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Teppich verlegen: Gute Bodenleger finden


Teppiche gelten als eine der am häufigsten genutzten Bodenbeläge und bieten viele Vorteile. Dazu gehören die hervorragende Trittakustik und eine optimale Wärmedämmung. Da Teppiche in den unterschiedlichsten Farben, Mustern und Qualitäten erhältlich sind, lassen sich beliebige Raumwirkungen erzielen. Wann ist die Beauftragung eines Teppichverlegers sinnvoll und worrauf muss beim Verlegen von Teppich geachtet werden?

Inhalt

Dienstleister für Teppiche: Der Teppichverleger

Als Bodenleger werden Handwerker bezeichnet, die über eine Ausbildung für das Verlegen von Böden wie Teppichen, Laminat, Kork und Fertigparkett verfügen. Schlussendlich sind sie es, die in Haushalten für eine unkomplizierte und fachmännische Teppichverlegung sorgen.

Warum einen Bodenleger für Teppich beauftragen?

Parkett stellt eine langfristige und kostenintensive Anschaffung dar. Dazu sollte es auch fachmännisch verlegt werden, um die Qualität auch über Jahrzehnte sicherzustellen.

Eine dreijährige Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrungen befähigen den Parkettleger zur professionellen Arbeit. Augenmaß, handwerkliches Geschick sowie lösungsorientiertes Arbeiten zeichnen den Parkettleger aus. Aus diesem Grund ist er der ideale Ansprechpartner für die Realisierung eines neuen und vor allem hochwertigen Bodens.

Bodenleger für Teppich: Leistungen

Gerade wer in mehreren Räumen unterschiedliche Bodenbeläge wünscht, ist mit dem Bodenleger sehr gut beraten. Dieser bringt die Expertise für die Verlegung von Teppichen, Parkett, Laminat, Kork- und Kunststoffböden mit. Darüber hinaus ist der Handwerker ein Ansprechpartner von der Planung über den Einkauf bis hin zur Verlegung des gewünschten Bodenbelages.

Leistungen im Überblick

  • Vor Ort Besichtigung und Planung
  • Entfernung und Entsorgung alter Böden
  • Teppichverlegung nach Wunsch
  • Leistenmontage
  • ggf. Verlegung anderer Böden
  • Besenreine Übergabe

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Was kostet ein Teppichverleger im Durchschnitt?

Die durchschnittlichen Preise für die Verlegung pro Quadratmeter bewegen sich zwischen 8 und 20 €. Diese hängen aber von zusätzlichen Arbeiten ab. Darunter fallen:

  • Entfernung und Entsorgung von Altware
  • Grundierung des Unterbodens
  • Montage von Leisten
  • Säuberung der Räume

Für einen guten Preisvergleich sollten pauschale Angebote von mehreren Betrieben eingeholt werden.

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Was macht einen guten Teppichverleger aus?

  • Ausbildung als Bodenleger
  • Mehrjährige Berufserfahrung
  • Beratung und Planung
  • Entsorgung alter Böden
  • Qualifizierter Facharbeiter

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Welcher Teppich passt zu mir?

Die einen Teppiche sind unifarben und dezent, andere sind wahre Kunstwerke und werten einen Wohnraum ungemein auf. Bei der Auswahl des passenden Teppichs spielen natürlich einerseits der Einsatzzweck und andererseits der persönliche Geschmack eine erhebliche Rolle. Da heute jedes Material in einer schier unbegrenzten Anzahl an Looks erhältlich ist, sollte zunächst das Material und dann das Muster oder die Farbe gewählt werden.

Art Beschreibung
Viskose Der Viskose-Teppich basiert auf Cellulose oder Baumwolle und erscheint im Licht wie Seide. Daher überzeugt der Viskose-Teppich mit einem schönen Glanz, was insbesondere dekorative Details und Muster hervorstechen lässt.
Baumwolle Speziell die hohe Wasch- und Verschleißbeständigkeit spricht für Baumwollteppiche. Hochwertige Baumwollteppiche überzeugen ferner aufgrund des Fettgehalts mit einer schmutzabweisenden Wirkung und sind gleichzeitig weich und zart glänzend.
Polypropylen Der umweltfreundliche Kunststoff Polypropylen wird insbesondere von Allergikern hoch geschätzt und gilt als eine preiswerte Alternative. Das Material lässt sich sehr einfach pflegen und fusselt nicht.
Plastikfaser und Baumwolle Die Kombination aus Kunststoffasern und natürlicher Baumwolle ergibt einen äußerst robusten Bodenbelag. Dabei wird ein Kern aus Plastikfasern von Baumwolle umgeben, was eine überaus hohe Verschleißstärke und Langlebigkeit ergibt.  

