglich ist auch, dass die Eltern den Mietvertrag in ihrem Namen abschließen. Sie sind dann diejenigen, die ihre Einkommensnachweise für den:die Vermieter:in vorlegen müssen. Haben Studierende ein Einkommen, mit welchem sie Geld verdienen, so kann auch hier eine Gehaltsabrechnung oder ein Verdienstnachweis hilfreich sein.   

Sonstige finanzielle Nachweise neben dem Gehaltsnachweis

Belege für die Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral des:der Wohnungsbewerbers:in. Ungefähr die Hälfte der von ImmobilienScout24 befragten Wohnungssuchenden wurden aufgefordert, eine Bonitätsprüfung – zum Beispiel von der SCHUFA – vorzulegen, um damit die eigene Kreditwürdigkeit und Schuldenfreiheit zu bestätigen.  

Von besonderem Interesse für den:die Vermieter:in ist natürlich, ob der:die zukünftige Mieter:in in der Vergangenheit seine:ihre Miete immer pünktlich gezahlt hat. Viele Eigentümer:innen verlangen deshalb als Ergänzung zum Einkommensnachweis zusätzlich eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung von dem:der Vorvermieter:in oder andere Zahlungsnachweise, etwa die Kopien von Kontoauszügen. 

FAQ

Was ist mit Einkommensnachweis gemeint? 
Wie viele Gehaltsnachweise für Wohnung? 
Kann der:die Vermieter:in einen Gehaltsnachweis verlangen? 
Was muss man vom Gehaltsnachweis schwärzen? 
Was, wenn man als Student kein Einkommen hat? 
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