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Beim Energieausweis handelt es sich um ein Dokument, das Angaben zur Energiebilanz einer Immobilie macht. Wenn Sie ein Objekt vermieten, verkaufen oder verpachten möchten, sind Sie als Eigentümer dazu verpflichtet, einen aktuellen Energieausweis zur Verfügung zu stellen. Mehr zur Bedeutung des Energieausweises, welche Varianten es gibt und wie viel er kostet, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Energieausweis ist seit 2009 Pflicht bei fast allen vermieteten Immobilien in Deutschland.

  • Im Energieausweis finden sich wichtige Angaben zur Energiebilanz und zur Energieeffizienzklasse einer Immobilie.

  • In den meisten Fällen haben Sie als Vermieter die Wahl, ob Sie den günstigen und kürzeren Verbrauchsausweis oder den ausführlichen, dafür aber deutlich teureren Bedarfsausweis in Auftrag geben möchten.

  • Bei ImmobilienScout24 finden Sie online Energieberater, die Ihnen mit dem Energieausweis für Ihr Haus helfen können.

Energieausweis

Können Sie Ihren Energieausweis vorweisen?

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Was ist ein Energieausweis? – Eine Erklärung

Beim Energieausweis handelt es sich um ein offizielles Dokument, das Daten zur Energieeffizienz und den zu erwartenden Energiekosten für ein Gebäude liefert. Für Mietinteressenten ist der Energieausweis wichtig, um verschiedene Objekte miteinander vergleichen zu können. Außerdem erfüllt der Energiepass laut Definition eine wichtige Funktion der Energieeinsparverordnung (EnEV), die in Deutschland seit 2001 gilt. Sie ist ein Instrument der Bundesregierung, das dazu dient, den Klimaschutz umzusetzen. Das Ziel ist, bis zum Jahr 2050 den Gebäudebestand in Deutschland auf einen klimaneutralen Standard zu bringen.

Seit 2009 ist es Pflicht, den Energieausweis für Wohngebäude in Deutschland vorzulegen. Mit der Novelle der EnEV aus dem Jahr 2014 müssen Sie als Vermieter den Effizienzstandard des Gebäudes bereits in der Immobilienanzeige nennen. Spätestens bei Unterschrift des Mietvertrags ist es Ihre Pflicht, den Energieausweis oder eine Kopie des Dokumentes an den Mieter zu übergeben. Außerdem müssen Sie schon bei der Besichtigung durch interessierte Parteien den Energieausweis zeigen oder gut sichtbar aushängen. 

Übrigens: Ein Energieausweis ist zehn Jahre lang gültig. Wenn Sie ein neues Dokument benötigen, können Sie dies bei einem zertifizierten Berater beantragen.

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Was sagt der Energieausweis aus?

Der Energiepass für Wohngebäude informiert über den Endenergieverbrauch und über den Primärenergieverbrauch. Beim Endenergieverbrauch handelt es sich um die gesamte Energie, die im Haus ankommt, während der Primärenergieverbrauch die Energie bezeichnet, die für den Verbrauch aufgewendet werden muss. Die Angaben erfolgen dabei nach m².

Es gibt zwei Arten von Energieausweis: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis. In den folgenden Kapiteln erhalten Sie weitere Informationen zu den Unterschieden. Die kürzere Variante ist der Verbrauchsenergieausweis, der aus vier Seiten besteht. Beim Bedarfsenergieausweis kommen drei weitere Seiten hinzu. Sie erhalten dieses in ausgedruckter oder digitaler Form.

Die folgenden Angaben finden Sie im Inhalt des Energieausweises:

  • Angaben zum Gebäude (Baujahr, Anzahl der Wohnungen, Nutzfläche etc.)

