Die Maklerprovision fällt beim Verkauf von Immobilien mit Makler immer an. Die Frage ist allerdings, wer die Kosten für den Makler beim Hausverkauf trägt. Hier erfahren Sie mehr über die rechtliche Lage, die Höhe der Maklergebühren beim Hausverkauf je nach Bundesland sowie die Unterschiede zwischen verschiedenen Immobilienarten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Maklerkosten beim Immobilienverkauf tragen Sie als Verkäufer je nach Bundesland maximal zur Hälfte.
  • Zukünftig könnte das Bestellerprinzip, das bereits bei Mietobjekten gilt, auch auf den Hausverkauf angewendet werden.
  • Ob Hausverkauf, Grundstücksverkauf oder Wohnungsverkauf, die Maklergebühren bleiben gleich.
  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis. Hier können Sie sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.

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Das Gesetz zur Maklerprovision

Seit 2015 gilt für Mietobjekte das Bestellerprinzip. Dieses besagt, dass derjenige, der den Makler beauftragt, auch dafür zuständig ist, die komplette Provision zu bezahlen. Das ist meistens der Vermieter. Das Gesetz soll dazu dienen, den Mieter zu entlasten. Beim Hausverkauf ist es allerdings noch anders. Die Politik arbeitet daran, auch hier ein Bestellerprinzip einzuführen, welches Sie als Verkäufer zu 100 Prozent mit der Maklerprovision belasten würde. Noch ist es allerdings nicht so weit.

Aktuell gilt für die Maklerprovision, dass deren Höhe in jedem Bundesland individuell festgelegt ist. In Deutschland gibt es kein Maklergesetz, sondern es gilt das Maklerrecht. Darüber können Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch ab § 652 mehr lesen. Darüber hinaus entscheidet das Gericht für jeden Einzelfall, wenn nötig. Wichtig ist auch zu wissen, dass der Makler sowohl dem Hausverkäufer als auch dem Käufer gegenüber verpflichtet ist. Er schließt mit beiden Parteien einen Maklervertrag ab. Sollte er dem Käufer zum Beispiel wichtige Informationen verschweigen, wird er schadensersatzpflichtig.

Hinweis

Makler ist hierzulande keine geschützte Berufsbezeichnung. Lassen Sie sich daher Referenzen zeigen und holen Sie Meinungen Dritter ein, bevor Sie einen Makler unter Vertrag nehmen.

Wer zahlt die Maklerprovision beim Verkauf?

Je nach Bundesland trägt der Käufer entweder die gesamte Maklerprovision oder 50 Prozent. Sie als Verkäufer zahlen dementsprechend je nach Bundesland entweder die zweite Hälfte der Provision oder haben gar keine Kosten für den Makler. Wichtig ist, dass Sie mit dem beauftragten Makler einen Maklervertrag abschließen. In diesem sind eventuelle Nebenkosten, die Sie als Verkäufer für zusätzliche Services des Maklers tragen müssen, genau aufgelistet. Hier sehen Sie, in welchen Bundesländern Sie sich auf welche Maklerprovision (inkl. Mehrwertsteuer) bezogen auf den Kaufpreis einstellen sollten:

Bundesland Maklerprovision insgesamt Anteil Käufer Anteil Verkäufer
Baden-Württemberg 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Bayern 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Berlin 7,14 % 7,14 % 0 %
Brandenburg 7,14 % 7,14 % 0 %
Bremen 5,95 % 5,95 % 0 %
Hamburg 6,25 % 6,25 % 0 %
Hessen 5,95 % 5,95 % 0 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 % 3,57 % 2,38 %
Niedersachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Nordrhein-Westfalen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Rheinland-Pfalz 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Saarland 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen-Anhalt 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Schleswig-Holstein 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Thüringen 7,14 % 3,57 % 3,57 %

Übrigens: Die Maklergebühr wird nur im Erfolgsfall gezahlt! Damit ist der abgeschlossene Kaufvertrag gemeint. Was geschieht, falls der Kaufvertrag nicht zustande kommt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Maklergebühren beim Hausverkauf

Wie Sie sehen, hängt die Höhe der Maklergebühren wesentlich vom Bundesland ab. Mecklenburg-Vorpommern ist der einzige Abweichler der Regel, dass Käufer und Verkäufer sich die Provision entweder teilen oder der Käufer sie komplett trägt. Dort müssen Sie auch als Verkäufer mit einer Provision rechnen, die allerdings nur 40 Prozent der Provision und nicht 50 Prozent beträgt. Der Käufer trägt in Mecklenburg-Vorpommern entsprechend 60 Prozent der Maklerprovision.

Daher ist es empfehlenswert, als Verkäufer die Immobilie nach Möglichkeit Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg oder Hessen an den Mann zu bringen. Idealerweise berücksichtigen Sie dies schon beim Kauf der Immobilie. Außerdem sollten Sie Ihre Immobilie verkaufen, bevor sich das Bestellerprinzip auch für Immobilienverkäufe durchsetzt. Denn derzeit müssen Sie nur maximal 50 Prozent der Maklerprovision zahlen. Schon bald könnten es 100 Prozent werden. 

Sind die Maklergebühren für den Verkauf immer gleich?

Ob Sie ein Grundstück, eine Wohnung oder ein Haus verkaufen, die Kosten für den Makler sind immer gleich. Bei den festgelegten Provisionen handelt es sich nämlich um die Maklergebühr für den Immobilienverkauf. Selbst dann, wenn Sie einen Makleralleinauftrag vergeben, müssen Sie für den Wohnungsverkauf mit den gleichen Kosten für den Makler rechnen. Das gilt auch für den Grundstücksverkauf und die Maklergebühren, wobei diese aufgrund des niedrigeren Verkaufspreises eines unbebauten Grundstückes dementsprechend geringer sind.

Ob Sie die Maklergebühren beim Immobilienverkauf steuerlich absetzen können, erfahren Sie hier.


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Hinweis

Der aktuelle Artikel befindet sich in Phase 2 des Verkaufsprozesses: Verkauf vorbereiten

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