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Parkett verlegen: Gute Parkettleger finden


Parkettböden sind ein universal einsetzbarer Fußbodenbelag, der aus Harthölzern von Laubbäumen gewonnen wird. Grundsätzlich werden aus diesem Holz kleine Stücke ausgesägt. Diese wiederum finden in stilvollen Mustern auf dem Boden zusammen. Der Hauptvorteil von Parkett ist die Möglichkeit, es nach Jahren wiederaufarbeiten zu können. Wann ist die Beauftragung eines Parkettlegers sinnvoll und worrauf muss beim Verlegen von Parkett geachtet werden?

Inhalt

Dienstleister für Parkett: Der Parkettleger

Parkettleger verlegen sowohl Echtholzböden als auch Laminat-, Teppich- und Kunststoffböden. Dabei sind die Handwerker für die Planung und die Verlegung des gewünschten Bodens zuständig.

Warum einen Parkettleger beauftragen?

Parkett stellt eine langfristige und kostenintensive Anschaffung dar. Dazu sollte es auch fachmännisch verlegt werden, um die Qualität auch über Jahrzehnte sicherzustellen.

Eine dreijährige Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrungen befähigen den Parkettleger zur professionellen Arbeit. Augenmaß, handwerkliches Geschick sowie lösungsorientiertes Arbeiten zeichnen den Parkettleger aus. Aus diesem Grund ist er der ideale Ansprechpartner für die Realisierung eines neuen und vor allem hochwertigen Bodens.

Parkettleger: Leistungen im Überblick

Zu den Leistungen eines Parkettlegers gehört sowohl eine umfassende und persönliche Beratung als auch die Planung und Realisierung des Projektes. Folgende Punkte sollten bei der Einholung von Angeboten beachtet werden:

  • Umfassende Beratung und vor Ort Besichtigung
  • Planung unter Einbeziehung individueller Wünsche
  • Entfernung und Entsorgung des alten Bodens
  • Verlegung des Holzbodens
  • Staubfreies Schleifen
  • Pflegearbeiten
  • Besenreine Übergabe

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Was kostet ein Parkettleger im Durchschnitt?

Die Kosten für die Parkettverlegung liegen im Durchschnitt bei 15 bis 25 € pro Quadratmeter, hinzu kommen sämtliche Materialkosten. Die Verlegung von bestimmten Mustern oder die Anbringung auf einer Fußbodenheizung können die Preise deutlich erhöhen. Es empfiehlt sich, ein pauschales Angebot für die gesamte Leistungserbringung einzuholen.

Was macht einen guten Parkettleger aus?

Seriöse Handwerksleistungen eines Parkettlegers beginnen schon mit der Besichtigung der Räume, der Beratung und der Planung. Bei der Wahl eines Parkettlegers spielt es eine erhebliche Rolle, ob die zuständigen Arbeiter Facharbeiter sind und keine Subunternehmer. Da es sich bei Parkett zumeist um einen teuren Bodenbelag handelt, sollten ausschließlich ausgebildete und erfahrener Handwerker/ Bodenleger mit dieser Arbeit betraut werden. Von Vorteil kann auch ein eigenes Portfolio verschiedener Parkettarten sein.

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Welches Parkett passt zu mir?

Grundsätzlich kann zwischen drei Richtungen und Bedarfen unterschieden werden, wenn es um die Auswahl des passenden Parketts geht:

Art Beschreibung
Einschichtige Böden Das Parkett mit lediglich einer einzelnen, massiven Holzschicht gilt als gesundheitlich ökologisch unbedenklich. Es weist wärmende Eigenschaften für die Füße auf, federt Tritte ideal ab und ist sowohl hygienisch als auch pflegeleicht. Wird das Parkett fachgerecht verlegt, hält es so lange wie das Haus selbst.
Repräsentativ und traditionsbewusst Massives Parket in Form von Tafeln oder Stäben wirkt überaus repräsentativ, ist strapazierfähig und sehr robust. Daher kommt es häufig in Eingangsbereichen von Wohnungen und Häusern zum Einsatz. Immer mehr entscheiden sich stilbewusste Bewohner dazu, Parkett im Badezimmer verlegen zu lassen. Damit der jeweilige Raum größer erscheint, sind helle Farbtöne zu empfehlen.
Dielenböden für Naturverbundene Für einen sehr natürlichen Look sind Hobeldielen die perfekte Wahl. Die Bretter bestehen zumeist aus Lärche, Tanne, Kiefer oder Fichte und sind in zahlreichen Sonderanfertigungen erhältlich. Da Hobeldielen eine Stärke von 20 bis 25 Millimetern aufweisen, können sie mehrmals nach langjähriger Nutzung abgeschliffen und wieder aufgearbeitet werden.

Warum benötige ich Parkett?

Parkett ist der natürlichste und begehrteste Bodenbelag, gehört aber gleichzeitig zu den teuersten. Wer eine Wohnung oder ein Haus lange bewohnen will, trifft mit der Investition in einen hochwertigen Holzboden die richtige Entscheidung. Parkett besteht aus massivem Holz, das lebt und atmet. Es fördert eine besondere Wohnatmosphäre. Parkett erzeugt eine warme Stimmung, ist in nahezu jeder erdenklichen Anordnung erhältlich und bietet viel Spielraum für die Wohnraumgestaltung.

Vorteile von Parkett

  • Nahezu unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten
  • Sehr hygienisch
  • Langlebigkeit
  • Wiederaufbereitung möglich
  • Feuchteregulierende Eigenschaften
  • Verbessertes Raumklima
  • Hervorragende Wärmedämmeigenschaften
  • Geeignet für Verlegung über Fußbodenheizung

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Welche Arten von Parkett gibt es?

