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Reißt die zweite Welle die Immobilienpreise mit sich?


Corona ist wieder voll da, aber was bedeutet das für die Preisentwicklung und den Immobilienmarkt? Lohnt es sich jetzt noch, schnell zu verkaufen?

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Immobilienpreise steigen weiter – vor allem im Umland

Der neue „Lockdown light“ fühlt sich anders an als der erste. Im Frühjahr befürchteten Wirtschaft und Politik nichts Geringeres als den Untergang der deutschen Wirtschaft. Jetzt, im November, sind sogar die Wirtschaftsweisen in ihrem Jahresbericht erstaunt darüber, dass das Bruttosozialprodukt robuster sei als etwa von der Bundesregierung erwartet: Die Schrumpfung betrage „nur“ 5,1 Prozent im Jahr 2020.

Die sich selbst erfüllende Prophezeiung der Preise

Mal abgesehen von dieser positiven Wirtschaftsweisen-Erkenntnis ist es ja ansonsten eher unheimlich: Die Pandemie dauert an, länger als mancher Skeptiker bisher gedacht hätte. Geschäfte gehen pleite, Gastronomen verzweifeln, Arbeitnehmer drehen in Kurzarbeit Däumchen und ganzen Branchen geht die Puste aus. Da sollte man annehmen, dass auch die Preise auf dem Immobilienmarkt sinken würden. Im Sommer wurde von einigen Experten schon ein Herbst der Zwangsversteigerungen erwartet. Doch nichts davon passiert. Es ist ein wenig wie beim Konzept der “self-fulfilling prophecy“, einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Das Konzept besagt: Wer an eine Vorhersage fest glaubt, verhält sich entsprechend so, dass die Vorhersage auch eintritt. 

Warum die Preise (noch) nicht sinken

Auf die aktuelle Situation übertragen: Wenn alle (Medien, Analysten, Investoren, Makler und ähnliche Player im Immobilienmarkt) immerzu davon reden, dass die Immobilienpreise stabil bleiben, dann bleiben sie es auch. Warum? Weil Käufer nicht auf sinkende Preise warten. Und weil Verkäufer keine Preisabschläge akzeptieren. Bam! So bleiben die Preise stabil. Wer darüber ein wenig nachdenkt, erkennt auch gleich das Problem bei diesem Mechanismus: Entscheidend für das Ergebnis sind die Erwartungen. Denn was in die eine, positive, Richtung funktioniert, funktioniert auch in die andere.

tipp
Raus in den Speckgürtel

Nicht nur in Corona-Zeiten, sondern bereits in den letzten Jahren wurden nicht die Entscheidung für oder gegen eine Immobilie, sondern vor allem die Wohnformen und Standorte von den Käufern neu bewertet. Vor allem in den Metropolen, wo es in der Vergangenheit einen starken Preisaufschlag gegeben hat, orientieren sich immer mehr Menschen in Richtung der Randgebiete, Speckgürtel und Vorstädte. Das lässt dort die Preise anschwellen, wie eine Analyse des Verbands der Sparda-Banken und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) jetzt belegt. In Städten wie München, Köln, Hamburg, Berlin und Stuttgart hätten sich die Preise für Bestandswohnungen im Umland in den vergangenen drei Jahren stärker erhöht als in den Städten. In Berlin sind es im Umland etwa Preiserhöhungen um 22 Prozent, in der Stadt nur 17,5 Prozent.

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Preisumkehr am Horizont?

Nicht nur Immobilien, sondern auch die Preise von Grund und Boden bleiben auffallend stabil. Günstigeres Bauland dank Corona? Pustekuchen! „Corona rüttelt nicht an Grundstückspreisen“, berichtet Andreas Teuber, der Vorsitzende des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse in Deutschland. Die Gutachter in den einzelnen Bundesländern erheben die Bodenrichtwerte quasi in Echtzeit, sodass die Daten stets sehr aktuell sind. Zwar sei bisher alles ruhig, „doch wer denkt, Corona hätte keinen Einfluss auf Immobilienpreise, der hat zu kurz gedacht", ergänzt Teuber. Keiner weiß, wie die Pandemie weiter verlaufe und, ob es nicht doch noch eine Zwangsversteigerungswelle gibt, wenn die ganzen coronabedingten Kreditstundungen und Erleichterungen wegfielen. Hier könnte die sich selbst erfüllende Prophezeiung also doch noch ins Negative drehen: wenn aus Kurzarbeit Arbeitslosigkeit und aus Überbrückungsgeldern Pleiten werden. Dann stünde das Gespenst vom Notverkauf und sinkenden Preisen wieder im Raum. Zum Übergang vom zweiten aufs dritte Quartal 2020 zeigt der Wohnimmobilienindex IMX von Immoscout24 schon mal Segmente mit sinkenden Preisen. Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im Bestand in Berlin, München und in Frankfurt am Main sind gesunken.

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Die hier enthaltenen Informationen sind unverbindliche Auskünfte (Irrtum vorbehalten), aktualisiert am 13. November 2020.

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