Was ist ein Massivhaus?

Der Begriff „Massivhaus“ stammt ursprünglich aus dem Bauwesen, findet allerdings zunehmend in der Immobilienbranche Anwendung. Im Allgemeinen werden solche Gebäude als Massivhäuser bezeichnet, die in Massivbauweise errichtet wurden, also aus Mauerwerk und Stahlbeton oder Beton bestehen. Im Gegensatz zur Skelettbauweise sind bei einem Massivbau raumabschließende Komponenten wie etwa Decken und Wände zugleich auch die statisch tragenden Elemente. In der Regel werden Massivhäuser vollständig auf der Baustelle errichtet, obgleich mitunter Fertigteile, beispielsweise für Treppen oder Balkone, verwendet werden. Einige Baufirmen bieten Massivhäuser mittlerweile schlüsselfertig an. Für Bauherren bedeutet dies, dass sie für das gesamte Haus nur einen Vertragspartner haben.

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Was kostet ein Massivhaus?

Die Preise für Massivhäuser gestalten sich variabel: Je nach Planungsaufwand und Material- sowie Handwerkskosten können Angebote einzelner Baufirmen deutlich voneinander abweichen und lassen sich auf Grund dessen nur als grobe Schätzwerte angeben. Allerdings offerieren Bauunternehmen ihren Kunden mittlerweile auch sogenannte Festpreis-Verträge, an deren Ende ein schlüsselfertiges Massivhaus auf den Bauherren wartet.

Betrachtet man die anfallenden Gebäudekosten einschließlich der Berücksichtigung sämtlicher technischer Anlagen, der Baukonstruktionen sowie der Kalkulation der durchschnittlich benötigten Inneneinrichtung, so trumpfen Massivhäuser mit etwa 1.000 bis 1.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche auf. Um einer Ungewissheit in puncto Preiskalkulation zu entgehen, sollten sich Bauherren professionell und ausführlich beraten lassen. Zusätzlich dazu kann auch ein Vergleich der einzelnen Angebote für Klarheit sorgen. Allgemein gültige Preisangaben sind schon aus Gründen der unternehmensspezifischen bzw. regional bedingten Preisunterschiede sowie der großen Auswahl an Massivhaus-Modellen kaum möglich.

Um einen ersten Überblick über die gesamten Kosten eines Massivhauses zu bekommen, empfiehlt es sich, eine Faustformel anzuwenden. Eine große Mehrheit privater Bauherren entscheidet sich für ein Massivhaus zum Preis von etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Hauskosten für ein freistehendes Haus in normaler Ausstattung liegen bei etwa 900 Euro pro Quadratmeter, während eine hochklassige Ausstattung dem Bauherren rund 1.700 Euro pro Quadratmeter abverlangt. Die Kosten für ein Massivhaus als Reihenhaus sind hingegen etwas günstiger: Hier muss der Bauherr bei einer mittleren Ausstattung mit einem Preis von rund 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen, bei einem Mehrfamilienhaus in der Massivbauweise in normaler Ausstattung mit nur rund 750 Euro pro Quadratmeter.

Vorteile und Nachteile von Massivhäusern

Vorteile
Individuelle Planung möglich Da keine System-Lösung vorhanden ist, kann mit dem nötigen Budget und einem Architekten das Haus äußerst individuell geplant werden.
Beständigkeit Das bereits seit Jahrhunderten erprobte Handwerk macht das Haus mit modernen Materialien und professioneller Bauausführung zu einer beständigen Immobilie.
gute Geräuschdämmung Das Massivhaus sorgt durch die "schweren" Baustoffe gerade bei Familien mit Kindern für eine hervorragende Geräusch- und Trittschalldämmung.
Nachteile
Bauzeit Die Bauzeit bei Massivhäusern liegt oft bei mindestens acht Monaten.
Kostenfaktor Bei einem Massivhaus kann keine Kostenersparnis wie bei Fertighäusern an die Bauherren weitergegeben werden.
Trocknung Ein Massivhaus muss austrocknen, weshalb sich die Bauphasen während der Trocknungsphasen verzögern können.

Fertighäuser in Massivbauweise

Mittlerweile ist der Stand der Technik so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, auch Fertighäuser massiv zu bauen. Das bedeutet, dass die Bauelemente, die vorgefertigt werden, aus Ziegeln oder Leichtbeton bestehen. Auf der Baustelle werden diese Bauteile dann mit Beton ausgegossen. Häuser, deren Bauteile aus massiven Materialen bestehen, aber „fertig“ an die Baustelle geliefert und dort zusammengesetzt werden, werden als „Fertighäuser in Massivbauweise“ bezeichnet.

