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Mit der Nutzfläche (kurz: NF) wird der Teil der Gebäudegrundfläche bezeichnet, der gemäß der jeweiligen Zweckbestimmung genutzt werden kann. Welche Räume als Nutzfläche zählen und welche nicht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:

  • Was Nutzfläche (NF) ist und was nicht, regelt die DIN-Norm DIN 277.
  • Flure sowie Treppenhäuser zählen nicht als Nutzfläche, sondern als Verkehrsfläche.
  • Sind im Keller oder im Hauswirtschaftsraum betriebstechnische Anlagen verortet, zählen sie nicht als Nutzfläche, sondern als technische Funktionsfläche (TF).

Was ist Nutzfläche und was nicht?

Funktionsflächen wie Heizungsräume, technische Betriebsräume oder Maschinenräume werden ebenso wenig zur Nutzfläche gezählt wie Verkehrsflächen. Zu letzteren gehören beispielsweise Treppenräume, Eingänge, Flure oder Aufzüge. Welche Nutzflächen unterschieden werden können, ist in der Norm DIN 277:2005 geregelt.

Neben der Nutzfläche von Gebäuden gibt es in Deutschland noch den Begriff der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LNF). Hierunter ist die Summe sämtlicher Ackerflächen, Weiden und Wiesen eines landwirtschaftlichen Betriebes zu verstehen.


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Arten von Nutzflächen nach ihren Funktionen

In der DIN 277 wird die Nutzfläche in sieben Kategorien entsprechend der jeweiligen Funktionen gegliedert:

  • Aufenthalt und Wohnen

  • Büroarbeit

  • Maschinen- und Handarbeit, Produktion, Experimente

  • Verteilen und Verkaufen, Lagern

  • Kultur und Unterricht, Bildung

  • Pflegen und Heilen

  • sonstige Nutzungen

Gut zu wissen:

In der vorherigen Version der Norm, der DIN 277:1987, wurde noch zwischen Haupt- und Nebennutzflächen unterschieden. Diese Unterteilung wurde mit der Novellierung der DIN 277 im Jahr 2005 wieder aufgegeben.

Worin liegt der Unterschied zwischen Nutzfläche, Wohnfläche und Grundfläche?

Während mit der Nutzfläche der Anteil der Grundfläche bezeichnet wird, der entsprechend der Zweckbestimmung genutzt werden kann, bezieht sich die Wohnfläche auf die Gesamtheit der anrechenbaren Raumgrundflächen, die zu einer Wohnung oder einem Haus zählen.

Der Unterschied besteht somit darin, ob die betreffenden Flächen genutzt oder bewohnt werden können. Welche Grundflächen als Wohnfläche gelten, ist in der Wohnflächenverordnung geregelt. Nicht zur Wohnfläche zählen die Grundflächen von Zubehörräumen wie etwa Dachräumen und Kellern, Wirtschafts- und Geschäftsräumen oder Räumen, die nicht den Anforderungen des Bauordnungsrechts entsprechen.

Als Grundfläche eines Gebäudes wird wiederum diejenige Fläche bezeichnet, die ein Gebäude oder ein Teil eines Gebäudes auf dem Boden zeichnet, also die Begrenzungsfläche des Gebäudes bzw. Raumes.

Am Beispiel eines Einfamilienhauses lässt sich diese Unterscheidung zwischen Nutzfläche, Wohnfläche und Grundfläche besonders gut verdeutlichen:

Umfasst beispielsweise der Keller einen Vorratsraum, einen Öllagerraum, einen Flur und einen Treppenraum, dann ist laut Wohnflächenverordnung keine der Grundflächen dieser Räume als Wohnfläche einzustufen. Laut DIN 277 sind die Grundfläche des Vorratsraumes als Nutzfläche, die des Öllagerraumes als Funktionsfläche und Flur sowie Treppenraum als Verkehrsfläche aufzufassen.

Übersicht: Welcher Raum zählt zu was?

Welcher Raum?

Art der Fläche

nach DIN 277

Art der Fläche nach Wohnflächenverordnung
Küche Nutzfläche Wohnfläche
Bad Nutzfläche Wohnfläche
Gäste-WC Nutzfläche Wohnfläche
Wohnzimmer Nutzfläche Wohnfläche
Esszimmer Nutzfläche Wohnfläche
Kinderzimmer Nutzfläche Wohnfläche
Arbeitszimmer Nutzfläche keine Wohnfläche
Keller

Nutzfläche

(ggfs. Funktionsfläche)

keine Wohnfläche
Vorratsraum Nutzfläche keine Wohnfläche
Flur Verkehrsfläche Wohnfläche
Dachboden Nutzfläche keine Wohnfläche
Treppenräume Verkehrsfläche Wohnfläche
Hauswirtschaftsraum

Nutzfläche

(ggfs. Funktionsfläche)

keine Wohnfläche
Balkon Nutzfläche max. zu 50 % Wohnfläche
Terrasse Nutzfläche max. zu 50 % Wohnfläche
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