Warum brauche ich einen Teppich?

Wer auf einen gut gedämmten Fußboden Wert legt und nicht unbedingt eine Fußbodenheizung wünscht, ist mit einem entsprechend dicken Teppich bestens beraten. Die ideale Trittakustik ist neben den wärmedämmenden Eigenschaften ein weiterer Pluspunkt für den Teppich. Nicht zuletzt bieten Teppiche als Bodenbeläge den größten Wohlfühlfaktor, lassen Wohnräume in der gewünschten Farbe erstrahlen oder setzen als dekorative Kunstwerke hervorragende Akzente.

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Welche Arten von Teppich gibt es?

Moderne Teppichböden werden überwiegend nach der Technik des „Tufting“ maschinell hergestellt. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl von nebeneinander liegenden Nadeln. Diese arbeiten das Pol- und Nähgarn über die endgültige Breite des späteren Teppichbodens auf das Trägermaterial ein. Der Garnfaden bleibt bei dieser Technik entweder offen oder geschlossen. Daher wird in diesem Zusammenhang zusätzlich zwischen Schlingenware, Schnittflor und Schnittschlinge unterschieden.

Arten Beschreibung
Schlingenware Besteht die Oberschicht, die sogenannte Nutzschicht, des Teppichs aus geschlossenen Faser- oder Garnschlingen, wird sie als Schlingenware bezeichnet.
Schnittflor Beim Schnittflor handelt es sich um an der Oberseite aufgeschnittene Enden der Nutzschicht. Hierbei wird zwischen Shag (über 40 mm Länge) und Saxony (über 10 mm Länge) unterschieden.
Schnittschlinge Die Schnittschlinge stellt eine Kombination aus Schnittflor und Schlingenware dar und ist in zahlreichen Höhen erhältlich. Die verschiedenen Höhen werden als Reliefware bezeichnet.

Wie viel kostet ein Teppich?

Günstige Teppichvarianten kosten etwa 5 € pro Quadratmeter. Die Durchschnittspreise für einen Quadratmeter Teppich liegen bei 20 €. Selbstverständlich sind den Preisen nach oben hin keine Grenzen gesetzt, wenn hochwertige Materialien wie Schurwolle, Seide oder Kaschmir-Wolle zum Einsatz kommen.

Teppiche selber verlegen: Tipps

Wer einen Teppich selber verlegen will, sollte zunächst seinen Bedarf genau ermitteln und die notwendigen Werkzeuge entweder kaufen oder im Baumarkt mieten (nur teilweise möglich).

Werkzeuge im Überblick

  • Teppichmesser
  • Farbrolle (bei der Fixierung)
  • Zahnspachtel (bei der Verklebung)
  • Haken-/ Trapezklingen
  • Teppichlineal
  • Schere
  • Hammer
  • Spachtel

Weiteres Zubehör

  • Klettband oder doppelseitiges Klebeband
  • Abschlussschienen, Viertelleiste, Fußleiste
  • Stahlnägel
  • Spachtelmasse

Kurzanleitung

Schritt 1: Vorbereitung

Der Boden muss komplett eben sein. Zu diesem Zweck werden sämtliche Unebenheiten mit Hilfe der Spachtelmasse ausgeglichen. Anschließend gilt es den Bodenbelag zu säubern und ausreichend lange trocknen zu lassen.

Schritt 2: Teppich

Nun wird der Teppich lose im Raum ausgelegt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Teppich an den Wänden jeweils ca. 10 cm übersteht. Vorsicht: nun darf auf keinen Fall die Arbeit aufgenommen werden! Der Teppich muss sich grundsätzlich mindestens über Nacht faltenlos legen und akklimatisieren. Genaueres ist den Herstellerangaben zu entnehmen.

