Wenn du den Immobilienmarkt in den letzten zwei Jahren verfolgt hast, wirkte er vielleicht wie eine Achterbahn, die im Tal stecken geblieben ist. Die Zinsen schossen in die Höhe, Käufer:innen blieben aus und die Preise fielen. Pünktlich zum Jahresstart gibt es jedoch viele positive Signale vom Markt. Lass uns gemeinsam die Zahlen ansehen und eine intensive Presseschau machen, damit du für deinen geplanten Verkauf bestens gerüstet bist – auch 2026!
Stadt schlägt Land: Warum 2026 dein Verkaufsjahr wird

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Die Nachfrage nach Stadtimmobilien steigt wieder (+1%), während das Interesse an ländlichen Lagen einbricht (-8%) – die Corona-Stadtflucht ist vorbei.
Experten prognostizieren für 2026 rund 3% Preiswachstum. Steigende Mieten und knapper Neubau treiben Käufer in den Eigentumsmarkt.
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Starten wir mit einem detaillierten Blick auf das Marktgeschehen mit dem WohnBarometer von ImmoScout24 für das vierte Quartal 2025. Klare Erkenntnis: Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in allen acht deutschen Metropolen steigen – sowohl im Bestand als auch im Neubau. Dr. Gesa Crockford, die Geschäftsführerin von ImmoScout24, ordnet das historisch ein: „Dass alle Metropolen gleichzeitig Preissteigerungen aufweisen, haben wir zuletzt vor knapp fünf Jahren gesehen.“ Berlin setzt sich dabei an die Spitze: Bestandswohnungen legten im letzten Quartal um 2,3 Prozent zu, Neubauten um 2,2 Prozent. Aber auch in Leipzig, Hamburg und Köln zeigt die Kurve klar nach oben.
Noch spannender ist die Verschiebung der Nachfrage. Während das Interesse an Immobilien im ländlichen Raum im vierten Quartal um 8 Prozent einbrach, stieg die Nachfrage in den Metropolen leicht an (+1 Prozent). Liegt deine Immobilie in einer Metropole oder einer kreisfreien Stadt, hast du jetzt also Rückenwind. Die historische „Stadtflucht“ der Coronajahre scheint endgültig vorbei. Der Fokus der Suchenden liegt wieder klar auf dem urbanen Raum.
Auch die amtliche Statistik zieht nach. Das Statistische Bundesamt (Destatis) liefert mit seinem Häuserpreisindex für das 3. Quartal 2025 die Bestätigung auf Basis echter Transaktionen. Hier fließen also Daten von Verkäufen ein, bei denen wirklich Geld gezahlt wurde. Die Behörde meldet einen Preisanstieg von durchschnittlich 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (3. Quartal 2024). Es ist bereits das vierte Mal in Folge, dass die Preise im Jahresvergleich steigen. Selbst in ländlichen Kreisen stiegen die Preise laut Destatis noch an (+3,2 Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern), wenngleich die Dynamik – wie wir bei ImmoScout24 gesehen haben – in den Städten und deren direkten Einzugsgebieten oft stärker von der Nachfrage getrieben wird. Die Preise stiegen besonders stark bei Eigentumswohnungen: In dünn besiedelten ländlichen Kreisen lagen sie im Schnitt 2,6 Prozent über dem Vorjahresquartal, in dicht besiedelten ländlichen Kreisen sogar 5,5 Prozent.
Ganz frisch liegen die Daten des Europace-Hauspreisindex (EPX) auf dem Tisch. Die Meldung vom 13. Januar 2026 liefert den aktuellsten Ausschlag des Marktes für den Abschlussmonat Dezember 2025. Diese Zahlen sind aktueller als jede amtliche Statistik und zeigen, wie differenziert der Markt ins neue Jahr startet. Während sich der Gesamtmarkt stabilisiert, beobachtete Europace im Dezember eine leichte Seitwärtsbewegung: Die Preise für bestehende Eigentumswohnungen gaben kurzfristig um 0,60 Prozent nach, was eine gute Einstiegschance für Kaufende signalisiert. Ganz anders sieht es im Neubau aus: Hier klettern die Preise weiter und stiegen allein im Dezember um 0,42 Prozent.
Entscheidend ist jedoch der übergeordnete Trend: Im Jahresvergleich liegen die Preise über alle Segmente hinweg mit einem Plus von 1,90 Prozent klar im Wachstum. Stefan Münter, Co-CEO von Europace: „Insgesamt sehen wir leicht steigende Zinsen und enormen Druck auf den Mietmarkt, während die Nachfrage nach Eigentum auch im neuen Jahr 2026 weiter hoch bleibt.“ Lass dich von monatlichen Schwankungen also nicht verunsichern. Die Jahresbilanz ist positiv; der Neubau wird immer teurer, was Bestandsimmobilien als Alternative umso attraktiver macht.
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Wie geht es weiter? Der Finanzvermittler Dr. Klein wagt in seiner Prognose vom Januar 2026 einen Blick in die Zukunft. Er analysiert dafür Transaktionsdaten aus der Baufinanzierung und hat damit das Ohr sehr nah am Puls der Banken und Käufer:innen. Ein wichtiger Faktor dabei sind die Bauzinsen. Diese haben sich laut Dr. Klein durchschnittlich auf einem Niveau von knapp unter 4 Prozent eingependelt. Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, sieht darin eine Chance: „Ich gehe für 2026 von einer durchschnittlichen Steigerung von ungefähr 3 Prozent bei den Immobilienpreisen aus. Das Angebot in Deutschland bleibt sehr gering und es gibt keine Anzeichen, dass die Nachfrage nachlässt.“ Auf sinkende Zinsen zu warten, lohnt sich für Kaufinteressierte kaum noch, da die steigenden Immobilienpreise einen möglichen Zinsvorteil auffressen würden. Das ist dein Argument, um Zögernde jetzt zum Abschluss zu bewegen.
