Baulexikon

Thermografie

Infrarotstrahlen decken Energieverluste am Gebäude auf

Die Thermografie ist ein probates Verfahren, um Energieverluste an Gebäuden zu erkennen.

Bei der Thermografie werden die verschiedenen Temperaturverteilungen an der Hausfassade durch Infrarotstrahlen dargestellt. Energieverluste werden mithilfe von Thermografieaufnahmen sofort sichtbar. Dabei wird eine Wärmebildkamera eingesetzt, die anzeigt, wie viel Wärme aus dem Innenraum des Gebäudes nach außen strömt. Auf der Aufnahme ist die Temperaturverteilung an der Außenwand farblich dargestellt und kann direkt ausgewertet werden. Schwachstellen des Gebäudes wie Wärmebrücken, unzureichende Wärmedämmung oder Baumängel werden sichtbar und können behoben werden, um die Energiebilanz zu verbessern.

Nutzen der Thermografie

Die Thermografie bietet die Möglichkeit einer genauen energetischen Analyse von Gebäuden mit einem sehr geringen Aufwand. Neben Wärmeverlusten an der Fassade werden auch Leckagen an Rohrleitungen, schlechte Wärmedämmung oder auch Wärmebrücken an Bauteilen, z. B. an Fenstern, Wänden und Dächern, aufgedeckt. Die Thermografie liefert darüber hinaus nützliche Daten hinsichtlich Taupunktunterschreitungen an den Außenwänden – auf diese Weise können Feuchtigkeit und Schimmelpilzbildung verhindert werden.

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100000

Fördermöglichkeiten für Thermografie

Hauseigentümer, die eine Thermografieaufnahme ihres Hauses in Auftrag geben möchten, können sich unter anderem an Bauingenieur- und Architekturbüros werden. Die Thermografen können sich durch eine Zertifizierung, beispielsweise EN 473 (Bau, Industrie), als solche ausweisen. Im Rahmen der amtlichen Richtlinie des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle „über die Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort“ ist die Thermografie auch förderfähig. Diese wird im Rahmen der sogenannten Vor-Ort-Energiesparberatung durchgeführt. Die Bezuschussung gemäß der BAFA-Richtlinie für Ein- oder Mehrfamilienhäuser kann mehr als 400 Euro betragen.

Erforderliche Rahmenbedingungen

Die Aussagekraft der Thermografie hängt von dem Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innenwänden ab. Je größer der Unterschied ist, desto deutlicher bilden die Thermografieaufnahmen etwaige Energielecks ab. Daher sollte das Temperaturgefälle von innen nach außen mindestens 15 Grad Celsius betragen. Somit eignen sich vor allem die Herbst- und Wintermonate dafür, Thermografieaufnahmen durchführen zu lassen. Bei einer Außentemperatur um 0 Grad Celsius gilt diese Differenz in der Innen- und Außentemperatur als gegeben.

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