Hypothekenzinsen
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Hypothekenzinsen: Vergleichen lohnt sich

Gut finanziert: Baufinanzierung mit den richtigen Hypothekenzinsen

Die Finanzierung per Hypothek gehört zu den wichtigsten Kapitalquellen für Bauherren und Wohnungskäufer. Wer die Konditionen mehrerer Baufinanzierer – insbesondere die Hypothekenzinsen – vergleicht, kann eine Menge Geld sparen.

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Eine Hypothek ist die klassische Geldquelle für den Haus- oder Wohnungskauf, das Bauvorhaben oder die größere Renovierung. Wer sich auf diesem Weg Kapital beschaffen möchte, muss sich mit Hypothekenzinsen auseinandersetzen und sollte verschiedene Anbieter vergleichen.

Hypothekenzinsen fallen für Darlehen an, die durch eine Hypothek abgesichert werden. Hypotheken gehören neben Grundschuld und Rentenschuld zu den Grundpfandrechten. Der Besitzer einer Immobilie tritt die Rechte an Haus oder Wohnung über die Hypothek an einen Kreditgeber ab. Der Kreditgeber erhält über eine Eintragung im Grundbuch eine Sicherheit für den Fall, dass der Kreditnehmer seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hypothekendarlehen werden meist in Form von Annuitätendarlehen abgeschlossen – oder es kommt ein Finanzierungsmix, zum Beispiel zusammen mit Bauspardarlehen, zum Einsatz. Möglich ist auch eine Baufinanzierung über ein Versicherungsdarlehen. Detaillierte Informationen zu diesen Darlehensarten erhalten Sie im Artikel "Bauzinsen: Preis der Finanzierung".


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Aktuelle Hypothekenzinsen auf niedrigem Niveau

Schon länger zeigt sich bei der Hypothekenzinsen-Entwicklung dasselbe Muster: Die Zinsen verharren mit kleineren Schwankungen auf niedrigem Niveau. Dass die Hypothekenzinsen aktuell so günstig sind, liegt an der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie an der Tatsache, dass auch im internationalen Umfeld die Marktzinsen teilweise sehr konstant auf ihren Tiefständen verharren. Das sind optimale Voraussetzungen für Bauherren, beim Planen ihrer Finanzierung die Kosten zu minimieren.

Zinsniveau und Zinsbindung aufeinander abstimmen

Für eine maßgeschneiderte Finanzierung müssen Darlehensbetrag, Laufzeit, Tilgungsrate und die Höhe der Hypothekenzinsen so miteinander abgeglichen werden, dass monatliche Raten anfallen, die sich der Bauherr auch leisten kann.

Der Zinssatz bestimmt als Prozentzahl den Betrag, den der Bauherr pro Jahr als Entgelt für die Kreditüberlassung zahlen muss. Allerdings gibt es verschiedene Definitionen dieses Zinssatzes,  unter anderen den gebundenen Sollzins und den effektiven Jahreszins. Diese Bezeichnungen sollten Sie kennen, wenn Sie unterschiedliche Angebote vergleichen wollen.

Der individuelle Zinssatz eines Kreditgebers hängt vom aktuellen Zinsniveau ab: Je nach Wirtschaftslage schwanken die Zinsen, zu denen sich Kreditinstitute selbst Geld von der Europäischen Zentralbank leihen können. Ist das allgemeine Zinsniveau niedrig, können auch Bauherren von günstigen Hypothekenzinsen profitieren. Weitere Informationen dazu finden Sie im kleinen "Zins-Einmaleins".

Die Zinsbindungsfrist beschreibt die Laufzeit eines Darlehens, zu der ein festgelegter Zinssatz gültig ist. Während der Zinsbindung sind Bauherren von den Schwankungen des Zinsniveaus unabhängig. Bei Annuitätendarlehen werden meist zehn bis 15 Jahre als Zinsbindung vereinbart. Wer in einer Niedrigzinsphase eine lange Zinsbindungsfrist vereinbart, sichert sich damit einen attraktiven Zinssatz – auch wenn das Niveau der Hypothekenzinsen innerhalb der Laufzeit steigt. Allerdings lassen sich die Baufinanzierer längere Bindungszeiten mit Aufschlägen auf die Hypothekenzinsen bezahlen. Ein Bauherr, der bei hohem Zinsniveau in die Finanzierung einsteigt und mit fallenden Zinsen rechnet, tut gut daran, eine kurze Zinsbindung zu vereinbaren. Mehr zur Wahl der richtigen Zinsbindungsfrist lesen Sie im Artikel "Hypothekendarlehen vergleichen - Zinsen sparen".

Hypothekenzinsen: Basis für Vergleiche

Zwei weiße Puzzleteile mit verschiedenen Größen.

Wer verschiedene Angebote vergleichen möchte, braucht auch vergleichbare Zahlen.

Auch die Laufzeit des gesamten Darlehens lässt sich beeinflussen: über die Tilgung. Wer mit einer höheren monatlichen Tilgung einsteigt, ist früher schuldenfrei. Allerdings bürdet er sich auch eine höhere monatliche Belastung auf. Eine weitere Möglichkeit, die Laufzeit zu verkürzen, sind Sondertilgungen: Diese können im Darlehensvertrag vereinbart werden.

Wer verschiedene Darlehensanbieter gegenüberstellen will, benötigt natürlich vergleichbare Zahlen – insbesondere für die Höhe der Hypothekenzinsen. Deshalb ist es wichtig, sich für alle Angebote den Effektivzins ausrechnen zu lassen, der auch die Finanzierungsnebenkosten beinhaltet. Banken weisen diesen gemäß der Verbraucherkredit-Richtlinie für die gesamte Laufzeit des Kredits aus – auch wenn es sich um mehrere Finanzierungsrunden mit unterschiedlichen Zinssätzen handelt. Das kann dazu führen, dass der Effektivzins niedriger erscheint als er in Wirklichkeit ist – weil für die Anschlussfinanzierung ein sehr tiefer kalkulatorischer Zinssatz verwendet wurde. Wer unterschiedliche Angebote vergleichen will, sollte also unbedingt auf identische Konditionen achten, insbesondere bei Laufzeiten und Rückzahlungsbedingungen.

Hypothekenzinsen: Rechner im Internet helfen beim Kalkulieren

Sind die aus Hypothekenzins und Tilgung resultierenden Rückzahlungsraten für den Bauherrn langfristig tragbar? Die Beantwortung dieser Frage entscheidet darüber, ob eine Finanzierung passt oder nicht. Eine nützliche Hilfe beim Kalkulieren der Hypothekenzinsen sind Rechner, die Sie im Baufinanzierungsbereich von Immobilienscout24.de finden. Hier stehen für verschiedene Aufgaben spezialisierte Rechner zur Verfügung – vom Ermitteln der möglichen Monatsrate bis zum konkreten Darlehensvergleich. Ein praktisches Hilfsmittel, um die Finanzierungsplanung auf eine solide Basis zu stellen.

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