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Ein Grund, warum die Nachfrage zurückkehrt, ist die wiederhergestellte „Erschwinglichkeit“. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) hat gemeinsam mit Interhyp untersucht, wie viel vom Einkommen ein Haushalt für die Finanzierung aufwenden muss. Die Ergebnisse sind durchaus erfreulich: Ende 2024 fiel der Anteil des Nettoeinkommens, der für Zins und Tilgung einer 100‑Quadratmeter‑Wohnung nötig ist, im bundesweiten Schnitt wieder unter die kritische Marke von 30 Prozent. Zum Vergleich: 2022 lag dieser Wert in der Spitze bei über 30 bis 35 Prozent. Gründe für die Entspannung sind gestiegene Löhne und die zwischenzeitliche Preiskorrektur. Michael Voigtländer vom IW Köln betont jedoch, dass hier Nachholbedarf besteht: „Für viele Menschen ist eigentlich das Eigenheim oder die Eigentumswohnung die ganz naheliegende Form des Vermögensaufbaus, denn wohnen müssen sie ja ohnehin.“
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Trotz all der positiven Signale: Nicht überall läuft es gleich rund. Die Berliner Morgenpost hat im Januar 2026 diverse Brancheninsider gefragt, wohin die Reise geht. Das Ergebnis: eine Warnung vor Pauschalisierungen. Während Metropolen (A‑Lagen) als „sichere Bank“ gelten, warnen Experten vor C‑ und D‑Lagen. Dort, wo wirtschaftliche Aktivität fehlt, sind sinkende Preise wahrscheinlich. Ganz anders sieht es in sogenannten B‑Städten aus: Florian Bauer von der Bauer Immobilien‑Unternehmensgruppe bezeichnet Orte wie Duisburg, Krefeld oder Mönchengladbach als „echte Wachstumschampions“. Sie böten „vergleichsweise niedrige Einstiegspreise mit prosperierender Wirtschaft“. Was bedeutet das für dich? Sei realistisch bezüglich deiner Makro‑Lage. In einer B‑Stadt kannst du das Potenzial und die wirtschaftliche Stabilität als Verkaufsargument nutzen. In strukturschwachen Regionen musst du den Preis sehr attraktiv gestalten.
Warum kaufen die Leute gerade jetzt, wo Kredite teurer sind als früher? Die WirtschaftsWoche lieferte dazu im Dezember 2025 eine treffende Analyse: Es sei der Druck vom Mietmarkt. Da kaum neu gebaut wird – die Fertigstellungszahlen sinken laut IW Köln 2026 auf nur noch 215.000 Wohnungen – explodieren die Mieten. Ein anonymer Makler aus München beschreibt die Stimmung so: „Fast alles ist wieder wie vor der Krise 2022. Endlich.“ Er beobachtet, dass Menschen geradezu in die eigene Immobilie flüchten, weil die Mieten so stark steigen. Die Knappheit auf dem Mietmarkt ist also dein Verbündeter. Wer jetzt kauft, sichert sich gegen weitere Mietsteigerungen ab – ein starkes, sowohl emotionales als auch rationales Argument für deine Verkaufsgespräche.
Die WELT beleuchtete im Dezember 2025 die demografischen Hintergründe der steigenden Nachfrage. Zwei Gruppen treiben den Markt: Zuwandernde und die wachsende Zahl an Singlehaushalten, die den Wohnflächenbedarf pro Kopf erhöhen. Aber woher kommt das Geld? Die einleuchtende Antwort: aus der Familie. Michael Neumann von Dr. Klein beobachtet, dass viele Käuferinnen und Käufer in Ballungszentren enormes Eigenkapital mitbringen: „Das ist der Beginn der Erbengeneration, den wir gerade sehen.“ Zudem wächst die Bevölkerung durch Zuwanderung stärker als prognostiziert, was den Druck auf Wohnraum erhöht. Junge Kaufinteressierte sollte man also keinesfalls unterschätzen! Auch wenn das eigene Einkommen knapp wirkt, steht häufig familiäres Vermögen im Hintergrund, das den Kauf ermöglicht.
Ein spannender Trend betrifft die Wohnungsgrößen. Jahrelang wurden Wohnungen immer größer, doch das hat sich geändert. Seit etwa 2005 werden Neubauwohnungen wieder kleiner. Konstantin Kholodilin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärt: „Der Rückgang der Neubaugrößen signalisiert einen strukturellen Wandel auf dem gesamten Wohnungsmarkt.“ Die durchschnittliche Neubauwohnung könnte bis 2050 etwa sechs Quadratmeter kleiner sein als heute. Small is beautiful: Wenn du eine kompakte, gut geschnittene Wohnung verkaufst, hast du das Produkt der Stunde. Unser Rat: Entschuldige dich nicht für fehlende Quadratmeter, sondern vermarkte die Effizienz und Bezahlbarkeit deiner Einheit.
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