Wer in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung baut, kauft oder modernisiert, bekommt dafür staatliche Förderung. Die bundeseigene KfW-Bank, ehemals Kreditanstalt für Wiederaufbau, ist deutschlandweit der größte Anbieter von Fördermitteln, die in der Regel als zinsgünstige Darlehen vergeben werden.

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Kombination mit KfW-Programm Energieeffizient Bauen

Wenn Sie beispielsweise in Deutschland eine energieeffiziente Immobilie (KfW-Effizienzhaus) bauen oder Ersterwerber sind, können Sie diese mithilfe des „KfW-Programms Energieeffizient Bauen (153)“ finanzieren. Die maximale Darlehenshöhe beträgt bis zu 100 Prozent der Gesamtkosten, maximal jedoch 100.000 Euro pro Wohneinheit. Das bedeutet, wenn Sie einen Finanzierungsbedarf von 250.000 Euro haben, können Sie ein zinsgünstiges KfW-Darlehen von 100.000 Euro in Anspruch nehmen. Somit brauchen Sie nur noch 150.000 Euro über Ihre Hausbank finanzieren. Anlaufstelle für eine Beratung sind bei KfW-Darlehen die Hausbank oder unabhängige Finanzierungsberater, da die KfW-Bank keine eigenen Filialen betreibt. Deswegen muss auch der Förderantrag über die Hausbank abgewickelt werden.

Weitere KfW-Förderprogramme

Neben dem Energieeffizient Bauen-Programm, das den Bau oder Ersterwerb einer energieeffizienten Immobilie unterstützt, bietet die KfW-Förderbank weitere Programme für energiesparendes Sanieren und Modernisieren. Beispiel: Sie haben einen Finanzierungsbedarf von 250.000 Euro. Bis zu 100.000 Euro finanzieren Sie über ein KfW-Darlehen aus dem Energieeffizient Sanieren-Programm. Daraus ergibt sich, dass Sie nun nur noch 150.000 Euro über Ihre Hausbank finanzieren brauchen. Zusätzlich können Sie von einem Tilgungszuschuss zwischen 7,5% bis 27,5% der Darlehenssumme profitieren, je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus Standard. Im günstigsten Fall (KfW-Effizienzhaus 55) müssten Sie also bis zu 27.500 Euro der Darlehenssumme nicht zurückzahlen. 

Neben den Darlehen der KfW-Bank gibt es zusätzlich eine Fülle von regionalen Fördermitteln, mit denen Bauherren Lücken in der Finanzierung schließen können. Denn mit Ausnahme von Berlin unterstützen alle Bundesländer die Eigenheimfinanzierung über Wohneigentumsprogramme, allerdings in unterschiedlicher Höhe und Ausmaß.

Wichtig: Eine Kombination der KfW-Programme mit weiteren Fördermitteln ist zwar zulässig, allerdings gilt eine Zehn-Prozent-Regel, die besagt, dass Fördermittel aus anderen als den KfW-Programmen nicht mehr als zehn Prozent der KfW-Förderung ausmachen dürfen. Andernfalls wird dieser Förderanteil gekürzt.

Bankberatung prüfen

Verbraucherschützer haben in den vergangenen Jahren die Beratungsqualität von Banken und Baufinanzierern geprüft und den Beratern dabei nicht immer gute Zeugnisse ausgestellt. Vor allem die Kombination der bankeigenen Hypothekenfinanzierung mit den Förderprogrammen war einer ihrer Kritikpunkte. Deswegen ist es umso wichtiger, weitere Fachleute wie unabhängige Finanzierungs- oder Energieberater hinzuzuziehen. Eine gute Recherche im Vorfeld ermöglicht Ihnen die optimale Verbindung von Hypothekendarlehen und Fördermitteln und damit die Chance auf eine besonders niedrige Belastung.

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Vergleichen lohnt sich. Das gilt insbesondere für die Finanzierung einer Immobilie.