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Garten: Gute Gärtner finden


Ein schöner Garten erfordert eine ausgiebige Pflege. Dabei entscheidet die Größe des Gartens und die individuellen Anforderungen der Bepflanzung über den Aufwand und Intensität der Gartenarbeit.

Wann ist die Beauftragung eines Gärtners sinnvoll und worauf muss bei der Gartenarbeit grundsätzlich geachtet werden?

Inhalt

Dienstleister für den Garten: Der Gärtner

Die Tätigkeiten eines Gärtners reichen vom Trimmen von Hecken über das Rasenmähen bis hin zum Anlegen komplexer Beete und zur Baumpflege. Die Beauftragung eines Gärtners findet entweder im Rahmen einmaliger Arbeiten statt (Frühjahr) oder innerhalb einer dauerhaften Gartenpflege über die vier Jahreszeiten.

Warum einen Gärtner beauftragen?

Der Rasen will gemäht, das Laub gerecht, Büsche gestutzt und Blumenbete angelegt werden. Wer nicht über ausreichend Zeit verfügt und von einem ansprechenden Garten profitieren möchte, der engagiert einen Gärtner. Die Gartenarbeit kann flexibel vereinbart werden, zum Beispiel einmal wöchentlich. Auf diese Weise verödet der Garten nicht und präsentiert sich vor allem in der warmen Jahreszeit von seiner schönsten Seite.

Gärtner: Leistungen im Überblick

Die Leistungen eines Gärtners sind überaus vielfältig und lassen sich in drei Kategorien einteilen.

Aufgabenbereich Beschreibung
Planung und Beratung Soll ein Garten (zum Beispiel bei einem Neubau) neu angelegt werden, bildet ein stichhaltiger Plan die Basis für die spätere Grünoase. Nach einem Beratungsgespräch übernimmt der Gärtner den Entwurf und Ausführungsplan, wählt gemeinsam mit dem Eigenheimbesitzer Pflanzen und Gestaltungselemente aus und entwirft anschließend einen Detail- und Pflanzplan.
Gartengestaltung Die Gartengestaltung folgt dem Gartenplan und stellt ihre Umsetzung dar. So kann der Gärtner beispielsweise Terrassen, Wege und Treppen anlegen, Hangbefestigungen errichten, Zäune aufstellen oder die technische Grundlage für die Bewässerung sicherstellen. Darüber hinaus umfasst die Gartengestaltung sämtliche Maßnahmen der Verschönerung, wie das Anlegen von Beeten, Kräuterspiralen oder eines Rasens.
Gartenpflege Die Gartenpflege ist perspektivisch zu betrachten und macht eine regelmäßig wiederkehrende Tätigkeit des Gärtners notwendig. Dabei beschneidet der Gärtner Bäume, Hecken und Sträucher, fällt Bäume und pflegt den Rasen. Neben dem Pflanzenschutz umfasst die Gartenpflege die Grundpflege sowie die Jahres- und Urlaubspflege.

Was kostet ein Gärtner im Durchschnitt?

Die Kosten für die Gartengestaltung oder die Gartenpflege variieren stark je nach Größe und Bepflanzung des Gartens.. Grundsätzlich gilt ein durchschnittlicher Stundensatz von 30 bis 40 € als normal. Die Preise und der Arbeitsaufwand richten sich insbesondere bei der Planung und Gartengestaltung nach den notwendigen Anschaffungen (Materialien, Werkstoffe, Pflanzungen, Zäune etc.)

Was macht einen guten Gärtner aus?

Wer nach einem Gärtner sucht, sollte die Beauftragung von zwei Faktoren abhängig machen:

1. Welche Arbeiten sind geplant?

2. Welche Ausbildungsschwerpunkte besitzt der Gärtner?

 

Die heutige Gärtnerausbildung umfasst insgesamt sieben Schwerpunkte:

  • Baumschule
  • Friedhofsgärtnerei
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Gemüsebau
  • Obstbau
  • Staudengärtnerei
  • Zierpflanzenbau

 

So fällt die Wahl am besten auf denjenigen Gärtner, welcher den passenden Schwerpunkt für die geplanten Gartenarbeiten mitbringt. Bestenfalls besitzt der Gärtner noch langjährige Berufserfahrungen.

