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Maklergebühren

Was kostet ein Makler?



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Bei einem Hausverkauf liegen sie bei rund 7,0 Prozent, bei einer Vermietung betragen sie zwei Nettokaltmietendie Rede ist von den Maklergebühren. Spätestens seit 2015 ist zumindest klar, dass die Maklerkosten von der Partei getragen werden, die den Makler bestellt – bei Mietwohnungen, wohl gemerkt. Immobilienkäufer und Immobilienverkäufer teilen sich die Provision in einigen Bundesländern noch immer. Doch wie hoch darf die Provision eigentlich ausfallen? Und wann zahlen Sie Maklergebühren?

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Maklergebühren – wer zahlt sie überhaupt?


Wer die Maklergebühren trägt, hängt maßgeblich davon ab, in welchem Bundesland Sie sich befinden und ob es sich um einen Verkauf oder eine Miete handelt:

  • Miete: Seit dem BGH-Urteil aus dem Jahr 2015 gilt im Miet-Bereich das sogenannte Bestellerprinzip. Das heißt, dass die Partei den Makler bezahlt, die ihn beauftragt hat – in der Regel also der Vermieter.
  • Kauf: In Bremen, Hamburg, Hessen, Brandenburg und Berlin ist es üblich beziehungsweise zulässig, dass Verkäufer und Käufer die Maklerkosten teilen. In allen anderen Bundesländern geben zumindest die Länder selbst vor, dass die Provision vom „Besteller“ zu zahlen ist.

Tatsächlich existieren aber keine gesetzlichen Beschränkungen bei Verkäufen, es handelt sich immer nur um Empfehlungen. An die halten sich zwar viele Makler, dazu besteht aber keine Pflicht.

Anders sieht es mit dem Zeitpunkt der Fälligkeit der Maklergebühr aus. Sie zahlen die Provision immer nur dann, wenn ein Objekt erfolgreich vermittelt wurde. Das ist genau dann der Fall, wenn Sie und der Käufer oder Verkäufer den Kaufvertrag unterschrieben haben. Vorher stellt Ihnen der Makler keinerlei Kosten in Rechnung.

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Wie hoch sind die Maklerkosten?


Die Maklerkosten beim Hausverkauf sind grundsätzlich frei verhandelbar. Allerdings haben alle Bundesländer Richtwerte herausgegeben, an die sich die meisten Makler in der Praxis auch wirklich halten. Insgesamt elf von 16 Ländern setzen einen Richtwert – auch „übliche Maklergebühr“ genannt – von derzeit (Stand März 2018) 7,14 Prozent an. Am günstigsten sind Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Hier liegen die Maklergebühren für Verkäufer beziehungsweise Käufer bei nur 5,95 Prozent.

Angenommen, Sie kaufen ein Haus im Wert von 400.000 Euro. Dann liegen die Maklerkosten für diesen Hauskauf also bei 28.560 Euro, sofern der Makler den Richtwert von 7,14 Prozent ansetzt. Teilen Sie sich die Gebühr mit dem Verkäufer, sinkt Ihr Anteil entsprechend.

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Unterschied zwischen Maklercourtage und Provision

Die Begriffe Maklergebühren, Maklercourtage und Maklerprovision werden häufig synonym verwendet. Erfahren Sie hier die Unterschiede zwischen der Maklercourtage und Provision.

Maklercourtage

Ein Makler erhält nach erfolgreicher Vermittlung von Immobilien eine Maklercourtage. Wie hoch die Courtage ist & wer den Makler bezahlt, ist vor allem davon abhängig, ob es sich um die Vermietung oder den Verkauf handelt. Informieren Sie sich hier über die Maklercourtage.

Maklerprovision

Die Maklerprovision ist eine Gebühr, die Immobilienmakler erhalten, wenn sie eine Immobilie erfolgreich vermittelt haben. Zwischen den verschiedenen Regionen kann die Höhe der Maklerprovision zwischen 3 & 7 % liegen. Erfahren Sie, wie hoch die Provision in Ihrer Region ist.

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Sind Maklergebühren steuerlich absetzbar?


