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Maklerprovision

Provision bei Vermietung & Verkauf

Die Maklerprovision, auch Courtage genannt, ist eine Gebühr, die Immobilienmakler erhalten, wenn sie eine Immobilie erfolgreich vermittelt haben. Eine erfolgreiche Vermittlung besteht, wenn der Miet- oder Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Es handelt sich bei der Maklerprovision um ein erfolgsabhängiges Honorar – welchen Aufwand der Makler für die Erreichung des Ziels hatte, spielt keine Rolle.

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Höhe der Provision beim Hausverkauf nach Bundesländer

Anteil des Käufers und Verkäufers


Bundesland

Maklerprovision gesamt

Anteil des Käufers

Anteil des Verkäufers

Baden-Württemberg

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Bayern

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Berlin

7,14 Prozent

7,14 Prozent

0 Prozent

Brandenburg

7,14 Prozent

7,14 Prozent

0 Prozent

Bremen

5,95 Prozent

5,95 Prozent

0 Prozent

Hamburg

6,25 Prozent

6,25 Prozent

0 Prozent

Hessen

5,95 Prozent

5,95 Prozent

0 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern

5,95 Prozent

3,57 Prozent

2,38 Prozent

Niedersachsen

Je nach Region 4,76 bis 5,95 Prozent oder 7,14 Prozent

3,57 Prozent oder 4,76 bis 5,95 Prozent

3,57 Prozent oder 0 Prozent

Nordrhein-Westfalen

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Rheinland-Pfalz

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Saarland

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Sachsen

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Sachsen-Anhalt

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Schleswig-Holstein

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent

Thüringen

7,14 Prozent

3,57 Prozent

3,57 Prozent


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Wann ist eine Maklerprovision fällig?



Generell müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Fälligkeit der Hausverkauf- oder Wohnungsverkauf-Provision rechtskräftig ist:

  • Es existiert ein rechtswirksamer Maklervertrag.
  • Die Maklerdienstleistung wurde vom Makler erbracht.
  • Es ist tatsächlich zum Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrags gekommen.
  • Dieser Vertragsabschluss ist klar auf die Maklertätigkeit zurückzuführen.
  • Es liegen keine formalen Mängel vor, die den Vertrag im Nachhinein ungültig machen.

 

Wurde ohne Maklervertrag die Provision bezahlt oder ist mindestens eines der aufgeführten Kriterien nicht erfüllt, kann die Courtage im Nachhinein zurückgefordert werden.

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Wann erhält der Makler keine Provision?


Eine Provision erhält der Makler nicht, wenn folgende Faktoren erfüllt sind:

  • Vermittlung von Sozialwohnungen
  • Makler ist gleichzeitig Vormieter, Vermieter oder Verwalter der Wohnung
  • Es besteht ein freundschaftliches oder verwandtschaftliches Verhältnis zum Vermieter

Zwischen Eigentümer oder Interessent und dem Makler besteht ein Vertrag auf Grundlage des § 652 BGB. Dabei gibt es keine Formvorschrift, er kann mündlich oder schriftlich geschlossen werden – durch sogenanntes „schlüssiges Verhalten“.

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Maklerprovision beim Immobilienverkauf

Wer zahlt die Maklerprovision bei Verkauf?



Bei der Vermittlung von Kaufimmobilien ist die Höhe der Maklerprovision nicht gesetzlich vorgeschrieben. In der Regel gilt die jeweilige „ortsübliche Maklerprovision“, die bei privaten Immobilienverkäufen in Deutschland meist zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises liegt. Zwischen den verschiedenen Regionen Deutschlands können die Maklerprovisionen teils gravierende Unterschiede aufweisen:

Wer die Maklerprovision beim Wohnungsverkauf oder Hausverkauf bezahlt, ist ebenfalls regional bedingt. Oftmals tragen Käufer oder der Verkäufer den Betrag allein, in den meisten deutschen Bundesländern wird die Maklerprovision zu gleichen oder unterschiedlichen Sätzen zwischen den Vertragsparteien geteilt. Das bedeutet konkret: Von der Maklerprovision bezahlt der Verkäufer meist entweder exakt die Hälfte oder nichts.

