Bauhelferversicherung

Eine Bauhelferversicherung ist eine Versicherung für private Bauhelfer. Sie ist nur dann notwendig, wenn Sie beim Hausbau Eigenleistungen erbringen wollen und Verwandte, Freunde oder Bekannte auf der Baustelle mithelfen wollen.

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Unfälle am Bau passieren schnell! Um die Hilfe Ihrer Helfer mit gutem Gewissen in Anspruch zu nehmen, ist die private Bauhelferversicherung neben der Absicherung durch die Berufsgenossenschaft Bau zu empfehlen. Meist wird eine private Bauhelferversicherung mit einer Dauer von maximal einem Jahr angeboten. Da dabei oft keine automatische Verlängerung vorgesehen ist, muss dem Versicherer gemeldet werden, dass die Versicherung auch weiterhin benötigt wird, wodurch sich dann die Versicherung um ein weiteres Jahr verlängert. Ist die Bauzeit vorzeitig beendet, wird zumeist der anteilige Beitrag zurückerstattet.

Versicherungspflicht für Bauhelfer

Grundsätzlich besteht die Pflicht, etwaige Helfer beitragspflichtig bei der örtlichen Berufsgenossenschaft Bau anzumelden. Dabei sind grundsätzlich sämtliche Personen, die der Bauherr als abhängige Hilfskräfte für die Eigenarbeiten heranzieht von Gesetzeslage her gegen Arbeitsunfälle zu versichern. Und dies unabhängig davon, ob die Bauhelfer dafür etwas bezahlt bekommen oder unentgeltlich aushelfen. Dementsprechend sind demnach Familienangehörige, Verwandte, Nachbarn, Kollegen oder Bekannte als Hilfskräfte anzusehen. Ebenfalls grundsätzlich zum versicherten Personenkreis zählen Mini-Jobber, die vom Bauherren für Bauarbeiten beschäftigt werden. Ihre geleisteten Arbeitsstunden sind unabhängig möglicher Meldepflichten bei der Minijobzentrale nachweis- und daher beitragspflichtig. Da für diese Versicherungspflicht gleichermaßen Ausnahmen und besondere Regelungen bestehen, ist es ratsam, sich bei der Berufsgenossenschaft Bau über die Bedingungen für die Bauhelferversicherung zu informieren. 

Kosten der Bauhelferversicherung bei der Berufsgenossenschaft

Die Beiträge, die für die Absicherung an die Berufsgenossenschaft zu entrichten sind, orientieren sich an den geleisteten Arbeitsstunden der Bauhelfer. Sind es insgesamt weniger als 40 Arbeitsstunden, müssen keine Beiträge gezahlt werden. Die Beitragssätze sowie die Allgemeine Bedingungen für die Bauhelferversicherung der Berufsgenossenschaft Bau unterscheiden sich von Region zu Region. Die geleisteten Arbeitsstunden werden mit einem fiktiven Arbeitsentgelt und dem Beitragssatz multipliziert. Dafür legt die Bundesregierung jährlich eine Bezugsgröße fest, aus der sich das Stunden-Entgelt ableiten lässt. Der Mindestbetrag liegt bei 100 Euro. Wichtig zu wissen ist, dass Bauherren die Bauhelferversicherung der Berufsgenossenschaft Bau nur freiwillig auf Antrag beantragen können. 

Private Bauhelferversicherung für zusätzlichen Schutz

Bauherren selbst haben die Möglichkeit, sich durch eine geeignete Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung selbst abzusichern. Dabei empfiehlt sich vor dem Baubeginn bei bestehenden Policen die Rücksprache mit der Versicherungsgesellschaft, ob und inwieweit das Risiko während der Bauzeit bereits abgedeckt ist. Der Versicherungsumfang, der durch die Berufsgenossenschaft abgedeckt wird, ist begrenzt. Beispielsweise werden nur Wegeunfälle und Arbeitsunfälle abgesichert, die in direktem Zusammenhang mit der Baustelle stehen. Folgeschäden der Tätigkeit an der Baustelle bleiben unberücksichtigt. Um Ihre Helfer umfangreich abzusichern, empfiehlt es sich, eine zusätzliche Bauhelferversicherung abzuschließen. Insbesondere, wenn die Bauhelfer keine Profis sind, kommt es häufiger zu Arbeitsunfällen auf der Baustelle. Die Kosten einer privaten Bauhelferversicherung richten sich nach dem Umfang der Absicherung der Bauhelfer und nicht nach der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden. Bei vielen Versicherungsanbietern zahlen Sie eine Pauschale je Bauhelfer.

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