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Mietkautionskonto

Beim Umzug in eine neue Wohnung wird eine Mietkaution fällig. Der gesamte Betrag fließt auf ein Mietkautionskonto, das dem Vermieter bei ausbleibenden Mietzahlungen oder Schäden an der Wohnung als Sicherheit dient. Nach Beendigung des Mietverhältnisses bekommt der Mieter das Geld zurück.


Die Mietkaution hat folgende Eigenschaften:

  • Sicherheit: Ansprüche des Vermieters gegenüber dem Mieter werden sichergestellt
  • Höhe: Darf in Deutschland bis zu 3 Nettokaltmieten betragen
  • Kündbarkeit: Während der gesamten Mietzeit ist sie unkündbar
  • Schutz der Kaution: Der Vermieter muss sie getrennt von seinem eigenen Vermögen auf einem Mietkautionskonto anlegen

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Die Formen des Mietkautionskontos

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Mietkaution zu hinterlegen:

Sparbuch


Sparbuch: Der Mieter kann sein Mietkautionskonto in diesem Fall selbst einrichten – Banken und Sparkassen bieten diesen Service für Privatkunden an – allerdings mit äußerst niedrigen Zinsen.

Der Mieter eröffnet auf seinen Namen ein Sparkonto, das dazugehörige Sparbuch verpfändet er als Mietsicherheit an den Vermieter. Konkret: Der Mieter übergibt dem Vermieter das Sparbuch. Nach Beendigung des Mietverhältnisses wird das Guthaben an den Mieter ausgezahlt. Dazu benötigt er die Freigabe des Vermieters.

Die Rückzahlung der Kaution, und das gilt für alle Formen des Mietkautionskontos, erfolgt innerhalb „einer angemessenen Zeit“. Der Vermieter muss schließlich zunächst prüfen, ob er noch Ansprüche an den Mieter anzumelden hat, die mit der Mietkaution zu verrechnen wären, etwa ausstehende Mietzahlungen oder Nachzahlungen von Betriebskosten.

Dies kann einige Wochen dauern, mehr als ein halbes Jahr sollte dafür aber nicht ins Land gehen. Falls bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Betriebskostenabrechnung vorliegt, darf der Vermieter deshalb nicht die gesamte Kaution einbehalten, sondern nur einen Betrag, der in etwa der erwarteten Nachzahlung entspricht.

Kautionsschutzbrief

Kautionsschutzbrief: Hierbei handelt es sich um einen Versicherungsvertrag, bei dem der Mieter keinen festen Betrag für die Mietkaution aufbringen muss, sondern monatlich eine Gebühr bezahlt.

Bankbürgschaft

Bankbürgschaft: In diesem Fall bürgt die Bank des Mieters für seine Bonität. Eventuell wird eine Gebühr seitens der Bank erhoben.

Tagesanleihe

Tagesanleihe: Diese Staatsanleihen können in Form von Schuldbuchkonten gekauft werden. Je nach Zinssatz ist auch diese Möglichkeit durchaus beachtenswert.

Mietkautionsdepot

Mietkautionsdepot: Selbst Investmentfonds dürfen als Kautionskonto benutzt werden. Aufgrund der attraktiven Zinssätze sollte man diese Alternative auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Treuhandkonto

Treuhandkonto: Der Vermieter richtet ein Treuhandkonto für die Kaution ein. In diesem Fall legt der Vermieter die Kaution von seinem übrigen Vermögen getrennt auf einem separaten Konto oder in Form eines Sparbuchs an. Dort verbleibt es, bis das Mietverhältnis endet.

Der Vermieter muss die Kaution verzinslich anlegen, so schreibt es das Gesetz vor. Die Zinsen bleiben auf dem Konto und werden der Kaution zugeschlagen. Nach Beendigung des Mietverhältnisses erhält der Mieter die Kaution plus aufgelaufener Zinsen zurück. Vorausgesetzt, der Vermieter meldet keine Forderungen auf die Mietsicherheit an, etwa weil der Mieter noch Betriebskosten schuldig ist oder weil durch ihn verursachte Schäden an der Wohnung beseitigt werden müssen.

Die Mietkaution kann auch in bis zu drei Raten gezahlt werden. Die erste ist bei Mietbeginn fällig, die beiden anderen sind mit der zweiten und dritten Monatsmiete zu zahlen. In Verzug geraten darf der Mieter aber nicht.

Achtung: 

Bei Mietverträgen, die nach Inkrafttreten der Mietrechtsnovelle 2013 abgeschlossen worden sind, kann der Vermieter ohne vorherige Abmahnung fristlos kündigen, wenn die Kaution nicht rechtzeitig gezahlt wird und der Rückstand auf dem Mietkautionskonto zwei Monatsmieten erreicht hat.

Schneller zur Kautionsrückzahlung


Auch Mieter können ihren Teil dazu beitragen, dass sie ihre Kaution samt Zinsen möglichst zügig ausgezahlt bekommen.

Sie sollten kontrollieren:

  • Offene Zahlungen: Ob noch Miet- oder Nebenkostenzahlungen offen sind und eventuelle Rückstände schnell begleichen.
  • Wohnungsübergabe: Außerdem muss die Wohnung in vertragsgemäßem Zustand übergeben werden.
  • Wohnungsübergabe: Vereinbaren Sie einen verbindlichen Termin zur Wohnungsübergabe mit dem Vermieter oder Verwalter. 
  • Übergabeprotokoll: Ganz wichtig ist die Anfertigung eines Übergabeprotokolls.

 

Wenn bei der gemeinsamen Begehung der Wohnung keine Mängel festgestellt werden und dies im Protokoll festgehalten ist, sollten Sie recht bald mit der Auszahlung des Geldes vom Mietkautionskonto rechnen können.

Mietkaution und Steuer

Zinseinnahmen aus einem Mietkautionskonto stehen dem Mieter zu und sind grundsätzlich als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern.

Zwar dürften die Zinsen eines einzelnen Kautionskontos in der Regel nicht so hoch sein, dass der entsprechende Freibetrag überschritten wird, doch es gibt ja möglicherweise noch andere Zinseinkünfte, sodass die Summe über dem Limit liegt. Dann müssen die Mietkautionszinsen zusammen mit den anderen Einkünften in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

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