Zielbewertungszahl

Die sogenannte Zielbewertungszahl ist ein Kriterium für die Ermittlung der „Zuteilungsreife“ eines Bausparvertrages. Sie gibt die kleinstmögliche Bewertungszahl an, die ein Bausparvertrag aufweisen muss, um in der aktuellen Zuteilungsperiode berücksichtigt zu werden.

Baufinanzierungsrechner

Der Hintergrund ist, dass einer Bausparkasse nur begrenzte Mittel für die Auszahlung von Bauspardarlehen zur Verfügung stehen. Um nun nicht auslosen zu müssen, welcher Bausparvertrag zugeteilt wird und welcher nicht, wurde die Zielbewertungszahl eingeführt. Sie ergibt sich aus Sparguthaben und Spardauer im Verhältnis zur vereinbarten Bausparsumme. Nach individueller Prüfung wird die Bewertung schließlich mit der Ansparleistung anderer Bausparer verglichen. Ist die Zielbewertungszahl erreicht, kommt der Bausparvertrag in die Zuteilung und ist damit „zuteilungsreif“.

Weitere Kriterien der Zuteilung

Die Zielbewertungszahl ist aber nicht die einzige Hürde für die Zuteilung. Üblich sind beispielsweise auch die Vereinbarung einer Mindestansparung, einer Mindestwartezeit und einer Mindestbewertungszahl. Letztere kann jedoch nicht höher als die Zielbewertungszahl sein und soll lediglich garantieren, dass ein Vertrag eine bestimmte Laufzeit bzw. entsprechend hohe Einzahlungen aufweist.

Um dem Bausparer zumindest eine Orientierung zu geben, wann er mit der Zuteilung des Vertrages rechnen kann, wird ihm auf Grundlage des gewählten Bauspartarifs ein voraussichtliches Zuteilungsdatum mitgeteilt. Es ist allerdings ratsam, die Bausparsumme eines offenen Vertrages nicht vorzeitig zu verplanen. Es besteht dann das Risiko, dass eine längere Wartezeit auf das Bauspardarlehen eine Finanzierungslücke verursacht, die mit einer teuren Zwischenfinanzierung gefüllt werden muss.

Der Bausparer kann die Bewertungszahl aber auch positiv beeinflussen und damit eventuell eine frühere Zuteilung erhalten, indem er Sonderzahlungen auf sein Bausparkonto leistet. Dieses Vorgehen sollte jedoch gut überlegt sein, da sich das Bauspardarlehen in der Regel aus der Differenz zwischen Guthaben und Bausparsumme berechnet und zusätzliche Einzahlungen somit ein geringeres zinsgünstiges Darlehen zur Folge haben.

Kritik an der Organisation

Anders als von vielen Verbrauchern angenommen wird der zum Abschlusszeitpunkt des Bausparvertrages ausgegebene Zuteilungszeitpunkt nicht garantiert. Dieser kann sich anhand der Entwicklung der Bausparsumme verschieben. So kommt es zu teilweise monatelangen Wartezeiten – ein Problem, vor allem in puncto termingebundene Vorfinanzierungen. Überbrückt werden kann die Wartezeit in vielen Fällen durch Zwischen- und Vorfinanzierung.    

Die Zwischen- und Vorfinanzierung

Sowohl Zwischen- als auch Vorfinanzierung können einem Kreditnehmer dabei helfen, monatelange Wartezeiten in puncto Bausparsumme zu überbrücken. Die sogenannte Zwischenfinanzierung wird dabei von Kreditinstituten gewährt. Hierbei gilt es zu beachten, dass dieses Darlehen zumeist kurzfristig angelegt ist (ein bis zwei Jahre) und darüber hinaus auch vorausgesetzt wird, dass eine endgültige Finanzierung bereits feststeht. Eine Zwischenfinanzierung kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn:

 

  • das betreffende Eigenkapital noch nicht verfügbar ist
  • der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist
  • Lebensversicherungen oder Sparverträge noch nicht fällig sind

 

Die Vorfinanzierung wiederum wird als angelegte Kreditwährung von Kreditinstituten vorgenommen, wenn die endgültige Finanzierung eines Projekts bis dato noch nicht sichergestellt ist. Diese Art der Finanzierung ist zumeist kurzfristig und auf ein bis zwei Jahre begrenzt. Zu den typischen Vorfinanzierungen zählen beispielsweise sogenannte Brückenfinanzierungen in puncto Unternehmenskauf. Insbesondere hier ersetzt die Vorfinanzierung zunächst einmal eine solide finanzielle Planung aufgrund einer eng bemessenen Zeitplanung.

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