Eine Zwischenfinanzierung wird immer dann eingesetzt, wenn der Zeitraum bis zum Einsatz des Eigenkapitals in der Baufinanzierung überbrückt werden muss. Wenn diese größere Summe Eigenkapital zwar perspektivisch verfügbar sein wird, jedoch noch nicht eingesetzt werden kann, greift die Zwischenfinanzierung. In diesem Artikel erfahren Sie mehr zum Thema Zwischenfinanzierung und welche Kosten auf Sie zukommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Zwischenfinanzierung wird benötigt, wenn eine Immobilie verkauft werden soll, um sich eine andere anzueignen. Sie wird gebraucht, da die neue Immobilie bezahlt werden muss, bevor der Erlös aus der bestehenden Immobilie zur Verfügung steht.
  • Zwischenfinanzierungen können für bis zu 24 Monate und in der Höhe der Summe, die durch Eigenkapital erwartet wird, abgeschlossen werden.

Was ist eine Zwischenfinanzierung?

Eine Zwischenfinanzierung wird immer dann eingesetzt, wenn der Zeitraum bis zum Einsatz des Eigenkapitals in der Baufinanzierung überbrückt werden muss. Wenn diese größere Summe Eigenkapital zwar perspektivisch verfügbar sein wird, jedoch noch nicht eingesetzt werden kann, greift die Zwischenfinanzierung.

Wann benötige ich eine Zwischenfinanzierung beim Hauskauf?

Eine Zwischenfinanzierung benötigen Darlehensnehmer vor allem dann, wenn sie eine Immobilie verkaufen möchten, um sich eine andere anzueignen. Das Problem ist in dem Fall, dass die neue Immobilie bezahlt werden muss, bevor der Erlös aus der bestehenden Immobilie zur Verfügung steht. Um den Zeitraum zu überbrücken, bis der Erlös überwiesen wird, kann eine Zwischenfinanzierung abgeschlossen werden.

Die Zwischenfinanzierung sollte nicht zu gering kalkuliert werden. Bei einer Verzögerung des Verkaufs oder einer Minderung des Verkaufspreises wird sonst ein höheres Finanzierungsvolumen benötigt.


Haus verkaufen: Ist eine Zwischenfinanzierung lohnenswert?

Möchten Sie mit dem Erlös des Verkaufspreises eine neue Immobilie finanzieren, müssen Sie zunächst Ihr Haus verkaufen. Eine Zwischenfinanzierung greift hier, weil sich Kauf und Verkauf in den wenigsten Fällen parallel terminieren lassen. Um diesen Engpass zu überbrücken, erhalten Sie bei Ihrem Kreditgeber eine Zwischenfinanzierung.

Bevor Sie diesen Schritt gehen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was passiert, wenn Sie beim Verkauf der alten Immobilie nicht den gewünschten Preis erzielen?
  • Wie lösen Sie den Kredit zur Zwischenfinanzierung ab, wenn sich der Verkauf der alten Immobilie verzögert?

Zwischenfinanzierung beim Bausparen

Bei Einsatz eines Bausparvertrages ist häufig eine Zwischenfinanzierung notwendig. Dies liegt daran, dass bei Abschluss des Bausparvertrages nur schwer abzuschätzen ist, wann man das angesparte Guthaben erhält.  

Liegt hierbei die tatsächliche Zuteilung später als kalkuliert, muss die Zwischenfinanzierung entsprechend lange ausgedehnt werden. Von Zuteilungsreife ist im Fachjargon die Rede, wenn der Vertrag unmittelbar zur Zuteilung kommt und damit die Finanzierungsphase beginnen würde. Zwei Voraussetzungen gibt es, unter denen es normalerweise zu einer problemlosen Zwischenfinanzierung kommen kann:

  1. Die vertraglich vereinbarte Mindestansparung muss erfüllt sein.
  2. Die Zuteilung darf entsprechend noch nicht erfolgt sein.