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Welcher Garten passt zu mir?

Gärten werden in drei unterschiedliche Nutzungsformen unterteilt. Auf Basis der drei Modelle lässt sich sehr einfach der eigene Bedarf ermitteln.

Der Nutzgarten

Wer sowohl die Gartenarbeit als auch die Früchte der Natur schätzt, entscheidet sich für einen Nutzgarten. Dieser wird mit unterschiedlichen Gartenzonen für Obst- und Gemüsepflanzungen angelegt, bietet frische Kräuter und ist in den warmen Jahresmonaten ein zuverlässiger Lieferant gesunder Lebensmittel. Zwar bringt der Nutzgarten sehr viel Arbeit mit sich, diese kann aber von einem Gärtner übernommen werden.

Der dekorative Garten

Um einen Rückzugsort für Ruhe und Entspannung zu finden, wird im dekorativen Garten eine Oase nach individuellen Wünschen gestaltet und gepflanzt. Das Erfindungsreichtum und die Kreativität der Bewohner spielen dabei die wichtigste Rolle. Neben exotischen Pflanzen sind in einem Ruhegarten vor allem stille Ecken mit bequemen Sitzgelegenheiten sehr beliebt. Dazu gehören einfache Gartengarnituren, Hängematten und Bänke aus Holz oder Naturstein.

Die Kombination

Viele Gartenbesitzer entscheiden sich für eine möglichst universelle Gartengestaltung. Dabei wird der Garten mit ruhigen Nischen sowohl als Rückzugsort vom Alltag verstanden als auch als Lieferant gesunder Nahrung. Obst, Gemüse, Beeren und Kräuter finden hier ebenfalls Platz wie die gesamte Familie an einer bequemen Gartengarnitur.

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Welche Arten von Gärten gibt es?

Insgesamt werden mindestens 40 unterschiedliche Gartentypen unterschieden. Nachfolgend eine Auswahl der beliebtesten und vor allem in Europa und Deutschland am häufigsten genutzten Gartenmodelle:

Aufgabenbereich Beschreibung
Balkongarten Wer als Bewohner einer Wohnung mit einem Balkon gesegnet ist, verwandelt diesen mit etwas Kreativität in einen Balkongarten. Eine Auswahl individueller Topfpflanzen, Kräuter und bequemer Sitzgelegenheiten bildet das Zentrum in nahezu jedem Balkongarten.
Bauerngarten Den Bauerngarten kennzeichnet eine sehr schlichte, dafür umso funktionellere Gestaltung. Meist finden hier sowohl Zierpflanzen als auch ein Nutzgarten-Bereich Platz.
Chinesischer Garten Diese Gartenform ist nach den Prinzipien des Yin und Yang aufgebaut. Offene und geschlossene Plätze, Steine, Brücken und Gewässer sind essentielle Eckpfeiler und Symbole für die Gegensätze des Lebens.
Kiesgarten Wer nur wenig Zeit in die Gartenarbeit investieren kann, trifft mit dem Kiesgarten eine zeitsparende Wahl. Er stellt eine Art des japanischen Zen-Gartens dar und zeichnet sich durch weitläufige Kiesflächen aus. Bunte Tupfer können dennoch mit Beeren, Buchsbaum oder Bambus gesetzt werden.
Schrebergarten Wer keinen Garten sein Eigen nennen kann, kann einen Schrebergarten mieten oder pachten. Dieser stellt eine Parzelle in einem Verbund aus Gartenanlagen dar und gilt in Deutschland als äußerst beliebt. Neben der Grünfläche des Schrebergartens haben die Besitzer sogar die Möglichkeit, sich bei Regen in eine Gartenlaube zurückzuziehen.
Staudengarten Der Staudengarten ist sehr weit verbreitet und zeichnet sich durch verschiedene, individuell angeordnete Mischkulturen von Pflanzen aus. Blühende und vor allem bunte Blumen, malerische Gräser und Farne sowie Sträucher und kleinere Gehölze sind im Staudengarten am häufigsten anzutreffen.