In Einzelfällen können Immobilienkäufer die Höhe der Maklerprovision verhandeln. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn in den meisten Fällen deckt die übliche Maklerprovision beim Hauskauf nicht viel mehr als die anfallenden Kosten des Immobilienmaklers. Verkäufer haben vor allem dann eine gute Verhandlungsbasis, wenn sich die Immobilie mit besonders wenig Aufwand verkaufen lässt. Das gilt insbesondere in beliebten Standorten wie Berlin oder München. Käufer dagegen können die Maklerprovision beim Kauf gerade dann herunterhandeln, wenn es sich um eine weniger beliebte und schwierig zu vermittelnde Immobilie handelt. Im gewerblichen Immobilienhandel kann die Maklerprovision frei verhandelt werden.

Sobald der Kaufvertrag von einem Notar beurkundet wurde, ist beim Hausverkauf die Maklerprovision fällig. Dabei werden keine Nebenkosten, etwa für Notar, Grundbuchamt, Grunderwerbssteuer und Finanzierungskosten, berücksichtigt.


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Provision bei Mietimmobilien

Wer zahlt die Maklerprovision bei Vermietung?


  • Bei der Vermittlung von Mietimmobilien darf die Provision für Immobilienmakler gemäß § 3 Satz 2 WoVermRG nicht mehr als zwei Netto-Monatskaltmieten zuzüglich Umsatzsteuer betragen. Zwar ist eine niedrigere Provision möglich, kommt aber in der Praxis äußerst selten vor. Im Zuge des Bestellerprinzips, das im Juni 2015 in Kraft trat, gilt bei der Vermittlung von Wohnungsmietverträgen: Wer den Makler beauftragt, muss auch für die Provision aufkommen.
  • Die Provision für den Immobilienmakler wird deshalb inzwischen meist vom Vermieter bezahlt. Im Gewerbebereich übernimmt ebenfalls meist der Vermieter die Zahlung der Maklerprovision. Wird ein Makler beauftragt, muss ein schriftlicher oder mündlicher Vertrag zwischen Makler und Interessent geschlossen werden. Dieser kommt in vielen Fällen schon vor der ersten Besichtigung zustande, damit die Provision dem Makler im Falle der tatsächlichen Vermietung sicher ist.

Hausverkauf – auch provisionsfrei möglich?

Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchte, zahlt für den Makler schnell mehrere tausend Euro. Grundsätzlich ist es durchaus möglich, ein Haus provisionsfrei zu verkaufen. Immobilienverkäufer nehmen dann den kompletten Verkaufsprozess selbst in die Hand und verzichten auf einen Makler. Wer sich beim Haus- oder Wohnungsverkauf die Maklerprovision sparen möchte, sollte allerdings die Vor- und Nachteile genau abwägen:

Vorteile Nachteile
  • Maklercourtage von einigen tausend Euro wird gespart
  • Mehr Eigenkontrolle was potentielle Käufer, Beschreibung des Objekts und Co. anbelangt 
  • Dank vorgefertigter Muster-Kaufverträge, Exposés und Ratgebern zum Verkaufsprozess können sich Verkäufer entsprechendes Wissen aneignen
 
  • Vermarktung einer Immobilie ist zeitintensiv
  • Insbesondere bei der Erstellung eines Exposés fehlt es Laien oft an Erfahrung, dieses verkaufsfördernd zu gestalten
  • Makler verfügen über eine hohe Marktkenntnis und finden potentielle Käufer häufig schneller
  • Auch bei Besichtigungen spiegelt sich die Erfahrung von guten Maklern in Form strukturierter, verkaufsfördernder Gespräche wider

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