Vermietung

Worauf Sie bei der Wohnungsübergabe achten sollten

Rechte, Pflichten und Fallstricke

Nach dem Auszug des Mieters steht noch ein wichtiger gemeinsamer Termin an: die Wohnungsübergabe. Wer sich dafür Zeit nimmt und alle Schäden genau protokolliert, vermeidet spätere Auseinandersetzungen über Mängel und Reparaturkosten.

Wohnungsbereich mit neuen Mieter

Der Vermieter sollte bei der Wohnungsübergabe alle Schäden in einem Protokoll festhalten.

Ein Mieterwechsel ist für Wohnungseigentümer immer eine sensible Angelegenheit. Mit einer professionellen Wohnungsübergabe beim Auszug des bisherigen Mieters legen Sie eine gute Basis für die erfolgreiche Neuvermietung.
Deshalb sollten Sie die manchmal langwierige Übergabe nicht als verlorene Zeit betrachten, auch wenn sie das Ende der Geschäftsbeziehung mit Ihrem Mieter darstellt.

Achten Sie auf gute Lichtverhältnisse

Ein Mann liest Zählerstände ab

Der Vermieter muss die Zählerstände ablesen lassen und im Protokoll vermerken.

Sinnvoll ist es, mit dem Mieter nach seinem Auszug einen Termin für die Wohnungsübergabe zu vereinbaren. Falls ein Treffen bei hellem Tageslicht nicht möglich ist, sollten Sie eine leistungsstarke Baustellenlampe mitnehmen, weil womöglich in einigen Räumen bereits die Lampen abmontiert sind. Nützlich ist auch eine Digitalkamera, um eventuelle Schäden mit Fotos dokumentieren zu können.

Zusammen mit dem Mieter sollten Sie dann Raum für Raum durchgehen und Schäden in einem Protokoll festhalten. Als Vorlage können Sie das von Immobilienscout24.de und dem Deutschen Mieterbund entwickelte Musterprotokoll verwenden, das Sie hier als PDF herunterladen können.

Abnutzung ist noch kein Schaden

Vermieter erhält Wohnungsschlüssel und zeigt Mietvertrag

Nach der Wohnungsübergabe müssen dem Vermieter alle Schlüssel ausgehändigt werden.

Unstimmigkeiten gibt es häufig bei der Frage, wer für die Reparatur von Schäden aufkommen muss. Dabei gilt grundsätzlich: Für Abnutzungen aufgrund des üblichen Gebrauchs muss der Mieter nicht geradestehen. Deshalb können Sie den Mieter beispielsweise nicht dafür zur Verantwortung ziehen, dass der Parkettboden die üblichen Gebrauchsspuren aufweist. Befinden sich jedoch Wasserflecken darauf, muss der Mieter für deren Beseitigung aufkommen. Im Schadensfall sind Sie als Vermieter in der Beweispflicht. Nur wenn Sie nachweisen können, dass der Schaden vom Mieter verursacht worden ist, können Sie ihm die Kosten für die Reparatur in Rechnung stellen.

Bunte Wände müssen Sie sich nicht bieten lassen

Nicht nur eine Frage des Geschmacks ist die Farbe der Wände. Zwar dürfen Sie als Vermieter nicht verlangen, dass zum Auszug alles Weiß gestrichen wird. Grelle oder dunkle Farben an den Wänden müssen Sie aber auch nicht akzeptieren. Als Faustregel gilt, dass der Mieter die Wände in hellen, neutralen Farben hinterlassen muss.

Rückzahlung der Kaution

Ist die Übergabe einvernehmlich beendet, sollten Sie dem Mieter für seine Unterlagen eine Kopie des von beiden Parteien unterschriebenen Protokolls überlassen. Schlusspunkt der Wohnungsübergabe ist die Rückgabe der Wohnungsschlüssel an den Vermieter. Vor der Rückzahlung der Kaution mitsamt Zinsen – diese stehen nämlich dem Mieter zu – sollten Sie prüfen, ob noch Forderungen ausstehen. Wenn ja, dürfen Sie auch nach dem Auszug des Mieters einen angemessenen Teil der Kaution zurückhalten, bis er alle Kosten beglichen hat.

Tipp

Bei Neuvermietung empfiehlt sich, im Mietvertrag von vornherein eine Renovierungsklausel ohne starre Fristen verständlich und nachvollziehbar zu formulieren. Für die einfache Einhaltung aller Formalien steht ein Muster Mietvertrag von ImmobilienScout 24 online für Sie zur Verfügung.

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