Bei einem Hauskauf müssen Sie mit jahrzehntelangen monatlichen Belastungen durch die Rückzahlung des Darlehens rechnen. Viele Alleinverdienende fragen sich deshalb, ob sie diese langfristige Finanzierung stemmen können. Ob es möglich ist, sich ein Haus zu kaufen, wenn nur einer arbeitet, erfahren Sie hier. Ebenfalls bekommen Sie einen Überblick darüber, was Sie dabei beachten sollten.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

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Kann man sich alleine ein Haus kaufen?

Möchten Sie als Familie ein Haus kaufen, müssen nicht zwingend zwei feste und regelmäßige Einkommen vorhanden sein. Verfügen Sie über genügend Bargeld, ist es sowieso nicht relevant, wie viel Geld monatlich zur Verfügung steht. In der Regel finanzieren Käufer die Immobilie aber über ein Darlehen, dessen Höhe die Bank auch anhand des Einkommen berechnet.

Ob Ihr Einkommen ausreichend für den Immobilienkauf ist, hängt natürlich auch vom Kaufpreis ab. Alleinverdienern wird es schwerer fallen, eine hochpreisige Immobilie in einer begehrten Lage zu finanzieren, als das Haus auf dem Land zu bezahlen. Nutzen Sie den Finanzierungsrechner von ImmoScout24.


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Bei welchem Einkommen kann ich ein Haus kaufen?

Natürlich sehen es die Banken gerne, wenn beide Partner über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. So ist die Chance auf eine reibungslose Rückzahlung und damit die Sicherheit für den Kreditgeber wesentlich höher als bei unsteten Einkommensverhältnissen. Natürlich können aber auch Alleinverdiener zuverlässige Kreditnehmer sein. Wie hoch das benötigte Einkommen für den Hauskauf sein sollte, hängt maßgeblich vom Kaufpreis ab. Daneben spielen aber auch das Eigenkapital und die Zinsen eine Rolle.

Als Faustregel gilt: Für die Finanzierung einer Immobilie sollten Sie monatlich maximal 40 Prozent Ihres Nettoeinkommens verwenden. Um sicherzugehen, dass diese Rechnung auch für Sie aufgeht, sollten Sie aber am besten über mehrere Monate ein Haushaltsbuch führen und dort Ihre Einnahmen und Ausgaben genau auflisten. Sie erhalten somit einen realistischen Überblick über den Betrag, den Sie monatlich in die Finanzierung eines Hauses stecken können.

Kann ich einen Hauskredit ohne Eigenkapital erhalten?

Ein Hauskredit ohne Eigenkapital ist aus Sicht der Banken immer problematisch. Für die Finanzierung einer Immobilie empfehlen die Kreditgeber in der Regel Eigenkapital in Höhe von etwa 20 Prozent der Kaufsumme. Zusätzlich sollten Sie in der Lage sein, die Kaufnebenkosten aus Ihrem Eigenkapital zu zahlen. Bevor Sie zur Finanzierungsberatung zur Bank gehen, überlegen Sie zunächst:

  • Welche monatliche Rate können Sie sich leisten?

  • Wie sieht es finanziell aus, wenn Sie arbeitslos werden?

  • Haben Sie auch an die Hausnebenkosten gedacht?

  • Bedenken Sie auch ständige Instandhaltungskosten?

  • Haben Sie noch Geld für mögliche außergewöhnliche Kosten wie eine Fahrzeugreparatur oder Anschaffung wie eine neue Waschmaschine zur Verfügung?

Für den Hauskauf ist es wichtig, realistisch an die Sache heranzugehen, schließlich ist die Finanzierung eine langfristige Verpflichtung. Wenn Sie Ihre Ausgaben kleinrechnen und in einigen Jahren an den Punkt kommen, dass das Einkommen nicht mehr ausreicht, haben Sie spätestens dann Probleme.

Deswegen schauen die Banken auch ganz genau hin, bevor Sie einen Hauskredit ohne Eigenkapital vergeben. Es kann allerdings auch von der Bank abhängen, ob sie beispielsweise Eigenleistungen beim Bau oder Hauskauf, die sogenannte Muskelhypothek, als Eigenkapital anrechnet. Zur erhöhten Sicherheit lassen Banken eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen. Falls es irgendwann passieren sollte, dass Sie den Kredit nicht mehr bezahlen können, kommt die Bank über diesen Weg an ihr Geld.

Welche Berufsgruppen werden wahrscheinlich kein Problem beim Hauskauf haben?

In manchen Haushalten liegt nur ein Einkommen vor, weil einer der Partner möglicherweise das Kind betreut oder aus krankheitsbedingten Problemen nicht arbeiten kann. Es gibt Berufsgruppen, die auch als Alleinverdiener recht einfach einen Kredit für ein Haus erhalten. Hierzu gehören unter anderem Beamte und gutverdienende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Auch Ärzte und Richter gehören zu den Berufsgruppen, die schneller einen Kredit erhalten. Der Grund dafür ist recht simpel: Die Banken bevorzugen Kreditnehmer mit einem sicheren und recht hohen Einkommen.

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