Ähnlich sieht es bei Ansprüchen aus, die sich aus alternativen Kapital- oder Geldanlagen ergeben. Je nach Art und Umfang gelten hier längere Kündigungsfristen, sodass effektiv erst nach Fälligkeit Geld fließen kann.

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Tipp:

Mit einem Zwischenfinanzierungs-Rechner können Sie genau berechnen, wie teuer eine mögliche Überbrückung der Finanzierung wird.

Wie funktioniert eine Zwischenfinanzierung?

Eine Zwischenfinanzierung kann für bis zu 24 Monate und in der Höhe der Summe, die durch Eigenkapital erwartet wird, abgeschlossen werden. Das Darlehen wird auf einen Schlag getilgt, sobald die Summe verfügbar ist. Für die Bank ergibt sich aufgrund der kurzen Laufzeit auch bei sofortiger Tilgung kein Zinsschaden.

Gegenüber einer Vorfinanzierung ist bei der Zwischenfinanzierung von Anfang an ersichtlich, dass und zu welchem Zeitpunkt die Endfinanzierung anläuft. Die Zinsen für eine solche Finanzierung liegen vergleichsweise niedrig. Das hängt damit zusammen, dass Anschlussfinanzierung und entsprechend auch Tilgung gesichert erscheinen. Mit einem normalen Kreditrisiko einher geht daher auch die marktübliche Verzinsung.

Was ist der Unterschied zwischen Zwischenfinanzierung und variablem Darlehen?

Zwar sind das variable Darlehen und die Zwischenfinanzierung insofern vergleichbar, dass bei beiden keine Vorfälligkeitsentschädigung bei der Rückzahlung anfällt. Das variable Darlehen ist jedoch in der Regel mit höheren Kosten verbunden. Unter anderem liegt dies daran, dass hierbei eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen werden muss, was bei einer Zwischenfinanzierung nicht nötig ist.

Während der Laufzeit der Zwischenfinanzierung zahlt der Darlehensnehmer oft nur Zinsen und tilgt die Darlehenssumme auf einen Schlag. Beim variablen Darlehen dagegen besteht die Rate sowohl aus Zins- als auch aus Tilgungsanteil.

Ein variables Darlehen kann – bei regelmäßiger Anpassung der Zinsen an die Konditionen des Referenzzinssatzes zuzüglich eines Aufschlags – über eine beliebig lange Dauer fortgesetzt werden. In der Regel ist eine Kündigung jederzeit möglich, solange die Kündigungsfrist, die meist drei Monate beträgt, eingehalten wird.

Rechner und Konditionen für eine Zwischenfinanzierung



Bei einer Zwischenfinanzierung sind die Konditionen so gestaltet, dass die Kosten deutlich höher liegen als bei einer herkömmlichen Baufinanzierung. Erklären lässt sich dies dadurch, dass der Prozess für die Banken ebenso aufwendig ist wie bei einer Langzeitfinanzierung. Auch müssen beispielsweise Risiken für den Fall, dass die bestehende Immobilie nicht oder zu einem geringeren Betrag als veranschlagt verkauft wird, einkalkuliert werden.

Kalkulieren Sie die Konditionen Ihrer Zwischenfinanzierung mit einem Rechner für Baufinanzierung. Achten Sie dabei darauf, dass ein kurzfristiges Darlehen wie die Zwischenfinanzierung mit einem Zinssatz von bis zu einigen Prozentpunkten mehr als bei langfristigen Finanzierungen hohe Mehrkosten verursacht. Zudem müssen Bearbeitungsgebühren einkalkuliert werden.

Um mehr zu Ihrem individuellen Fall zu erfahren, wenden Sie sich an Ihren Kreditgeber. Der Zinssatz bei Zwischenfinanzierung kann aufgrund des Objektwertes, der Bonität, der Sicherheiten und der genauen Laufzeiten stark schwanken.

Ihrem Finanzierungsberater legen Sie folgende Unterlagen vor:

  • Ausführliche Selbstauskunft
  • Angaben und Unterlagen zu dem Objekt, das verkauft werden soll
  • Angaben und Unterlagen zu dem Objekt, das erworben werden soll


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