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EURIBOR

Der Begriff EURIBOR ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Der Euribor beziffert die durchschnittlichen Zinssätze, zu denen derzeit 44 Banken in Europa einander Anleihen in Euro gewähren. Einfacher erklärt ist der Euribor der Interbanken-Referenzzinssatz, also der Zins, zu dem sich Banken untereinander Geld verleihen.

Euribor-Werte bilden die Basis für zahlreiche andere Zinsprodukte wie etwa Hypotheken, Sparkonten, Swaps oder Futures. Aus diesem Grund verfolgen sowohl Geschäftsleute als auch Privatpersonen die Entwicklung dieser Werte.

Der Euribor wird für Laufzeiten von einer Woche, zwei Wochen, drei Wochen und für die Perioden von einem Monat bis zwölf Monaten ermittelt. An jedem Geschäftstag melden die 44 Banken, worunter sich derzeit elf deutsche Kreditinstitute befinden, bis 10:45 Uhr Brüsseler Zeit die vorliegenden Angebots- und Briefsätze an einen Informationsanbieter. Dieser Informationsanbieter ermittelt aus allen ihm vorliegenden Informationen einen Durchschnittssatz, den er genau um 11:00 Uhr veröffentlicht.

Bei den Wertermittlungen werden allerdings die 15 Prozent der höchsten und 15 Prozent der niedrigsten gemeldeten Zinssätze nicht berücksichtigt. Dies soll vermeiden, dass etwaige Zinsausreißer den aktuellen Zinsmarkt verfälschen.

Privatpersonen finden den Euribor im Wirtschaftsteil von Tageszeitungen oder auf entsprechenden Internetseiten. Dieser Wert ist eine wichtige Verhandlungsbasis für kurzfristige Darlehen oder ein Anhaltspunkt für Verhandlungen mit der Bank über Festgeldzinsen und andere Anlagen.

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