Aufgrund der Höhe sind Maklergebühren kein unerheblicher Ausgabenpunkt, sondern stellen durchaus eine finanzielle Belastung dar. Viele Hauskäufer und Verkäufer stellen sich daher wahrscheinlich die Frage, ob die Provision nicht steuerlich absetzbar ist. Die ernüchternde Antwort: Nein, wer privat ein Haus erwirbt, kann die für den Kauf anfallenden Maklergebühren nicht steuermindernd geltend machen. Selbst bei einem beruflich bedingten Ortswechsel sind Maklerkosten nur bei Mietwohnungen absetzbar.

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Wofür bezahle ich die Maklergebühren überhaupt?


Zwischen 10.000 und 40.000 Euro können die Maklerkosten je nach Bundesland und Verkaufsobjekt schnell betragen. Stellt sich die Frage: „Wofür zahle ich die Vermittlungsgebühr bei Immobilien eigentlich?“  Tatsächlich sind die Kosten durchaus gerechtfertigt, wenn der Makler denn gute Arbeit leistet. Denn hinter den Kulissen ist die Vermittlung der Immobilie mit hohem Aufwand verbunden:

  • Exposé: Das Exposé ist das erste und eines der wichtigsten Verkaufsargumente. Entsprechend professionell sollte es gestaltet werden. Hier nutzen Makler in der Immobilie angefertigte Fotos und nehmen alle wichtigen Daten (Wohnfläche, Art der Ausstattung etc.) mit in das Exposé auf.
  • Verbreitung: Natürlich muss die Anzeige anschließend verbreitet werden. Hierfür greifen Makler sowohl auf eigene Datenbanken als auch auf bekannte und große Immobilienportale zurück.
  • Besichtigungen: Ebenfalls zeitintensiv ist dann die Vereinbarung von Besichtigungsterminen und deren anschließende Durchführung. Professionelle Makler führen die potenziellen Käufer dabei nicht nur durch die Immobilie, sondern fördern den Verkauf aktiv.
  • Verträge: Ist dann ein geeigneter Käufer gefunden, kann der Makler den Kaufvertrag aufsetzen beziehungsweise nutzt hierfür vorgefertigte Standard-Verträge.
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Maklergebühren umgehen - ist das möglich?


Grundsätzlich ist es nicht möglich, die Maklergebühren zu umgehen. Wer einen Makler beauftragt, der zahlt auch dessen Provision.

Allerdings ist es beim Kauf beziehungsweise Verkauf von Immobilien möglich, dass der Makler sowohl mit dem Verkäufer als auch dem Käufer einen separaten Vertrag abschließt. „Umgangen“ werden kann die Provision dann nur, indem die jeweilige Gegenpartei des Vertrags die Kosten übernimmt. In Ballungsräumen zahlen deshalb oft Käufer die komplette Maklerprovision, auch wenn der Verkäufer diesen eigentlich beauftragt hat.


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Haus verkaufen ohne Maklergebühren


Natürlich können Sie Ihr Haus verkaufen, ohne dass Maklergebühren anfallen. In diesem Fall übernehmen Sie selbst alle Aufgaben rund um den Verkauf.

Dazu gehören vor allem folgende Punkte:

  • Den Wert der Immobilie ermitteln
  • Das Exposé professionell erstellen (Fotos, alle wichtigen Informationen, Unterlagen)
  • Unterlagen wie Grundrisse, Lagepläne, Grundbuchauszüge, Energieausweis, etc. einholen
  • Die Immobilie für Besichtigungen vorbereiten
  • Besichtigungen mit potentiellen Käufern terminieren sowie Behördengänge einplanen
  • Kaufvertrag vorbereiten

Ein Haus zu verkaufen, ohne dass Maklergebühren anfallen, ist nicht nur aufwendiger für den Verkäufer. Er muss auch damit rechnen, dass sich der Zeitraum bis zum tatsächlichen Verkauf länger hinzieht, als wenn ein Makler eingesetzt wird. Makler erzielen zudem meist höhere Verkaufspreise.


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