  • Hinweise zu den energetischen Angaben und zur Verwendung des Energieausweises

  • Art des Energieausweises

  • Gültigkeit des Energieausweises

  • Aussteller des Energieausweises

  • Berechneter Energiebedarf

  • Einstufung in Energieeffizienzklassen (von A+ bis H)

  • Nachweis der Einhaltung des §3 oder §9 Abs. 1 der EnEV

  • Endenergiebedarf in kW/h je m²

  • Vergleichswerte (Passivhäuser, Neubauten)

  • Angaben zu den benutzten Begriffen und Definition

  • Bei Bedarfsausweis: Angaben zu möglichen Sanierungsmaßnahmen

Übrigens ist es mithilfe des Bedarfsenergieausweises möglich, die Energieeffizienzklasse eines Hauses zu verbessern. Folgen Sie dafür den Empfehlungen des Experten, was Sanierungsmaßnahmen wie Dämmungen angeht. In vielen Fällen erhalten Sie eine Förderung für energetische Modernisierungsarbeiten am Miethaus – dazu lesen Sie hier mehr. Je besser die Energieeffizienzklasse des Mietobjektes ist, desto höher ist die Chance, dass Sie dieses schnell und zu einem guten Preis vermieten können.

Wichtig

Der Energieausweis gilt stets für ein ganzes Gebäude. Wenn Sie nur eine Wohnung vermieten, müssen Sie daher den Energieausweis der gesamten Immobilien vorliegen. Eine Aufschlüsselung in einzelne Wohneinheiten ist nicht vorgesehen.

Was ist der Verbrauchsenergieausweis?

In den meisten Fällen ist es ausreichend, wenn Sie einen Verbrauchsenergieausweis vorlegen. Wenn Ihr Mietobjekt den Heizungsstandards der Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1977 entspricht oder mehr als fünf Wohnungen beinhaltet, ist der Verbrauchsausweis die passende Wahl. Dieser ist kürzer und deutlich günstiger.

Sie können den Verbrauchsausweis ganz einfach online beantragen. Bei ImmobilienScout24 finden Sie bereits ab 59,99 Euro attraktive Angebote für das Dokument. Unsere Experten nehmen eine umfangreiche Prüfung Ihrer Unterlagen vor und schicken Ihnen den fertigen Verbrauchsausweis ganz einfach per E-Mail.

Die Berechnung des Energieverbrauchs basiert auf den Energieabrechnungen der letzten drei Jahre. Diese Dokumente benötigen wir also von Ihnen, um den Ausweis zu erstellen. Bedenken Sie, dass die Kosten stark von den Gewohnheiten der bisherigen Nutzer abhängen. Es kann daher sein, dass ein neuer Mieter ganz andere Energiekosten zahlt, weil er zum Beispiel mehr oder weniger heizt.

Was bedeutet Bedarfsausweis?

Detaillierter ist der Bedarfsenergieausweis mit seinen sieben Seiten. Hier ist es nötig, dass der Energieberater zu Ihnen nachhause kommt und eine ausführliche Begehung des Mietobjekts vornimmt. Ermöglichen Sie den Zugang zur Heizungsanlage und zur Bausubstanz. Auf Basis des Zustands des Objekts sowie unter Rücksichtnahme der durchschnittlichen Energiekosten berechnet der Experte, wie hoch die Energiekosten Ihres Mietobjektes auf Basis des Energiebedarfs sein müssten.

Bei ImmobilienScout24 erhalten Sie den Bedarfsausweis ab 399,99 Euro. Der genaue Preis ist abhängig vom Zustand Ihres Hauses sowie von der Größe des Objektes. Die Empfehlungen für Sanierungsmaßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil des Energiepasses. Wenn Sie sich dafür entscheiden, diesen zu folgen, müssen Sie natürlich mit weiteren Kosten rechnen. In diesem Artikel finden Sie Informationen darüber, wann der Bedarfsausweis für Miethäuser und Mietwohnungen verpflichtend ist.

Was passiert, wenn man keinen Energieausweis hat?

Können Sie als Vermieter bis zur ersten Besichtigung keinen Energieausweis vorlegen, droht Ihnen ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Fehlen Angaben im Energieausweis, etwa die Registriernummer, droht immerhin noch ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

Können Sie Ihren Energieausweis vorweisen?

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