Gewerbelexikon

Courtage

Der Begriff „Courtage“ wird mittlerweile synonym mit dem der „Maklerprovision“ verwendet. Als Provision wird die Vergütung für die Vermittlung eines Geschäfts bezeichnet, welches zwischen zumeist zwei Parteien geschlossen wird – durch einen Dritten. Geschäftspartner können Käufer und Verkäufer oder Mieter und Vermieter sein, der „Dritte“ eine Agentur, ein Makler oder ein Handelsvertreter. Erst wenn der Vertrag erfüllt ist, verdient der Dienstleister die Provision.

Höhe und Zahlungsweise der Courtage

Die Höhe der Courtage (frz. courtier = Makler, Agent) ist in Deutschland im Wohnungsvermittlungsgesetz (WoVermRG) geregelt. Die Courtage darf nicht mehr als zwei Monatsmieten ohne Nebenkosten zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer betragen (§ 3 Satz 2 WoVermRG). Makler orientieren sich zudem an den üblichen Sätzen des jeweiligen Bundeslandes, die zwischen etwa 4,7 und 7,2 Prozent liegen.

Wer zahlt die Courtage?

Für die Sichtung des Objekts, die Bewertung und Bewerbung der Immobilie, die Erstellung des Exposés sowie die Durchführung von Bonitätsprüfungen und die Organisation von Besichtigungsterminen steht dem Makler die Courtage zu. Seit dem 01. Juni 2015 ist gesetzlich geregelt, dass die Partei, die den Makler engagiert hat, diesen auch entlohnen muss. Ist der Mietvertrag unterschrieben, wird die Courtage fällig. In Einzelfällen ist es möglich, den Betrag der Courtage zu verhandeln.