Tipp: Die Bahnen sollten mit ca. 2 % Zuschlag abgemessen werden, da der Teppich leicht schrumpft!

Schritt 3: Vorschneiden

Nun wird der Teppich in die Seitenkanten des Raumes gedrückt und mit dem Teppichmesser entlang der Schneidekante grob vorgeschnitten.

Schritt 4: Aufkleben

Je nach Teppichart wird für diesen Schritt entweder doppelseitiges Klebeband oder Spezialkleber verwendet. Handelt es sich bei der Unterseite des Teppichs um Vlies oder Naturfasern, ist Klettband angeraten. Kleber muss sowohl an den Rändern als auch auf den Flächen aufgetragen werden. Klebeband hingegen kommt an den Rändern zum Einsatz. Anschließend wird der Teppich mit einem großflächigen Gegenstand angedrückt.

Tipp: Handelt es sich bei der Arbeit mit Klebeband um großflächige Bahnen, reicht ein zusätzliches Kreuz aus Klebeband pro Bahn aus.

Schritt 5: Vollständiges Verkleben

Naturfaserteppiche werden ausschließlich verklebt. Eine gleichmäßige Verteilung des Klebers auf dem Untergrund ist dabei enorm wichtig. Der Kleber sollte zunächst nur in der einen Hälfte des Raumes verteilt werden. Der Kleber darf vor dem Verlegen nicht eintrocknen, da er nicht mehr haftet.

Schritt 6: Einschneiden der Innenecken

Ist der Teppich verklebt, werden die überstehenden Seitenränder durch einen diagonalen Schnitt perforiert. Hierbei ist darauf zu achten, dass eine scharfe Klinge verwendet wird. Andernfalls drohen Querrisse im Teppich.

Schritt 7: Entfernen der Innenecken

Nachdem der Teppich fest in die Ecke gedrückt wurde, können nun mit Hilfe des bestehenden Diagonalschnittes sämtliche Reste entfernt werden.

Schritt 8: Außenecken

Auch bei den Außenecken sollte der Teppich nicht komplett bis zum Boden eingeschnitten werden.

Schritt 9: Übergang zwischen Teppichbahnen

Unsichtbare Übergänge zwischen zwei Teppichbahnen sind für den späteren Look enorm wichtig. Daher müssen die Bahnen mit einem Überstand von 3 bis 5 cm übereinander gelegt werden. Mit dem Teppichmesser lassen sich die zwei Bahnen nun gleichzeitig durchschneiden, sodass sie exakt nebeneinander liegen.

Schritt 10: Türzargen und Treppen

An Türzargen gilt es Maßarbeit an den Tag zu legen. Dazu wird der Teppich zunächst mit einem stumpfen Gegenstand in die Kante der Türzarge gedrückt. Liegt er bündig an, kann er abgeschnitten werden.

An Treppen wird die Fixierung mit einer entsprechenden Metallschiene erzielt.

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Teppich verlegen: Häufige Fragen und Fehler

Häufige Fehler beim Verlegen von Teppich

  • Unebener Untergrund
  • Verlegung auf getrocknetem Kleber
  • Verwendung von zu viel Kleber
  • Verlegung auf feuchten Boden (bei Fixierung mit Klebeband)
  • Unpassende Nähte bei mehreren Teppichbahnen

Häufige Fragen rund um das Verlegen von Teppichen

1. Definition Teppich

Teppiche sind gemusterte oder dekorierte Gewebearbeiten, die als Bodenbeläge eingesetzt werden. Wurden Sie früher noch von Hand geknüpft, findet die Herstellung im europäischen Raum heute überwiegend mit Hilfe von maschinellen Techniken statt.

2. Muss ich handwerklich begabt sein, um selber einen Teppich zu verlegen?

Eine handwerkliche Begabung ist für die Verlegung eines Teppichs in einem quadratischen Raum ohne Treppen nicht zwangsläufig erforderlich. Je mehr komplexe Stellen, wie Türzargen, Treppen oder Heizungsrohre im Raum enthalten sind, desto eher sollte ein professioneller Teppichleger beauftragt werden.  

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