1. Einschicht-Parkett

Einschicht-Parkett eignet sich hervorragend für die Renovierung, da es mehrfach abgeschliffen und mit neuem Oberflächenschutz versiegelt werden kann. Es stellt somit eine langfristige Investition dar. Folgende Arten von Einschicht-Parkett werden am häufigsten verwendet:

Arten Beschreibung
Stabparkett Parkett in Stabform ist zwischen 14 und 22 Millimeter dick und besteht aus massiven Parkettriemen. Diese können wiederum zwischen 25 und 60 Zentimeter lang sein. Es verfügt über Nut und Feder und wird zumeist auf Trockenunterböden oder Estrich geklebt oder genagelt.
Lamparkett Diese Variante besteht aus massiven Glattkant-Parkettstäben (ohne Nut und Feder) und ist in vergleichbaren Maßen wie das Stabparkett erhältlich. Der größte Vorteil der 10 bis 12 Millimeter dicken Bretter ist die hervorragende Eignung für die Renovierung.
Holzpflaster Kleine, nicht imprägnierte Holzklötze lassen sich hierbei zu einer gepflasterten Holzfläche verlegen. Holzpflaster erweist sich im Vergleich zu anderen Parkettarten als besonders widerstandsfähig.
Massivholzdielen Eine sehr beliebte Form des Parketts sind Massivholzdielen. Sie gehören zu den einfachsten Modellen der Holzböden, bestehen überwiegend aus Laub- oder Nadelholz und werden nicht verklebt.
Mosaikparkett Das Mosaikparkett gilt als preiswerter Gebrauchsboden für zahlreiche Einsatzzwecke und eignet sich hervorragend für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung (beheizter Estrich).
Hochkantlamellen-parkett Diese Lamellen werden beim Verlegen senkrecht gestellt und als Einheiten auf den Boden geklebt. Da die Dicke des Bodens bis zu 25 Millimeter beträgt, ist er besonders für die gewerbliche Nutzung geeignet.

2. Mehrschicht-Parkett

Unter Mehrschicht-Parkett wird das sogenannte „Fertigparkett“ verstanden. Es ist mit bereits abgeschlossener Oberflächenbehandlung im Handel erhältlich.

Arten Beschreibung
Tafelparkett Quadratische Verlegeeinheiten in Tafelform bilden das Tafelparkett, das sowohl geklebt als auch genagelt werden kann. Das Tafelparkett eignet sich besonders für die Verlegung traditioneller Muster.
Intarsienparkett Verfügt das Tafelparkett über geschwungene Schmuckmuster und Formen, wird es als Intarsienparkett bezeichnet. Es gilt als sehr schwierig zu verlegen, weshalb nur hochqualifizierte Fachleute damit beauftragt werden sollten.

Was kostet Parkett?

Je nach Holzart- und Optik können die Preise stark variieren. Günstiges Fertigparkett ist bereits zu 20 € pro Quadratmeter erhältlich. Bei Einschicht-Parkett aus massivem, unbehandeltem Holz werden durchschnittlich 60 € pro Quadratmeter fällig. Doch auch hier schwanken die Preise stark und können bis zu 500 € reichen.

Parkett selber verlegen: Tipps

Tipp 1

Bei der schwimmenden Verlegung muss daran gedacht werden, die Feder an der Längsseite der Diele abzuschneiden. Dehnfugen von 10 bis 15 Millimeter zur Wand werden mit entsprechenden Distanzkeilen gesichert.

Tipp 2

Um Kantensplitterungen zu vermeiden, sollte die Handsäge immer von der Dekorseite her und die Elektrosäge von der Unterseite her angesetzt werden.

Tipp 3

Ausschließlich mit einem Zugeisen können die Dielen perfekt zusammengefügt werden. Das Zugeisen verfügt über zwei entgegengesetzt ausgehende Endstücke. Während das eine Endstück hinter der Diele angelegt wird, kann das andere mit dem Hammer geklopft werden.

Tipp 4

Bei Rohrleitungen sollte zuerst der Rohrdurchmesser in die Diele gebohrt werden, bevor er ausgesägt wird. Anschließend lässt sich das abgesägte Stück passgenau wieder anfügen.

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Parkett verlegen: Häufige Fragen und Fehler

Häufige Fehler beim Verlegen von Parkett

  • Ignorieren von Materialfehlern
  • Falsche Lagerung des Parketts (siehe Herstellerangaben)
  • Fehlendes Werkzeug und Zubehör
  • Weglassen von Dehnfugen
  • Zu hoher Estrich
  • Unebenheiten im Estrich-Bereich

Häufige Fragen rund um das Parkett

1. Was ist Parkett?

Als Parkett werden in unterschiedliche Größen gesägte Elemente aus Massivholz verstanden. Aufgrund der verschiedenen Größen der Parkett-Elemente lässt sich eine vielfältige Anzahl an Mustern erzeugen. 

2. Muss ich handwerklich begabt sein, um selber Parkett zu verlegen?

Wer selbst Parkett verlegen will, sollte unbedingt über Wissen und Erfahrungen in der Arbeit mit Holz und Fußböden verfügen. Schon alleine die Planung ist mit Tücken verbunden und kann bei Fehlplanung unnötig viel Geld kosten. Gerade weil Parkett ein hochwertiger und kostenintensiver Bodenbelag ist, sollte seine Verlegung fachmännischen Händen überlassen werden. Dies gilt umso mehr für sehr teure Holz- und Parkettarten.

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