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Ein Massivhaus schlüsselfertig beauftragen

Ein Massivhaus kann schlüsselfertig errichtet werden. Grundsätzlich werden Massivhäuser massiv – also Stein auf Stein – vor Ort auf der Baustelle errichtet. Diese Häuser sind nicht mit Fertighäusern zu verwechseln, bei denen vor Ort Beton in die industriell vorgefertigten Teile eingebracht wird. Beide Formen können in der Regel als schlüsselfertige Häuser angeboten werden. Ein Massivhaus ist schlüsselfertig, wenn das ausführende Bauunternehmen sämtliche Teilaspekte des Hausbaus übernimmt. Dazu gehören neben der Errichtung des Gebäudes die kompletten Installationen, Malerarbeiten und gegebenenfalls der Einbau von Einrichtungsgegenständen.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Begriff „schlüsselfertig“ nicht eindeutig rechtlich definiert ist, wodurch sich die zu leistenden Arbeiten durch die Bauunternehmen je nach Anbieter unterscheiden können. Aus diesem Grund sollte ein Schlüsselfertig-Vertrag stets im Detail gelesen werden, ehe eine Unterschrift erfolgt. Wenn ein Massivhaus schlüsselfertig errichtet wird, liegt der große Vorteil für den Bauherren darin, dass er möglichst viele Arbeiten termin- und vertragsgerecht durch einen verantwortenden Auftragnehmer erledigen lassen kann.

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Massivhaus-Varianten für jeden Geschmack

Massivhäuser werden in vielen unterschiedlichen Varianten angeboten. Dabei ist es ganz Ihren Vorstellungen überlassen, ob Sie sich für ein klassisches Massivhaus mit zwei Geschossen und einem Satteldach oder doch eher für ein eingeschossiges Massivhaus mit Flachdach entscheiden. Jeder Hausbauanbieter bietet in der Regel eine große Auswahl ganz unterschiedlicher Massivhaus-Varianten an. Darunter sind klassische Massivhäuser mit einem Wohnbereich, Küche und einem Badezimmer im Erdgeschoss und mit Schlafbereich, Kinderzimmern und einem weiteren Badezimmer im Obergeschoss. Aber natürlich werden auch die Wünsche nach modernen, geradlinigen Ausführungen bedient. So können Sie beispielsweise ebenfalls ansprechende eingeschossige Bungalows als Massivhaus bauen lassen, bei denen sich sämtliche Räume auf einer Geschossebene befinden. Die Massivhaus-Preise variieren dementsprechend einerseits je nach anbietendem Unternehmen und andererseits je nach Umfang der Bauleistung für Ihr Massivhaus.

Welche Bauweisen gibt es bei Massivhäusern?

Massivhaus aus Stein

Ein Steinhaus wird immer aus massivem Mauerwerk errichtet, welches nicht nur die tragende Struktur bildet, die alle Kräfte sicher aufnehmen und in das Fundament ableiten muss. Es kann auch die Außenhaut der Gebäude darstellen. Mit Sichtmauerwerk, verputzt oder mit Schalungen anderer Materialien (wie Holz oder Naturstein) versehen, haben Steinhäuser ein ganz individuelles Erscheinungsbild. Typisch für sie sind ihre geschlossenen Fassaden mit eher schmalen und hohen Öffnungen. Für den Massivbau lassen sich klein- und großformatige Steine verwenden. Dabei spielen immer mehr die großformatigen Systemsteine eine Rolle, wenn es um schnelles und kostengünstiges Bauen geht.

Massivhaus aus Lehm

Durch seine positive Wirkung auf das Raumklima und sehr guten Wärmedämmungseigenschaften eignet sich Lehm besonders für ökologische Bauweisen. Da bei der Herstellung des Rohstoffes kein Kohlendioxid anfällt und dem Lehm nur organische und mineralische Stoffe zugemischt werden und Lehm immer wieder verwendet werden kann, leistet diese Bauweise, wie die Holzbauweise, einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Unschlagbar sind Lehmwände durch ihre sehr guten raumklimatischen Eigenschaften, die man unter anderem ihrer Dicke und Massivität verdankt. Im Sommer bleibt es angenehm kühl, im Winter hat man mit den Lehmwänden einen idealen Wärmepuffer. Lehm reguliert die Raumfeuchte und hat sehr gute Dämmeigenschaften. Da Lehm sehr schwer und nicht brennbar ist, bietet er beste Brand- und Schallschutzeigenschaften.

