Als Vermieter sind Sie nicht verpflichtet, die Kündigung eines Mietverhältnisses zu bestätigen. Es hat aber eine Reihe von Vorteilen, die hier im Einzelnen dargestellt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Formal bedarf es für die Kündigung eines Mietvertrags keiner Bestätigung, denn sie wird unabhängig von der Zustimmung oder Bestätigung des Vermieters wirksam. 
  • Allerdings hat es für ihn viele Vorteile, eine korrekt und vollständig formulierte Kündigungsbestätigung auszustellen. Erfahrungsgemäß kann damit eine Vielzahl von Problemen rund um die Beendigung eines Mietverhältnisses vermieden oder zumindest klar definiert angegangen werden.
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Adressaten der Kündigungsbestätigung

Die Kündigung muss, wenn die Wohnung von mehreren Personen gemietet wurde, von allen unterzeichnet sein, sonst ist sie unwirksam! Und dasselbe gilt auch für deren Bestätigung: Alle am Mietverhältnis beteiligten Personen müssen in ihr konkret mit Namen und Anschrift bezeichnet sein – sowohl aufseiten der Vermieter wie aufseiten der Mieter.

Die Kündigungsbestätigung muss dann entsprechend allen Mietern zugestellt werden, zum Beispiel bei Paaren, die gemeinsam Mieter sind, aber mittlerweile getrennt leben, auch an die neue Adresse des ausgezogenen Mieters.

Wichtiger Termin: der Zeitpunkt des Mietendes

Wenn ein Mieter seinen Mietvertrag kündigt, hat er dafür in aller Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Damit die Frist eingehalten wird, muss das entsprechende Schreiben – eine Kündigung, die nur mündlich ausgesprochen oder per E-Mail verschickt wurde, reicht nicht aus! – den Vermieter spätestens am dritten Werktag eines Monats erreichen (Samstage gelten dabei als Werktage). Nur dann zählt dieser Monat noch mit.

Mieter muss Zeitpunkt der Zustellung nachweisen

Gerade bei knappen Terminen kann es zum Streit darüber kommen, ob die Frist von drei Monaten noch eingehalten wurde. Hier gilt: Der Mieter muss nachweisen, dass er die Kündigung spätestens am dritten Werktag zu Beginn der Dreimonatsfrist zugestellt hat. Das geht mit einem Einlieferungsschein der Post oder mithilfe eines Zeugen, wenn er den Brief selbst eingeworfen hat.

Termine in der Kündigungsbestätigung

In die Kündigungsbestätigung sollten also drei Termine aufgenommen werden:

  • das Datum, an dem die Kündigung verfasst wurde
  • das Datum, an dem sie den Vermieter erreichte
  • das Datum, an dem das Mietverhältnis endet

Terminvorschlag für Vorbesichtigung

Ebenfalls Inhalt der Kündigungsbestätigung: der Hinweis auf eine Vorbesichtigung. Da der Mieter in aller Regel Renovierungsarbeiten an der Wohnung zu erledigen hat, ist es außerordentlich sinnvoll, mit ihm einen Termin zu verabreden, bei dem Sie die Wohnung in Augenschein nehmen. Hier können Sie in einem Protokoll festhalten, welche Maßnahmen für die ordnungsgemäße Übergabe noch auszuführen sind. Vor allem, wenn der Mieter die Wohnung baulich verändert hat, sollte die Vorbesichtigung möglichst rasch nach Eingang der Kündigung stattfinden, damit für den Rückbau und die Renovierung ausreichend Zeit bleiben.

Absicherung gegen Überziehung der Mietdauer

Immer wieder kommt es vor, dass Wohnungen vom Mieter nicht fristgerecht geräumt werden oder der Zustand der Wohnung am Übergabetag noch nicht einwandfrei ist. Deswegen finden Sie in der Kündigungsbestätigung zwei Passagen, die Ihre Position für diesen Fall stärken:

  • Sie stimmen einer Fortsetzung des Mietverhältnisses ausdrücklich nicht zu, auch wenn der Mieter nicht fristgerecht auszieht.
  • Der Mieter hat, wenn er verspätet die Wohnung übergibt, für jeden weiteren Monat ein Nutzungsentgelt in Höhe der monatlichen Miete zu zahlen.

Zustellung per Einschreiben mit Rückschein oder Bote

Um sicherzugehen, dass die Kündigungsbestätigung Ihre Mieter tatsächlich erreicht, sollten Sie diese per Einschreiben mit Rückschein oder per Boten zustellen lassen.

Wichtig

Der Bote sollten nicht Sie selbst sein, weil dies keinerlei Beweiskraft hat.

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