Hausnebenkosten: Übersicht schafft Planungssicherheit

Keine Angst vor Baunebenkosten

Aus Angst vor unkalkulierbaren Baunebenkosten zögern viele Bauwillige, ihren Traum vom eigenen Haus wahr zu machen. Mit einer individuellen Aufstellung lassen sich die Baunebenkosten aber gut planen und einschätzen.

Ein Hausbau ist ein großes Projekt – nicht nur organisatorisch, sondern auch rechnerisch. Viele Deutsche wünschen sich ein eigenes Haus, doch jeder zweite von ihnen fürchtet, an der Baufinanzierung zu scheitern. Das ergab die repräsentative Studie „Wohnträume der Deutschen“ vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Vor allem die Baunebenkosten bereiten vielen Bauwilligen Sorgen. Doch mit Taschenrechner, Checkliste und etwas Beharrlichkeit können Sie sich eine realistische Aufstellung verschaffen.

Baufinanzierungsrechner

Zusätzliche Kosten beim Grundstückskauf

Die ersten Baunebenkosten fallen beim Kauf des Grundstücks an: Wird ein Makler mit der Suche nach dem Bauplatz beauftragt, verlangt er eine Provision – vorausgesetzt, dass der Kaufvertrag zustande kommt. Üblich sind fünf bis sieben Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Mit etwas Glück lässt sich ein Baugrundstück auch ohne Makler finden. Unverzichtbar dagegen sind die Dienste des Notars. Denn rechtskräftig wird der Kauf erst, wenn er notariell beglaubigt ist. Der Notar wickelt den Kaufvertrag ab und veranlasst, dass der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wird. Die Notarkosten sind in einer Gebührenordnung festgelegt und orientieren sich am Kaufpreis. Durchschnittlich liegen sie bei etwa einem Prozent der Kaufsumme. Gebühren werden auch für die Eintragung ins Grundbuch fällig. Die genauen Kosten sind regional unterschiedlich und können vorab beim Grundbuchamt erfragt werden. Falls das Grundstück geteilt werden soll – etwa für den Bau eines Doppelhauses – kommen Gebühren für die Vermessung hinzu. Die Grunderwerbsteuer ist ein weiterer Posten in der Aufstellung der Baunebenkosten. Sie wird beim Kauf eines Grundstücks fällig und liegt – je nach Bundesland – zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Nebenkosten für die Baufinanzierung

Bei der Immobilienfinanzierung fallen Kosten für die Beratung und für die Bereitstellung des Kredites an. Außerdem lässt der Baufinanzierer als Absicherung eine Grundschuld im Grundbuch eintragen. Wie hoch die Finanzierungsnebenkosten sind, können Sie sich von Ihrem Kreditinstitut ausrechnen lassen. Damit ist ein weiterer Punkt auf der Checkliste der Baunebenkosten abgehakt.

Rund um die Baustelle


Auch Hausanschlüsse für Strom, Gas und Wasser muss der Bauherr extra bezahlen.

Bevor der Bau des Hauses beginnen kann, stehen einige Behördengänge an: Bauantrag, Baugenehmigung und Bauanzeigen kosten Geld. Zur Vorbereitung müssen diverse Arbeiten erledigt werden, die neben dem eigentlichen Hausbau zu Buche schlagen. Dazu gehört die Erschließung des Grundstücks und die Einrichtung der Baustelle, sodass die Baufahrzeuge Zugang bekommen und die Handwerker mit Strom und Wasser versorgt werden. Auch die Hausanschlüsse für Strom, Gas, Wasser und Abwasser sowie die Entsorgung des Bodenaushubs muss der Bauherr extra bezahlen, falls es im Vertrag nicht anders geregelt wird. Diese Baunebenkosten sind – je nach Region und Vertragspartner – unterschiedlich hoch. Um sich hier eine Übersicht zu verschaffen, können Sie von Ihrem Architekten, Generalunternehmer oder Hausanbieter vor der Vertragsunterzeichnung eine Aufstellung verlangen.

Wichtige Versicherungen beim Bauen

Bei jedem Bauvorhaben lauern Risiken. Deshalb sollten Sie einige unverzichtbare Versicherungen abschließen. An erster Stelle steht die Bauleistungs-Versicherung, die Schäden am Baumaterial sowie am Roh- und Neubau abdeckt. Die Feuerrohbau- und Wohngebäudeversicherung schützt vor Brandschäden. Bei Unfällen auf der Baustelle kommt die Bauherren-Haftpflichtversicherung auf. Wenn Freunde oder Familienmitglieder beim Bau helfen, ist eine zusätzliche Unfallversicherung nötig. Viele Versicherer bieten diese Bauversicherungen als Paket an. Dafür sollten Sie 350 bis 600 Euro auf die Checkliste der Baunebenkosten setzen.

Übersicht der Baunebenkosten

  1. Maklerprovision
  2. Notargebühren
  3. Eintragung ins Grundbuch
  4. Evtl. Kosten für Grundstücksvermessung
  5. Grunderwerbsteuer
  6. Finanzierungsnebenkosten
  7. Bauantrag, –genehmigung und –anzeigen
  8. Erschließung des Grundstücks
  9. Versicherungspaket

Alle wichtigen Themen für Ihren Immobilienkauf

Baufinanzierung einfach gemacht
Wir zeigen Ihnen, wie es richtig geht
  • Zinsen vergleichen unter den besten Anbietern
  • Wer würde mich finanzieren?
  • Wieviel Haus kann ich mir leisten?
  • Mieten oder Kaufen - Was ist für Sie besser?
  • Günstige Konditionen für Ihren Ratenkredit

Vergleichen lohnt sich. Das gilt insbesondere für die Finanzierung einer Immobilie.

Weitere Artikel