Was kostet ein Garten im Unterhalt?

In den einen Gärten muss lediglich der Rasen gemäht werden. In den anderen bringen Mischformen von Nutz- und Staudengärten sehr viel Arbeit und Kosten mit sich. Die Kosten für Gartenerde, Wasser, Dünger, Samen und wahlweise einen Gärtner sind daher stark von den individuellen Gegebenheiten vor Ort und den Wünschen des Besitzers abhängig.

Gartenarbeit Tipps: Entfernung von Moos

1. Hochbeete anlegen

Hochbeete anzulegen, gilt als eine effektive und vorbeugende Maßnahme gegen Moose, die am besten in Bodennähe gedeihen.

2. Einbauen einer Drainage

Ist der Boden sehr nass und dicht, ergibt der Einbau einer Drainage Sinn. Diese entwässert effektiv und erschwert das Wachstum von Moosen.

3. Regelmäßige Auflockerung des Bodens

Eine weitere Möglichkeit, gegen zu hohe Feuchtigkeit und damit gegen starke Moosbildung vorzugehen: die regelmäßige Auflockerung des Untergrundes. Auf diese Weise kann die Feuchtigkeit besser entweichen. Eine einfache Hacke reicht für diesen Arbeitsschritt vollkommen aus.

4. Zusätze für die Erde

Moose wachsen grundsätzlich sehr schlecht auf nährstoffreicher Erde. Das regelmäßige Ausbringen von Dünger mindert das Moos-Wachstum. Als Alternative kann der Boden auch regelmäßig gekalkt werden, wobei hier keineswegs übertrieben werden darf. Denn einige Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Kalk.

5. Achtung: Niemals Eisen-Sulfat einsetzen!

Eisen-Sulfat gilt unter vielen Hobby-Gärtnern als effizienter Geheimtipp gegen das unliebsame Moos. Aber tatsächlich ist Eisen-Sulfat sowohl für Tiere als auch für Menschen in bestimmten Dosen giftig. Daher sollte vom Gebrauch abgesehen werden.  

Häufige Fragen und Fehler bei der Gartenarbeit

Häufige Fehler bei der Gartenarbeit

  • Überdüngung (Herstellerangaben beachten)
  • Gleiche Wassermengen beim Gießen für alle Pflanzen
  • Gießen während der Mittagsstunden im Sommer
  • Unkraut unbeachtet lassen
  • Schnecken-Bekämpfung mit Chemikalien

Häufige Fragen rund um die Gartenarbeit

1. Definition Garten

Der Garten gilt als der liebste Rückzugsort der Deutschen. Ganz gleich, ob es sich dabei um den Schrebergarten, einen kunstvoll angelegten Vorgarten oder einen Nutzgarten handelt. Als Garten wird ein abgegrenztes Stück Land verstanden, das mit Hilfe unterschiedlicher Gartengeräte gepflegt wird.

2. Muss ich für Gartenarbeit handwerklich begabt sein?

Um eine kleine Fläche mit einem motorisierten Rasenmäher zu mähen, muss niemand über handwerkliche Begabung oder einen grünen Daumen verfügen. Befinden sich jedoch Zier- und Nutzpflanzen im Garten, wird die Pflege etwas intensiver. Von der richtigen Positionierung der jeweiligen Pflanzen über die perfekte Pflege bis hin zur Beachtung der Jahreszeiten existieren hier zahlreiche Fallstricke. Ein Gärtner verschafft im Zweifelsfall Abhilfe und stellt einen kompetenten Ansprechpartner für die regelmäßige und vor allem intensive Gartenarbeit dar.  

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