Massivhaus aus Beton

Betonfertigteilhäuser setzen auf die Eigenschaften eines Massivhauses, jedoch mit dem Unterschied von größter Flexibilität und Individualität, da unter anderem keine Steinmaße mehr beachtet werden müssen. Die Fertigteile werden individuell geplant und von Witterung unabhängig, computergestützt mit höchster Präzision vorgefertigt. Dabei können diese Fertigteile einen sehr hohen Ausführungsgrad haben, das heißt, sie können soweit vorgefertigt werden, dass sie auf der Baustelle nur noch mittels Kran zusammengesetzt werden müssen und kaum weiterer Behandlung mehr bedürfen.

Der Stahlbau

Ein Haus aus Stahl hat, was die Erscheinung, Gestaltung und Konstruktion angeht, den größten Grad an Freiheit. Sowohl Feingliedrigkeit als auch Massivität lassen sich mit dieser Konstruktionsweise erreichen.

Ein Stahlskelettbau hat in jeder Hinsicht Vorteile. Seine Konstruktion ist leicht und äußerst stabil. Stahlkonstruktionen sind zudem noch sehr wirtschaftlich, weil sie (schon seit über 100 Jahren) effizient vorgefertigt, präzise und schnell auf der Baustelle eingebaut und später leicht um- und ausgebaut werden können. Mit ihnen erreicht man sehr geringe Wanddicken und damit einen Wohnflächenzuwachs gegenüber einer Massivhauslösung.

Der besondere Reiz liegt beim Stahlbau darin, seine leichte Konstruktion sichtbar zu machen und sie selbst zum Gestaltungsgegenstand werden zu lassen, weshalb so gebaute Häuser meist sehr offen, leicht und feingliedrig erscheinen. Auf Grund des geringen Konstruktionsgewichtes benötigt man auch nicht so große Fundamente, was wiederum Kosten spart.

Weitere Vorteile sind kurze Bauzeiten und daraus resultierend frühe Nutzung, hohe Freiheit in der Raumnutzung durch große Spannweiten, Flexibilität beim Bauablauf, geringfügige Baustelleneinrichtung, wirtschaftliche Entsorgung und Wiederverwendbarkeit.

Mit einem Massivhaus Energiekosten sparen

Mit einem Massivhaus können Sie die Energiekosten senken. Da die energetischen Anforderungen an einen Neubau durch die Energieeinsparverordnung klar geregelt sind, stellen die Anbieter sicher, dass die Vorgaben umgesetzt werden. Einerseits betrifft dies die Dämmung und Isolierung des gesamten Hauses. Sie können beispielsweise ein Massivhaus wählen, das den Fördervorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entspricht. In der Regel können dabei KfW-Effizienzhäuser mit den Werten KfW 40, 55 oder 70 ausgewählt werden. Die Zahlen geben an, wie hoch der Jahres-Primärenergiebedarf des Hauses im Vergleich zu einem KfW-100-Reihenhaus ist.

Zusätzlich gibt es in Deutschland eine lange Tradition, aus ökologischer Sicht zur Energieeinsparung moderne Technologien zu verwenden. Aus diesem Grund können Sie bei vielen der geprüften Anbieter auf Immobilienscout24.de zusätzlich Solarenergiemodule, Wärmepumpen oder weitere innovative technische Anlagen in Ihr Massivhaus integrieren. Solche Anlagen können die Massivhaus-Preise beeinflussen. Deshalb empfiehlt sich bezüglich der Energiekosten und der verwendeten Technik eine ausführliche Beratung.


Alle Ausbaustufen im Überblick


Bausatzhaus bauen

Für handwerklich begabte und zeitlich verfügbare Interessenten lohnt es sich, über ein Bausatzhaus nachzudenken. Dabei wird den zukünftigen Immobilienbesitzern für jeden Bereich des Hauses ein Bausatz geliefert. So sind bei dieser schlüsselfertigen Variante beispielsweise ein Bausatz für die Terrasse und ein Bausatz für das Dach vorhanden. Im Vergleich dazu erhalten Bauherren bei einem Selbstbauhaus den Rohbau, während sie beim Ausbauhaus nur den Innenausbau durchführen müssen. Mithilfe von Schulungen können sich die Interessenten auf den Bau vorbereiten; zudem werden sie bei Bedarf von den Bauträgern unterstützt.

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Selbstbauhaus bauen

Wer ausreichend Zeit hat, kann mit dem Selbstbauhaus Kosten sparen – hierbei handelt es sich um eine Variante des schlüsselfertigen Bauens. Bei dieser Bauweise wird die neue Immobilie gemeinsam mit dem Bauträger geplant: Der Rohbau wird vom Bauträger zur Baustelle geliefert, der Bauherr selbst fügt die einzelnen Teile zusammen. Im Gegensatz zum Bausatzhaus sind dabei keine Bausätze für jeden Bereich vorhanden. In kompletter Eigenregie wird der Bau allerdings nicht durchgeführt: Der Bauträger steht den frischgebackenen Hausbesitzern stets zur Seite und unterstützt sie. Zudem muss, entgegen des Ausbauhauses, auch der Außenbereich selbst errichtet werden.

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Ausbauhaus bauen

Möchten zukünftige Hausbesitzer Geld sparen, können sie in ein Ausbauhaus investieren. Hierbei handelt es sich um eine Art Fertighaus, bei welchem der Bauherr den Innenausbau komplett oder teilweise übernimmt. Da jedoch keine allgemeingültige Definition vorhanden ist, sind verschiedene Ausbaustufen möglich – jeder Interessent sollte sich also vorab informieren, welche Leistungen im Paket des Bauträgers enthalten sind. Im Gegensatz zum Selbstbauhaus und zum Bausatzhaus, bei welchen auch die Fassade teils selbst errichtet werden muss, sind bei dieser Art des schlüsselfertigen Bauens schon Wände, Dach und Keller vorhanden.

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Schlüsselfertig bauen

Der Begriff „Schlüsselfertig bauen“ ist nicht allgemein definiert und sollte deshalb stets mit den jeweiligen Bauträgern geklärt werden. Üblicherweise wird diese Dienstleistung bei Fertighäusern angeboten: Die Bauträger übernehmen dabei die kompletten Arbeiten am Haus zu einem Pauschalpreis. Einzelne Arbeiten, etwa der Einbau einer Küche oder Malerarbeiten, müssen dabei individuell besprochen werden. Bauweisen, die schlüsselfertig gebaut werden können, sind das Selbstbauhaus, das Ausbauhaus und das Bausatzhaus. Während der Bauherr beim Selbstbauhaus die einzelnen Komponenten selbst zusammenfügt, übernimmt er beim Ausbauhaus nur den Innenausbau. Beim Bausatzhaus ist hingegen für jeden Bereich ein Bausatz vorhanden.

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Geprüften Hausbauanbieter wählen

In Deutschland hat der Hausbau eine lange Tradition. Aus diesem Grund sind viele unterschiedliche Hausbauanbieter für Massivhäuser am Markt etabliert und bieten eine Fülle von unterschiedlichen Modellen an. Die Anbieter auf Immobilienscout24.de sind von uns überprüft und haben eine langjährige Erfahrung. Dadurch können Sie darauf vertrauen, dass die Hausbau-Firmen, die auf Immobilienscout24.de vertreten sind, seriös sind und professionell arbeiten.

Darüber hinaus haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die Sie zur Bewertung von Bauträgern heranziehen können. In dieser Checkliste können Sie beispielsweise vermerken, wie lange der Bauträger bereits tätig ist, ob es eine unabhängige Bauüberwachung gibt und ob die Zahlungsfähigkeit nachgewiesen werden konnte. Diese und noch mehr Punkte sind wichtig, wenn Sie verschiedene Bauträger miteinander vergleichen und bewerten möchten.

Für die Wahl des für Sie besten Anbieters sollten Sie nicht ausschließlich auf die Massivhaus-Preise schauen, sondern sich ausführlich über den Bauträger, die Vertragsaspekte und die Serviceleistungen informieren.

Den Überblick während der Bauplanung behalten

Wenn Sie ein Massivhaus durch einen Hausbauanbieter errichten lassen, werden Sie mit vielen Informationen und Begrifflichkeiten konfrontiert, die Ihnen sonst noch nicht begegnet sein könnten. Die ausführlichen Beratungen und Informationsmaterialien, die Ihnen die Hausbau-Unternehmen zur Verfügung stellen, können viele Ungereimtheiten oder Unklarheiten ausräumen.

Für zahlreiche Fachbegriffe aus dem Hausbau haben wir für Sie ein Baulexikon auf Immobilienscout24.de erstellt. Somit können Sie bequem online nachschlagen, wenn Sie beispielsweise den Begriff Sicherheitseinbehalt suchen oder etwas zum vereinfachten Genehmigungsverfahren erfahren möchten.


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